• Den letzten Tag auskosten

    23 Nisan, Ispanya ⋅ ☁️ 17 °C

    Rita überlässt mir die Wahl, wie wir meinen letzten Tag in Málaga gestalten. Ich muss nicht lange überlegen. Mir ist sofort klar, dass ich nochmals das Herz von Málaga besuchen möcht. Flanieren in der historischen Altstadt, die sich anfühlt, wie ein offenes Geschichtsbuch, in dem ich andächtig und ergriffen blättere. Schritt für Schritt die Hektik der Moderne hinter mir lasse und bewusst ein letztes Mal ins Labyrinth der Gassen eintauchen möchte. Die Gelassenheit der alten Mauern spüren, die dem Zahn der Zeit hartnäckig trotzen. In der Luft Stimmengewirr, Geschmack von Kaffee und Klirren von Geschirr und immer wieder Fetzen von Musik, die zu mir durchdringt.
    Danke Rita und Fatima, dass ihr mich begleitet habt. Mit euch plaudernd ist der Weg sehr kurzweilig gewesen 🙂
    Im altehrwürdigen Restaurante "El Jardin 1887" mit Blick auf die Kathedrale sitzen wir gemütlich bei Kaffee und Wasser. Als eines der wichtigsten Renaissonce-Bauwerke Andalusiens wird die Kathedrale liebevoll "La Manquita" die (Einarmige) genannt. Der unvollendete Südturm verleiht ihr eine einzigartige, charmante Silhouette.
    Die Burg Gibralfaro und die Festung Alcazaba, die als ikonische, maurische Wahrzeichen hoch über Málaga thronen, sind von verschiedenen Orten der Stadt zu sehen. So bietet der Hafen einen exzellenten Blick auf die "Coracha" einer Wehrmauer, die beide Komplexe miteinander verbindet und den Hang hinaufzieht. Das Castillo de Gibralfaro wurde zum Schutz des Festungspalastes Alcazabas gebaut. In der Hoffnung, nicht zum letzten Mal in Málaga gewesen zu sein, bin ich zuversichtlich das monumentale Ensemble in der Zukunft einmal zu besteigen. Rita überzeugt mich, das Vorhaben gleich umzusetzen und nicht aufzuschieben 🙂
    Gesagt, getan! Während wir Richtung Alcazaba laufen, trennen sich unsere Wege. Fatma erledigt ihre Vorhaben in der Stadt und wir schreiten bergwärts. Ein herrlich angelegter Weg führt uns zwischen Mauern, über Stufen und durch Tore nach oben. Vorbei an einem schönen Garten, der zum Glück nicht mehr an einen Waffenplatz erinnert. Der Blick auf die Stadt ist umwerfend. Vom höher gelegenen Castillo Gibralfaro dürfte der Panoramblick noch einmaliger sein. Er muss allerdings verdient sein. Leider gibt es zwischen den beiden Bauten keine direkte Verbindung. Zum Castillo Gibralfaro muss von unten erneut hochgestiegen werden. Der Weg ist sehr steil, wenn auch nicht besonders lang. Er hat es allerdings schon etwas in sich. Man könnte sich auch fahren lassen, was für uns aber nicht infrage kommt.
    Mit jedem Meter, den wir ansteigen, gewinnt die Aussicht. Imposant der Panoramablick 😍
    Eine geniale Idee von Rita, es nicht aufzuschieben! Schön konnten wir das zusammen erleben.
    Nach der intensiven Bewegung bringt uns der Bus sicher nach Pedregaljo zurück.
    Den letzten Abend zelebrieren wir in einem Restaurant, unweit von Manuelas Haus. Gemütlich mit Blick aufs Meer.
    Ein Tag schöner als der andere, reihte sich aneinander - die Zeit ist nur so verflogen.

    "Die schönste Zeit im Leben sind die kleinen Momente, in denen nan spürt, man ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort" 😍
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