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  • Day3

    Saint-Malo („Intra-Muros“)

    December 31, 2019 in France ⋅ ☀️ 4 °C

    🌇 Saint-Malo
    📍 Département Ille-et-Vilaine, Region Bretagne
    🌍 Frankreich 🇫🇷
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    48• 39’ N, 2• 1’ W
    Wetter: lange ☁️, danach ⛅️ und ein bisschen 🌤 4 Grad Celsius, 🌬 15 km/h (Glühwein und Grog helfen ein wenig... 🥶)
    Reisedauer: 2:00 h
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    Die Geschichte des „Korsarennestes“, der „Stadt aus Granit“ und der „Seefestung“ Saint-Malo reicht weit zurück: Sie entstand im 1. Jahrhundert v. Chr. aus Alet (eine in Frankreich gelegene römisch-katholische Diözese). Im 12. Jahrhundert erwächst aus dem alten römischen Hafen eine Stadt, die zunächst auf einer kleinen grünen Insel gegründet wird. Im 16. Jahrhundert machte sich Jacques Cartier von hier auf, Kanada zu entdecken und ganze Fischfang-Armadas landeten daraufhin in Neufundland. Die alle Seestraßen abklappernden Reeder sichern der Stadt ihren Wohlstand, die im Schutz der von den Schülern Vaubans errichteten Befestigungsmauern prosperiert. Im 18. Jahrhundert untermauern die Korsaren Duguay-Trouin und Surcouf das Ansehen Saint-Malos, dessen Standarte (🚩) unter der französischen Flagge weht (mit anderen Worten ... Piraten durften unter französischer Aufsicht Piratenzeugs machen. 🏴‍☠️)
    Als 1944 die Alliierten an der Küste der Normandie eines der gewagtesten, größten und folgenreichsten Landungsmanöver der Menschheitsgeschichte unternahmen, begann auch die Zerstörung der alten Stadt Saint-Malo (bretonisch Sant-Maloù). Als die letzten deutschen Truppen sich schließlich ergeben mussten, war die Stadt - vor allem die Altstadt - zu mehr als 85 Prozent zerstört; lediglich die gewaltigen Mauern um die Altstadt „Intra-Muros“ hatten weitgehend standgehalten. In den darauffolgenden Jahren wurde die Stadt von ihren energischen Bewohnern stilgerecht wieder aufgebaut und gilt heute als eine der größten und beliebtesten Touristenziele in Frankreich.

    Zutreffendes bitte ankreuzen:
    „Saint-Malo ist ...“
    🔲 der Hammer
    🔲 der Wahnsinn
    🔲 einfach nur schön und idyllisch
    🔲 für Geschichtsidioten wie Tim ein gefundener Diamant

    Im Ernst, man muss kein Geschichtswissenschaftler sein, um Saint-Malo als wirklich schön zu deklarieren (voller Fokus auf die Altstadt „Intra-Muros“; die restliche Stadt ist auch nennenswert, aber ist halt einfach eine Stadt. 😋). Wie eine Halbinsel liegt die Hafenpromenade im Meer; in den schmalen Pflastergassen der Altstadt von Saint-Malo reihen sich bunte Boutiquen und zahlreiche Restaurants aneinander. Hoch oben entlang der Wehrmauer können Besucher den Blick über das smaragdgrüne Meer, die weißen Sandstrände und den Hafen schweifen lassen. 💎 🏖 Ihre Silhouette ist das Wahrzeichen der alten Seefahrer-Stadt in der Bretagne. Selbst im Herbst und Winter ist der Besuch der Stadt ein aufregendes und ansehnliches Ereignis. Im Hafen lässt sich ein wunderschöner und bis ins Detail ausgeschmückter Weihnachtsmarkt auffinden. 🎄 UND die Preise sind auch recht erschwinglich (ganz untypisch für die Bretagne und Normandie).
    Absolutes #mustsee ‼️

    Fun Fact:
    Stolz sind die „Malouins“, die Bewohner der Stadt, vor allem darauf, dass ihre Flagge immer ein wenig höher als die französische flattert: Ein Ausdruck als Symbol der Unabhängigkeit, denn während der Hugenottenkriege erklärte sich die Stadt zur Republik. Das manifestiert sich auch in dem immer wieder zitierten Wahlspruch „Ni Français, ni Breton: Malouin suis!“ („Weder Franzose noch Bretone – Bürger von Saint-Malo bin ich!“) und dem Stolz, Einwohner einer Korsarenstadt zu sein. Im Gegensatz zu einfachen Piraten waren die Korsaren mit einem Kaperbrief („lettre de course“) ihrer Regierung ausgestattet, der sie offiziell legitimierte, feindliche Schiffe aufzubringen oder deren Besatzungen zwecks Lösegeldforderungen zu verschleppen ... legale Piraterie eben... 🤷🏼‍♂️
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