• Erster Durchhänger der Reise

    28. februar, New Zealand ⋅ ☁️ 15 °C

    Nach vielen Stunden Schlaf wurde ich durch Unruhe draußen geweckt. Die Sonne war noch nicht aufgegangen.
    Zelt- Nachbarn hatten mit diesen Papageien, - es waren echt und ehrlich KEA's! -, zu tun. Irgendwann kruschtelte ich mich auch aus dem Zelt. Alles war pitsch nass vom Tau. Aber es war eine mystische Nebelstimmung über dem See!
    Hier waren heute neben den Campern endlich auch viele Bikepacker! Ich hatte mich schon gefragt, wo sie auf der Südinsel alle nur sein konnten.
    Alls alles Nasse veräumt und stehend gefrühstückt war, fuhr auch ich los in Richtung Haast. Das Wetter versprach bestens zu werden
    Das Handy funktionierte nicht, es wurde wohl nass.
    Es ging den ganzen Tag den Highway 6 weiter, an der Küste und an den Südalpen entlang bis Haas.
    Dort endete die Westcoast und es ging ins Landesinnere hinein.
    Ich spürte meine Beine.
    Sie waren noch müde
    Die Wolken hingen tief über den Bergen.
    Hinter mir Sonne und blauer Himmel : wollte ich da wirklich hin?
    Ich quälte mich heute fast jeden der 90 km. Heute hatte ich keine Lust!
    Stehen bleiben ging nicht, da die Sandfliegen unerträglich waren.
    Die vielen Mobile Homes jagten an mir vorbei, als würden sie etwas im Wald verpassen.
    Ich war genervt, obwohl der Wind gut stand, der Weg schön war und alles eigentlich gut sein sollte.
    Ich hatte nicht einmal Lust oder Ideen, was ich für die nächsten zwei Tage zu essen einkaufen sollte.
    Das Tal aufwärts in die Berge hinein wurde es plötzlich wieder schön!
    Von dem riesigen Tal, das nur von Straße und Flussbett ausgefüllt ist, stiegen links und rechts steile Felswände auf. Sie waren durchzogen von Silberstreifen der üppigen Wasserfälle.
    Je enger das Tal wurde, desto näher kam die Straße dem Fluss. Und irgendwann, eine knappe Stunde vor dem Ziel, entschloss ich mich, am Fluss zu bleiben und früher zu schlafen, um morgen wieder fitter zu sein.
    Es war ein richtig schöner Ort!
    Das Rauschen eines großen Wasserfalls begleitete mich elf Stunden in das Land der Träume.
    Mit den Sandfliegen umzugehen, war nicht einfach. Sie werden mir wohl die nächsten Entscheidungen abnehmen, nicht mehr im Zelt schlafen zu wollen, obwohl ich hier in der absoluten Natur inzwischen am besten schlafe.
    Læs mere