• Asien - Hallo Bangkok

    October 14, 2022 in Thailand ⋅ ☁️ 28 °C

    Guten Morgääääähn Siem Reap,

    meine Nacht war ziemlich bescheiden.

    Gestern am frühen Abend bahnte sich schon etwas an... Mein Magen rummorte, mir war übel, ich hatte Krämpfe und bin von der Toilette gar nicht mehr weg gekommen. Gepaart mit der Müdigkeit vom frühen Aufstehen und Hitzewallungen war das eine Kombination auf die man verzichten kann. So richtig bin ich erst nach 2 Lopedium und Vomex um halb 2 eingeschlafen 😌

    Beste Voraussetzungen heute die Unterkunft zu verlassen und in den Flieger zu steigen 🙈

    Ich bin nur froh gewesen, dass es erst gestern Mittag anfing, nachdem ich ohnehin schon wieder im Hotel war. Ich wundere mich trotzdem, denn zu Mittag hatte ich nur das gegessen, was noch vom Vortag übrig blieb und das war im Kühlschrank gelagert. Kann mir nicht vorstellen, dass es von dem Essen kam aber sonst wüsste ich nicht wovon. Aber gestern hatte ich gar nichts.. 🤔

    Ziemlich ko habe ich gegen 8 Uhr angefangen, meine Sachen zu packen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell das mit diesen Packcubes geht. Pünktlich habe ich um 9 Uhr meine frisch gewaschene und gebügelte Wäsche gegenüber aus der Laundry abgeholt. Um 09:30 Uhr habe ich ausgecheckt und mir über Grab ein Tuk Tuk bestellt. Mein Flug ging um 11:50 Uhr. Die Ausreiseabwicklung am Flughafen erfolgte vollkommen unkompliziert und schnell. Da ich noch ein paar Scheine Kambodschanischer Riel übrig hatte, habe ich mir am Flughafen ein Marzipancrossaint und eine Flasche Wasser gekauft. Mit den übrigen 70 Cent konnte man nichts mehr anfangen. Mittlerweile hat sich schon relativ viel "Restgeld" ausländischer Währung angesammelt.

    Pünktlich hob der Flieger Richtung Bangkok ab. Die Flugzeit beträgt nur knapp eine Stunde. Bangkok begrüßte mich mit dem schönsten Wetter 🥰☀️ an der Immigration wollte auch niemand mein Weiterflugticket sehen - sehr gut! Ein bisschen Schiss hab ich ja doch immer. Übrigens bin ich am Flughafen Don Mueang gelandet.

    Ich bestellte mir dann ein Grab zum Hostel. Die Fahrt dort hin betrug ca. 30 Minuten und ich war ehrlich gesagt froh, dass der Fahrer auf der gesamten Fahrt kein einziges Wort gesprochen hat 😄 gibt nichts unangenehmeres als ständig irgendwelche Gespräche aufgezwungen zu bekommen, die man gar nicht führen will.
    Um kurz vor 14 Uhr war ich am Hostel. Perfektes Timing, denn ich konnte sofort einchecken.

    Ich bin die nächsten 3 Nächte in "the printing house". Ich habe mich wieder für ein Hostel entschieden. Um ein Haar hätte ich ein Ibis gebucht, welches mehr als das Doppelte gekostet hätte. Wenn man so kurzfristig bucht, ist man zwar vollkommen flexibel in seinem Handeln, man darf aber auch nicht vergessen, dass man damit keine Schnäppchen macht und nur das bekommt, was noch übrig ist. Das gilt sowohl für den Flug als auch für die Unterkünfte, dann kommt noch das dazu, dass man quasi immer für 2 Personen bezahlt, obwohl man alleine reist.

    Der erste Eindruck war absolut positiv! Richtig schöner Eingangsbereich mit angrenzendem Restaurant. Frühstück ist bei mir diesmal inklusive 🤗 Ich wurde super nett empfangen, habe sogar ein Schloss für meinen Schrank bekommen und danach wurde mir das Zimmer gezeigt. Ich habe mich diesmal für ein 6-Bett Frauenzimmer entschieden. Auf Männer, die die Klobrille oben lassen, schnarchen und teilweise rücksichtslos die Schnodder hochziehen oder sonstige Geräusche von sich geben, hatte ich keine Lust mehr.

