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  • Day34

    Elista- eine buddhistische Oase

    August 23 in Russia ⋅ ⛅ 36 °C

    Heute Morgen bin ich schon früh aufgewacht und während die Sonne so langsam aufging, machte ich mit Romeo die ersten Gassirunde . Einfach quer Feld rein, mal rechts- mal links.... egal, es sah über Kilometern an Fläche , immer gleich aus!
    Mittlerweile sind wir seit Tallin über 5000km gefahren und am Anfang war die Erde dunkel ja fast schwarz. Je mehr wir uns dem Kaspischen Meer 🌊 näherten, umso heller aber auch trockener wurde die Erde. Jetzt gehe ich eigentlich nur auf staubtrockenem Sand , der mit Steinen und vertrocknetem, stachligem Gras übersät ist..... und doch irgendwie interessant ist.
    Zwei Wüstenfüchse sollen uns heute Nacht besucht haben, wahrscheinlich auf Futtersuche. Sicher ist dem ein oder anderen gestern beim „schnippeln „ was runtergefallen, das hat sie vielleicht angelockt.
    Nach dem Frühstück fahren wir wieder los, es geht weiter durch die Wüstensteppe der Republik Kalmückien nach Elistar.
    Von unsere Wüstenübernachtung bis zu dem Wüstenstädtchen Elistar sind es gute 170 km zu fahren, weit und breit einfach nichts! Kein Haus , keine Hütte zu sehen..... und doch , steht mitten drin, ganz Einsam , eine Bushaltestelle 🚌 ?!?
    Für wen ? Da ist doch nix ?? Wenn hier jemand aussteigt, wo will der hin??

    Was aber stark auffällt, ist die grosse Anzahl an Polizei an der Strasse und oft werden die Lastwagen 🚛 an der Strasse, regelrecht auseinander genommen.
    Dyma klärte uns darüber auf, das die Lastwagenfahrer oft auch Schmuggelware dabei hätten, der Schmuggel in diesem Wüstendreick zwischen Turkmenistan/ Abersaidschan und Russland blühe sehr gut.
    Für die meist jungen Polizisten 👮‍♀️👮‍♀️aber eine regelrechte Strafarbeit, bei 50° einen Lastwagen auseinander zu nehmen!
    Wenn dann 1-2 mal pro Jahr eine Gruppe mit so exotischen Häusern auf Räder über die Wüstenstrasse fährt, werden die eher aus Neugierde angehalten, um mal einen Blick in so ein Gefährt zu werfen.
    Pass und Kfz-Schein ist da nicht so wichtig, lieber mal reingehen und von innen inspizieren!
    Dyma meinte: „ Lasst es einfach locker, gelassen und lächelnd angehen, dann steigen die aus und winken euch weiter!
    In Elistar bleiben wir nur eine Nacht, darum ist unser Stellplatz auf dem Parkplatz beim Schul -und Sportgelände.
    Noch sind Ferien und alles ist leer, gut für uns.
    Gleich bei der Einfahrt zur Stadt gibt es ein grosses Einkaufszentrum,da halte ich erstmal an, um Wasserkannister und Lebensmittel zu kaufen.
    Im Laden fiel mir sofort auf, das ich eine der seltenen Exemplare bin, die ein europäisches Aussehen haben, alle anderen sind Mongolen . Das ist mir zum ersten Mal so richtig bewusst aufgefallen.
    Es ist eher ein kleiner, gedrungener Menschenschlag. Die jungen Frauen und Männer, oft noch schlank und schöne Gesichtszüge, wenn sie aber älter werden, schon ab 30J. sind sie absolut übergewichtig und dick!
    Muss mal Sascha , die Rechte Hand🤚 von Dyma fragen, die lebt zwar im hintersten Eck von Sibirien, hat aber auch einen mongolischenTatsch. Liegt das nur an den Genen,..... oder an der Ernährung??
    Als Europäer fällst du auf alle Fälle auf ... und wenn dein fahrbares Untergestell auch noch ein Wohnmobil ist, dann fällst du auf dem Shoppingparkplatz erst recht auf !
    Ad dem Schulhof-Stellplatz angekommen, ging das bestaunen gleich weiter. Die Wüstentrommeln haben die Nachricht schon gut weitergeleitet und so kamen Gross und Klein um unsere ausgestellten Wohnmobile zu bestaunen!
    Es war kurz vor 11.00Uhr Mittags und es war schon wieder so heiss, das man nicht auf dem Asphalt gehen konnte.
    Damit sich Romeo nicht die Pfoten verbrennt, habe ich ihm die Auslegematte , die eigentlich bei sandigem oder schmutzigem Boden vor dem Eingang gelegt wird, ausgebreitet.

