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¡Vamos, Südamerika!

Wir packen unsere Backpacks für das nächste Abenteuer - 6 Monate nach Südamerika! Laptops in den Schrank, Kisten packen und ab geht's. Hier wollen wir Euch von unserem Abenteuer berichten :) もっと詳しく
  • Ab in den dritt-tiefsten Canyon der Welt

    2025年12月17日〜20日, ペルー ⋅ ☁️ 15 °C

    Unser nächster Stopp ist der Colca Canyon, der zu den tiefsten Schluchten der Welt zählt. Mit einer Tiefe von 3.400m belegt er in der Rangliste der tiefsten Canyons Platz 3 und ist damit mehr als doppelt so tief wie der Grand Canyon in den USA. Außerdem werden dort noch heute Mais, Quinoa und Kartoffeln in den Terrassen angebaut, um die indigenen Dörfer zu versorgen - wie vor über 1.500 Jahren. 🌎

    Von Cusco aus fahren wir erst mit dem Nachtbus nach Arequipa, wo wir eine Nacht bleiben und am nächsten Vormittag nach Cabanaconde weiterreisen, dem Startpunkt für unsere Canyon-Wanderung. Da wir die Anreise ursprünglich anders geplant hatten, kommen wir ohne vorgebuchtes Hotel am Abend in Cabanaconde an. Das ist aber nicht schlimm, weil wir ein super tolles Gasthaus finden, mit leckerer Pizza aus dem Holzofen, tollem Frühstück und einem super netten Gastgeber. 🍕

    Früh am nächsten Morgen geht es los. Die ersten Schritte führen steil bergab, hinein in den Colca Canyon. Der Abstieg startet auf 3.300m Höhe und ist fordernd. Immer wieder laden kleine Aussichtspunkte zum Anhalten ein – nicht nur, um Luft zu holen, sondern um die schiere Größe des Canyons zu begreifen. Die Landschaft ist trocken, staubig und überall wachsen Kakteen. 🌵
    An diesem Tag steigen wir in nur 2 Stunden mehr 1.000 Höhenmeter hinab ins Tal. Mit der Zeit verändert sich die Landschaft: trockene Hochebene weicht grünen Terrassen, Avocado- und Feigenbäumen, und unter uns schlängelt sich der Colca-Fluss durch die Schlucht. 🏞

    Am späteren Nachmittag erreichen wir unser Ziel für die Nacht: San Juan de Chuccho - ein kleines, abgelegenes Dorf mitten im Canyon. Die Zeit scheint hier still zu stehen. Kinder spielen auf staubigen Wegen, Hühner laufen frei herum, und hier und da sieht man auch Mal ein Schwein.
    Abends gibt es ein hausgemachtes Essen, bestehend aus Quinoa-Suppe, Reis, Gemüse und Avocado aus eigenem Anbau. 🍛

    Der zweite Tag beginnt wieder mit einem Frühstück um 5:30 Uhr, denn der Aufstieg wartet. Die 1.000 Höhenmeter, die wir am Vortag abgestiegen sind, sollen heute im Frühsportprogramm erklommen werden. Wir sind froh, so früh gestartet zu sein, denn der Anstieg ist anstrengend und so können wir wenigstens der Mittagshitze entgehen.
    Kurz vor dem Ende der Wanderung werden wir mit einem Highlight belohnt: ein riesiger Andenkondor gleitet mit einer Spannweite von 3 Metern über unsere Köpfe hinweg durch den Canyon. Ein einzigartiger Anblick. 🦅

    Am späten Vormittag ist die Wanderung geschafft. Müde Beine, staubige Schuhe. Nach einem kleinen Snack bei unserem Lieblings-Gastgeber sitzen wir für die nächsten 6 Stunden im Bus zurück nach Arequipa, um von dort den Nachtbus zum Titicaca See und dann weiter über die Grenze nach Bolivien zu nehmen. 🚌
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  • Ausangate & Rainbow Mountains 🏔