    Das Zimmer ist sehr groß und ziemlich modern. Es gibt sogar einen Föhn 🙏 ich habe bei der Buchung den Wunsch geäußert, ein oberes Bett zu bekommen, da man ein wenig mehr Privatsphäre hat. Ich habe es aber nur oben genommen, da man sich nicht so eine schmale Leiter hochhangeln muss, sondern eine kleine Treppe vorhanden ist. Jeder hat sogar einen eigenen Fernseher 😳 📺 

    An dem Zimmer grenzt noch eine kleine Terasse, auf die man sich setzen kann. Mega! Ich fühle mich hier richtig wohl. Heute Mittag waren von den 6 Betten nur eins belegt.
    Ich zahle hier für eine Nacht übrigens 20 Euro inkl. Frühstück.  Ein vernünftiges Hotelzimmer hatte mindestens 45 Euro die Nacht gekostet (ohne Frühstück).

    Ich habe dann kurz meine Sachen eingeschlossen, mein Crossaint gegessen (meine erste Mahlzeit) und habe dann mal geschaut, was bei mir so in der Nähe ist, was man heute noch machen kann. Hier sind zwar einige Tempel, aber leider schließen die teilweise schon um 17 Uhr. Da es leider aber schon 14:30 Uhr war, hat sich das für heute nicht mehr angeboten, da man teilweise auch Eintritt zahlen muss.

    Dennoch habe ich 2 gefunden, die ein wenig länger aufhaben und von mir aus zu Fuß erreichbar waren.

    Kaum aus der Türe steht hier ein ein Streetfood mach dem Anderen 🥰 alles sah so lecker aus und duftete richtig gut. Aber leider musste ich meinem Magen noch eine kurze Verschnaufpause geben 😒

    Habe mir nebenan im Supermarkt 7eleven was zu trinken geholt und habe dann den ersten Tempel angesteuert und unterwegs Geld abgehoben. Leider erhebt hier jeder Automat eine Gebühr in Höhe von 220 THB. Das sind umgerechnet ca. 6 Euro. Also nicht ganz so wenig. Ich hatte aber irgendwie kein Gefühl, wieviel Geld ich brauche und habe dann einfach mal 5.000 Baht abgehoben. Das sind ca. 135 Euro. Das sollte ich schon irgendwie weg bekommen.. 😁

    Der Tempel Wat Suthat ist ganz bei mir in der Nähe. Der Eintritt hat 100 THB gekostet. Das sind umgerechnet ca. 2,70 Euro. Ich muss gerade mal überlegen, wieviele Währungen ich jetzt in den letzten Wochen hatte.. Das ist jetzt meine 6. Währung. Ich komme gar nicht mehr klar 😅 bei mir geht alles nur noch durch den Währungsrechner und anhand der Getränkepreise orientiere ich mich immer, ob ein Laden/Restaurant teuer ist, oder nicht.

    Der Tempel bestand aus mehreren Gebäuden und teilweise riesigen Buddha(s). Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich Tempel vom Stil sein können. Erst die Tempel auf Bali, dann die Kirmesdinger in Malaysia, dann die in Angkor Wat und nun die in Bangkok. Keines von denen hatte auch nur ansatzweise eine Ähnlichkeit. Hier ist alles sehr prunkvoll und in Gold gehalten und sieht sehr edel aus. Nach 2 Tagen Angkor Wat habe ich mich an den Anblick der Mönche bereits gewöhnt. Ich muss mich mal ein wenig schlau machen, welche "Funktion" diese genau haben.

    In einem der Tempel wurde eine Zeremonie abgehalten. Über das Gelände erklang per Lautsprecher ein Gebet, man wusste aber nicht genau, woher es kam oder ob es evtl. nur eingespielt worden ist aber tatsächlich habe ich dann eine kleine Gruppe Mönche in einem Tempel gesehen, die dieses Gebet vorgetragen haben. In diesem waren auch noch Einheimische, die ebenfalls ein Buch vor sich liegen hatten und dieses Gebet ebenfalls nachsprachen und immer wieder die Gesten machen, wie zb. sich nach vorne beugen (Doggy-style 🤣) etc. Ich saß ca. 10 Minuten in dem Tempel und hab das einfach auf mich wirken lassen. Es ist so wunderschön, andere Kulturen so hautnah mit zu erleben und dafür kann man wirklich dankbar sein. Im Inneren des Geländes des Tempels waren an der Wand ganz viele Buddhastaturen aneinander gereiht. Das sind quasi Grab bzw. Gedenksteine. Neben den Staturen stand immer, an wen man dort gedenkt. Insgesamt erstreckten sich diese im Rechteck um das gesamte Gelände.

