• Tag 16 - Capitol Reef Nationalpark

    October 16 in the United States ☀️ 14 °C

    Bereits um 07.30 Uhr saß ich im Auto auf dem Weg in den Capitol Reef Nationalpark. Da ich mir vorgenommen habe, den Tag bereits im Park zu verbringen, weil ich mir einige Spots rausgesucht hatte, die ich auf zwei Tage splitten wollte, fuhr ich also direkt in einem durch. Gegen 10.15 Uhr war ich im Park.

    Heute waren mal wieder annehmbare Temperaturen und kurze Hose Wetter mit dünner Jacke.

    Als ersten Stop suchte ich mir den Hickman Bridge Trail aus, der 1,6 km lang war. Dieser führte zu einer "natural Bridge", ähnlich wie die gestern im Bryce Canyon. Da der Park nicht so weitläufig ist, bzw. sich die Spots und Trails nahe bei einander sind, merkte man sofort, dass sich die Menschengruppem im Vergleich zu anderen Parks nicht so gut verliefen und sich die Menschen eher knubbelten... Vor mir also 2 Chinesen und hinter mir eine Familie mit 3 kleinen Kindern.. 🙄 Der Geräuschpegel war super unentspannt im Vergleich der letzten Tage... Warum müssen manche Menschen einfach so laut sein?! Hab versucht, die irgendwie ab zu hängen aber auf einem Trail kleben solche Menschen förmlich an einem 🤢

    Als nächstes bin ich zum Grand Wash Trail gefahren. Der war sehr weitläufig und ohne Höhenmetern einfach zu laufen. Dieser war kein Loop, also entschied ich mich dafür, eine halbe Stunde zu gehen und dann zurück zu gehen. Der Weg führte durch wahnsinnig hohe Felsen, die links und rechts des Weges ragten. Verrückt, wie unfassbar klein und bedeutungslos man sich fühlt, wenn man dort entlang geht. Nach einer Stunde war ich wieder am Auto und fuhr den wunderschönen und beeindruckenden Scenic Drive entlang. Dieser ist nur 13 km lang.

    Danach hielt ich an einem Spot an, der Petroglyphen (Zeichnungen zwischen 600 und 1300 n. Christi) zeigten. Hier sah man trapezförmige, oft gehörnte menschliche Gestalten, Bighorn-Schafe, Vögel, Tiere und abstrakte Muster.

    Einen kleinen Mittagsstop machte ich dann am Gifford House. Das ehemalige Wohnhaus einer Pionierfamilie dient heute als charmantes kleines Museum und Kulturzentrum, ist unter Nationalpark-Besuchern aber vor allem für seine legendären, täglich frisch gebackenen Fruchtkuchen, hausgemachtes Eis und frisches Sauerteigbrot weltberühmt.

    Vor dem Haus befanden sich Bänke und Tische, an denen man ein Rast im wunderschönen Sonnenschein machen konnte. Ich saß eine Weile dort, bevor ich weiter zum Capitol Gorge weitergefahren bin. Wie es üblich ist, hat man in den Parks keinerlei Internet, allerdings sponn diesmal auch meine Navigation. Ich hangelte mich daher von Schild zu Schild der verschiedenen Spots.

    Ich bin den Capitol Gorge entlang gelaufen, konnte aber leider vorher nicht sehen, welche Besonderheit dieser Trail hat. Also ging ich einfach diesen Weg entlang. Dieser war sehr flach und einfach zu gehen. Die Felsen hatten verschiedene Maserungen und jeder Fels sah unterschiedlich aus. In Mitten des Trails stand ein Mann mit einer Staffelei, der einen Felsen malte, auf den die Sonne gerade schien. Nach 45 Minuten bin zurück gegangen.

    Später in der Unterkunft habe ich gelesen, dass dieser Weg dann zu beeindruckenden, natürlichen Wasserbecken (Tanks) abzweigte. Schade, die Bilder im Internet sahen interessant aus - diese habe ich leider verpasst..
    Da es schon 17 Uhr war, hatte ich nur noch einen Spot auf dem Rückweg, den ich noch anfahren wollte. Den Goosenecks Point. Ein kleiner Aufstieg führte zu einer Aussichtsplattform, von der man ca. 240 Meter in die Schlucht schauen konnte.

    Von dort aus fuhr ich zurück. Ein ziemlich langer Tag und ich hatte einfach keine Lust mehr im Auto zu sitzen.. Bis zur Unterkunft waren es ca. 30 Minuten. Auf dem Rückweg holte ich mir noch etwas zu essen. Die Unterkunft ist ganz hübsch. Ein kleines Appartement, mit einem super bequemen Bett und einem riesigen Fernsehen. Nach über 2 Wochen hatte ich das Bedürfnis, einfach mir ein Fernsehen an zu machen und Netflix zu schauen.

    Ich schaute, wie ich den morgigen Tag verbringen solle, da ich meine Punkte am Capitol Reef bereits gesehen hatte. Ich überlegte, ob ich am nächsten Tag in den Arches Nationalpark fahre, den ich super gerne gesehen hätte, allerdings wäre das eine Fahrt von 2,5 Std hin und später auch zurück. Dann überlegte ich, ob ich doch noch in den Zion fahre. Allerdings war die Strecke ähnlich lang. Schaute, was es hier in der Nähe von einer Stunde noch spannendes gibt. Nichts, was mich überzeugte.. Ich ringte mit dem Arches hin und her, aber entschied mich dann doch dafür, dass es mir zu stressig ist und ich es nicht übers Knie brechen will..

    Während ich auf Instagram ein paar Storys hochlud, schlief ich ziemlich früh ein.
    Read more