    Um 14.00Uhr haben wir eine Stadtrundfahrt durch das Wüstenstädtchen Elistar, das auch als Hauptstadt des Schachs bekannt ist. Schach ♟ als Denksport ist sogar ein Pflichtfach in der Schule . Als 1998 die Schachweltmeisterschaft hier in der Stadt abgehalten wurde, hat man extra ein Gebäudekomplex gebaut, das sogenannte „City. Chess“. Es gibt einige Plätze mit Schachbrettmustern, aber auch an den Wänden sieht man immer wieder das bekannte schwarz-weiss als Muster.
    Kalmückien ist das einzige und grösste europäische Gebiet mit buddhistisch- religiösem Hintergrund. und der neue Churul , der tibetische Tempel wurde auf Bitten des Dalia Lamas gebaut und ist auch von ihm eingeweiht worden.
    In dem Tempel gibt es auch 2 Räume, die nur für ihn immer bereit stehen.
    Der Tempel ist sehr schön und als wir die vielen Treppen oben waren, war jeder froh, aus der Hitze weg rauszukommen.
    Schultern müssen bedeckt sein und alle, die kurze Hosen und Röcke trugen, bekamen so eine grüne Schürze um , die mindestens Mitte Wade reichen musste !
    Erst gingen wir in die untere Etage, in das Museum, und durch die Schals und Schürzen die wir uns umhängen mussten, schwitzten wir wie blöde.
    Unsere Reiseleiterin führte uns durch die Gänge und obwohl es eigentlich verboten war, machten wir verstohlen , hinter unseren Fächern einige Fotos.
    Dann durften wir in den grossen Tempel rein und da gab es auch Bänke zum sitzen.
    Leider kam die Sitzgelegenheit für unsere Führerin etwas zu spät. Sie klappte schon vorher in sich zusammen, und wir durften sie auf die hintere Bank bei der Zwischenwand legen. Die eine Aufsichtsbeamtin brachte ihr gleich ein Glas Wasser und wedelte ihr mit dem Fächer zu.
    Sogar die Einheimischen erleiden hier einen Hitzestau, aber Hitzefrei gibt es erst ab 50°C. !!!!! 🥵🤯 Sie hatte uns im Bus erzählt , das es schon seit 3 Wochen immer wieder Tage gab, wo das Thermometer über 50-52° C stieg, aber damit nicht alle gleich Zuhause bleiben, wird in den Nachrichten oder im Wetterbericht von Temperaturen zwischen 37° - und angenehmen 42° °C
    gesprochen!! Die Behörde sagt , wann es
    50° C sind. auch wenn es bei vielen schon längst drüber ist !!
    Als es ihr wieder besser ging. setzten wir unsere Fahrt dich das kleine Städtchen fort . Es gab noch schöne Parks und tolle Gebäude, doch die meisten stiegen bei der Hitze gar nicht mehr aus dem klimatisierten Bus 🚌 aus !
    Als wir so gegen 17.30 Uhr wieder bei unseren WoMos ankamen, Haben sich einige, die eine Aussendusche bei ihren Camper haben, sich erstmal etwas abgekühlt und ab auf den Liegestuhl , ein Erholungsschlaf im Schatten unsere Wohnmobile .
    Schön das hier die Sonne früh untergeht und ab 20.00 Uhr es schon eindunkelt, das bringt wieder Erholung.
    Beim Meeting am Abend, erfuhren wir, das die morgige Tour die längste sein wird und wir so langsam dem Kaukasus entgegen fahren. Auf alle Fälle wird’s etwas kühler !
    Ich habe mir vorgenommen, morgen mal früh um 5.00Uhr los zu fahren. Ich denke, für die Strecke ist das für mich und Romeo einiges leichter !
    Dachowskaja im Kaukasus..........

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