    Danach bin ich zu einem weiteren Tempel gegangen und zwar zu dem the golden Mount. Dieser erstreckt sich über mehrere Ebenen. 326 Stufen bringen einen zum „Mountain“ Dort ist also der künstlich angelegte Berg aus Gold welches am unteren Bereich mit einem roten Tuch umwickelt war. Erst auf dem zweiten Blick habe ich gesehen, dass auf diesem ganz viele verschiedene Dinge, in verschiedensten Sprachen mit edding geschrieben standen und genau daneben war ein Tisch aufgebaut mit ebenfalls einem roten Tuch und einer Kiste mit Stiften. Scheinbar kann man dort seine Wünschen verewigen und wenn das Tuch lückenlos beschrieben ist, wird es ebenfalls um die Statur des Mountains gelegt. Natürliche habe ich es mir nicht nehmen lassendem, dies ebenfalls zu tun. Mein Wunsch bleibt natürlich geheim 😁

    Von dort oben hat man einen schönen Rundumlicht auf Bangkok. Ok.. hier bin ich also die nächsten Tage 😀 Da es schon bereits kurz vor 18 Uhr war, konnte man von dieser Plattform den Sonnenuntergang sehen. Mal wieder ein sehr schöner Tagesabschluss mit der Aussicht auf Bangkok.

    Runter bin ich einen anderen Weg gegangen und bin noch an einem riesigen Buudha vorbei gekommen, vor dem quasi ein Wünschebaum aufgestellt worden war. Man konnte gegen eine kleine Gebühr in Höhe von 40 TBH (ca. 1 Euro) einen kleines Säckchen aus einem Korb entnehmen, in dem ein ganz dünnes goldenes Schild in Form eines Herzens drin war und diesen mit seinen persönlichen Wünschen beschriften und an den "Kreisel" binden. Da ich heute ein wenig spirituell unterwegs bin, habe ich selbstverständlich auch dies getan 😁

    Auf dem Weg zum Hostel war ich ein wenig planlos und haben geschaut, was noch in der Nähe ist und habe einen Kreisverkehr entdeckt, der abends schön beleuchtet sein soll. Leider nur scheinbar heute Abend nicht 😒 Also habe ich mich dann gegen 19:30 Uhr auf dem Weg zum Hostel gemacht. Da ich zwischenzeitlich vollkommen die Orientierung verloren hatte, schaute ich bei googlemaps, wie weit das Hostel entfernt sei. Genau 200 Meter! Was für ein Zufall 😄

    Als ich diesmal an den Streetfoodständen vorbeigekommen bin, kam ich an dem Poffertjes, die ich heute Mittag bereits gesehen hatte, nicht vorbei 😄 es waren sogar Poffertjes mit Kokosnuss. Nachdem ich erst ein wenig skeptisch war, ob mir das mit der Kokosnuss schmeckt sagte ,mir eine vorbeigehende Frau, dass sie super lecker wären. Alles klar – das hat mich überzeugt! Also bestellte ich eine Portion für 20 TBH (umgerechnet ca. 50 Cent). Die waren richtig guuuuut.

    Als ich dann ins Hostel rein ging, hat mich ein Mitarbeiter von der Rezeption gefragt, ob ich zur rooftopbar möchte. Offensichtlich hat er nicht mitbekommen, dass ich Gast bin und ich hatte offensichtlich nicht mitbekommen, dass es hier eineRooftopbar gibt. Kurzerhand zeigte er mir diese. Super schön! aber mir war jetzt nicht wirklich danach, mich dort hin zu setzen und was zu trinken.

    Also ging ich in mein Zimmer und räumte ein paar Sachen aus. In dieser Moment checkte ein neues Mädchen ein, die nun ihr Bett unter meinem hat. Erfolgserlebnis: Sie hat hallo gesagt!! Yeeaaaaahhh!!... Ist dann aber direkt los.

