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  • Day10

    Wandern im Kaukasus

    June 28, 2019 in Georgia ⋅ ⛅ 7 °C

    Laut Wettervorhersage soll es am Wochenende richtig stark in den Bergen regnen, so dass wir beschlossen haben, noch schnell vorher einen Abstecher nach Kazbegi zu machen. Gestern sind wir dann am Nachmittag nach unserer Stadttour mit Jan los nach Kazbegi gefahren. Mit der Martrushka kostet es 10 Lari, ca. 3 Euro, und man fährt 3 Stunden vom Didube Busbahnhof hoch. Wir haben nur eine kleine Tasche mitgenommen und konnten unserr Räder und den Rest im Hostel lassen.
    Heute morgen sind wir schon um 6 Uhr gestartet, weil es laut Wettervorhersage ab Nachmittag regnen sollte. Wir haben die Wanderroute zum Gergeti Gletscher genommen und ich kann mich nichts mehr erinnern, schonmal 12 Stunden wandern gewesen zu sein! Es war eine ganz schön lange Tour mit 1600 Höhenmeter, wobei der Aufstieg längst nicht so schlimm war wie der Abstieg. Meine armen Knie! Aber wir haben alles richtig gemacht. Das Wetter war viel besser als erwartet. Blauer Himmel und Sonne, bis wir den Gletscher erreicht haben. Schon verrückt, in Tiflis noch 38 Grad zu haben und am nächsten Tag über Eis und Schnee zu laufen. Nach ca. 6 Stunden sind wir dann an der Meteo Station auf 3600 m, ein Base Camp für die, die bis zur Spitze mit Ausrüstung klettern wollen, angekommen. Wir haben beim Aufstieg die Höhe auch ganz gut gemerkt! Gerade als wir da waren, hat es dann kurz gehagelt und wir saßen drinnen am Tisch mit einem polnischen Journalisten und Kameramann, die eine Reportage über das polnische Bergrettungsteam dort vor Ort machen. Der eine hatte Frühstück für 2 bestellt, und es wurde ein ganzes Buffet angekarrt mit Riesenschalen Müsli, Wurst, Käse, Pancakes, Bockwürsten, Croissants, Keksen, so dass letzten Endes noch mind. 5 Leute vom Bergrettungsteam mitgegessen haben und kaum noch Platz am Tisch war, und immer mehr gebracht wurde. Als wir dann wieder aufgebrochen sind, hat es leider dann doch angefangen zu regnen, da kam uns dann noch das deutsche Pärchen entgegen, die dort oben ein Zimmer reserviert haben und erst morgen zurückkommen. Der Teil über Eis und Schnee mit Regen war dann doch etwas rutschig, aber überraschender Weise kam doch wieder die Sonne raus und nach 12 Stunden sind wir dann auch endlich wieder unten angekommen!
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