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  • Day2

    Pointe du Hoc

    December 30, 2019 in France ⋅ ☀️ 5 °C

    🌅 Pointe du Hoc
    📍 Département Calvados, Region Normandie
    🌍 Frankreich 🇫🇷
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    49• 23‘ N, 1• 2‘ W
    Wetter: ☀️🌤 7 - 9 Grad Celsius, 🌬 15 km/h
    Reisedauer: 00:30 h
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    Einige Kilometer östlich des kleinen Fischerhafens Grandcamp bildet eine Klippe einen Felsvorsprung von rund 30 m Höhe, der steil auf einen engen Kieselstrand abfällt. Dieser ca. 500 m lange Abschnitt wird Pointe du Hoc genannt (fälschlicherweise oftmals auch als „Pointe du Hoe“ bezeichnet ...) und erlangte im Jahr 1944 traurige Bekanntheit: An diesem besonders günstig gelegenen Standort hatten die Deutschen (125 Soldaten der SS und 85 Kanoniere) im Juni eine starke Artilleriebatterie errichtet, mit der sie einen besonders breiten Küstenabschnitt abdecken konnten. Die Anlage war von der Organisation Todt, einer Bautruppe der Nationalsozialisten, so stark befestigt und verbunkert wurden, dass es nicht gelang, die Batterie aus der Luft zu zerstören. Neben dem natürlichen Schutz der Steilküste war die Anlage durch Minenfelder und Drahtverhaue gesichert. Sie stellte eine fürchterliche Bedrohung für die beiden für die Landung der amerikanischen Truppen gewählten Strände, Utah Beach im Westen und Omaha Beach im Osten, dar. 225 amerikanische Ranger hatten die Aufgabe, die deutsche Artillerie über das Küstengelände auszuschalten. Am 08. Juni 1944 überlebten nur knapp 80 amerikanische Soldaten die Kämpfe; die überlebenden und nicht gefangen genommenen deutschen Truppen am Pointe du Hoc zogen sich ins Landesinnere zurück.

    Pointe du Hoc ist eine landschaftlich schöne und sehr ansehnliche Küstenregion, die eine traumhafte Aussicht auf den Ärmelkanal bietet. Bei sehr guten Witterungsverhältnissen kann man sogar die Ländereien Großbritanniens in der Ferne erkennen. 🇬🇧
    Dennoch lässt sich an den zahlreichen Granaten- und Kanonenkratern die traurige Vergangenheit dieses Ortes festmachen; die Landschaft erinnert von der Form an die Mondoberfläche. 🌔 Ruinen der Deutschen Bunker sowie alter, verrosteter Maschendraht entlang des Küstenabschnittes sind heute noch Zeugen der zweitägigen Schlacht am Pointe du Hoc. Überall verteilt findet man Info-Tafeln und Gedenksteine, die einem die historischen Geschehnisse beschreiben. Eine gewisse Form von Demut und Mitgefühl liegt in der Luft; dieser Ort soll erinnern und niemals vergessen, und das gelingt ihm ‘par excellence‘.
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