    Circa eine halbe Stunde später kam das nächste Mädel rein. Emilie, sie war super nett, ist Ende 20 und begrüßte mich total lieb und wir sind direkt ins Gespräch gekommen. Sie kommt aus Bolivien und war sogar schon mal kurze Zeit wegen ihres Studiums in Deutschland. Sie ist seit 2 Tagen hier und sagte, sie hätte hier richtig nette Menschen kennengelernt, mit denen sie den ganzen Tag unterwegs ist. Gleich wollen sie noch mal los und hat mich gefragt, ob ich mitkommen möchte. Klar!

    Das heißt es also, in einem Hostel zu sein…Kuala Lumpur, du hast richtig verkackt bei mir!

    Wir trafen uns gegen 21:15 Uhr unten in der Lobby mit Chris (aus Holland) und noch einem anderen Mädchen, ich weiß gar nicht mehr, woher sie kommt und sind dann Richtung China Town gelaufen. Irre! Kulturschock 🤣 wir haben uns ein paar Sachen bestellt, die wir uns geteilt haben. Unter anderem gab es so Cocos-Pancakes und Gyoza mit Pork. Es war Wahnsinn, wie viel da in China Town los war. Da ist es tatsächlich schade, dass ich so schnell satt bin. Ich hätte soooo viel Essen können 🥰

    Danach haben wir geschaut, ob wir irgendwo in der Nähe eine Karaoke Bar finden, die auch englische Songs spielen. Leider war die nächste 25 Minuten Fahrt entfernt. Also haben wir den Plan wieder verworfen und wollten uns noch irgendwo auf einen Drink in der Nähe unseres Hostels hinsetzen. Wir sind dann von China Town mit dem Tuk Tuk in eine Parallelstraße von der Khoa San Road gefahren. Ich sag euch - das war eine Höllenfahrt 😹 ich glaube, dass wir sicher angekommen sind, war nur dem Glück und nicht dem Verstand des Fahrers zu danken 😄😅 Also bisher nach meiner ersten Begegnung mit einem Tuk Tuk, tukern die Dinger mit maximal 40 km/h durch die Gegend. Hier scheinen die Dinger komplett aufgemotzt zu sein. Der ist da mit einem Affenzahn im Slalom durch die Autos.. Teilweise war es besser, einfach die Augen zu schließen. Gott sei Dank hatte das Teil Seitengriffe, an denen man sich festhalten konnte 😅🙈

    Dort angekommen haben bei grottenschlechter Livemusik ein Bierchen getrunken bevor wir durch die Khoa San Road wieder zurück zum Hostel gegangen sind. Jetzt weiß ich, wo nachts in Bangkok die Menschen alle sind 🤣 teilweise sind die Straßen so leergeflegt aber da steppt der Bär - aber sowas von! Reizzberflutung ohne Ende aber irgendwie auch cool! Überall stehen für DJs vor den Läden anstatt drinnen. Eine Musik vermischt sich mit der anderen.

    Wie ich mitbekommen habe, ist kürzlich in Thailand Weed legalisiert worden (in einem gewissen Rahmen). Überall gibt es Stände mit  "fertigen" Joints, die man kaufen kann... Irgendwie ein wenig befremdlich. Ich würde sowas ohnehin nicht kaufen aber never ever dann so fertige Teile. Wer weiß was da drin ist. Einer kostet um die 5-7 Euro.

    Ich finde, die Ecke muss man unbedingt gesehen haben! 🤗 Ich fand sie gar nicht so schlecht und werde bestimmt abends noch mal drüber schlendern.

    Gegen 1 Uhr waren wir dann wieder zurück und bin todmüde ins Bett gefallen 😴

    Leider reisen Emilie und Chris morgen weiter nach Chiang Mai 😔 Schade! Hätte ich auch gerne gesehen aber leider falsches timining. Vielleicht sieht man sich aber trotzdem noch mal wieder, da sie länger in Thailand unterwegs sein werden..

    Heute fällt es mir das erste Mal wirklich schwer, nur 20 Fotos und 2 Videos aus zu wählen. Heute könnte ich noch vieeeeeel mehr hochladen. Schade!
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