    2025年12月12日〜16日, ペルー ⋅ ☁️ -1 °C

    Cusco ist ein Paradies für Abenteurer und bietet viele Möglichkeiten für Tagesausflüge und Wanderungen. Man könnte wahrscheinlich monatelang nur rundum Cusco wandern. Absolutes Must-See's sind dabei definitiv die Tagesausflüge zu den 7 Lagunen von Ausangate und den Rainbow Mountains! 🤓

    1) Die 7 Lagunen von Ausangate 🏞
    Der Wecker klingelt mal wieder um 4:30 Uhr, draußen ist es noch stockfinster. Wir freuen uns auf unseren Tag am Ausangate – einem der wunderschönen Berge der Anden. Die Fahrt aus Cusco führt durch kleine Quechua-Dörfer, Felder und offene Hochebenen, auf denen Alpakas und Lamas grasen.

    Die Wanderung startet auf 4.300 m Höhe und wird bis auf 4.700 m ansteigen. Schon nach den ersten Metern sehen wir die schneebedeckte Spitze des Ausangate – ein gigantisches Massiv, das sich wie ein Wächter über der Region erhebt.
    Der 12km lange Rundweg führt uns zu sieben Lagunen, die in unterschiedlichen Blautönen schimmern. Die Landschaft ist wunderschön und kann durch den Hagelsturm, in den wir beim Rückweg geraten, nicht getrübt werden. Wir erleben hier mal wieder 4 Jahreszeiten an einem Tag. 🌦

    2) Farben, die man nicht vergisst: Rainbow Mountain 🌈🏔

    Natürlich starten wir auch hierfür wieder unchristlich früh mit dem Bus Richtung Rainbow Mountains – oder wie die Einheimischen sagen: Vinicunca.
    Die Wanderung hier ist kürzer, aber steiler. Jeder Schritt führt tiefer hinein in eine Landschaft aus rotbrauner Erde, weißen Bergketten und weiten Tälern voller Alpakaherden - bis sich vor uns der Rainbow Mountain erstreckt.

    Vor uns liegen Farbschichten in Rot, Gelb, Grün, Blau und Orange. Es wirkt fast künstlich und ist einfach schön. Der Wind bläst eisig über den Pass als wir auf den bisher höchsten Punkt unserer Reise steigen (5.036 m).
    Oben angekommen ist der Blick in die Ferne noch spektakulärer: ganze Bergketten in Pastelltönen, Flusstäler voller Farben und der schneebedeckte Ausangate in der Entfernung.

    Aus irgendeinem Grund haben sich die Einheimischen hier überlegt, dass sie den Alpakas und Lamas Sonnenbrillen aufsetzen, Schlaufen ins Fell flechten und dies als Fotomotiv anbieten - absolut iconic! Die Tiere sitzen oder stehen in den Terrassen, stehen Modell mit den Touris und kauen gemütlich vor sich hin. Es wirkt fast als würden sie Kaugummi kauen, um ihre Coolness zu untermalen. Keine 10 Meter weiter wird Alpaka-Fleisch gegrillt und zur Probe angeboten. Was ist das für ein Ort hier auf 5.000 m... 🦙
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  • Der Salkantay Trek nach Machu Picchu 🥾

    2025年12月8日〜12日, ペルー ⋅ ☁️ 19 °C

    Nach 4 Tagen Akklimatisierung in Cusco starten wir in den 5-Tages Salkantay Trek nach Machu Picchu. Wir haben uns für den Salkantay Trek im Gegensatz zum klassischen Inka Trail entschieden, weil die Landschaft vielseitiger und der Weg weniger überlaufen sein soll. ⛰️

    Tag 1: Die erste Begegnung mit der Höhe

    Morgens um 5 Uhr sitzen wir schon im Reisebus und verlassen Cusco. Nach 3 Stunden Fahrt und einem leichten Frühstück geht's gemeinsam mit unserer 11-köpfigen Wandergruppe und dem Guide los. Der Weg führt durch grüne Täler, vorbei an kleinen Bauernhöfen und immer weiter aufwärts. Am späten Vormittag erreichen wir den Humantay See auf 4.200m Höhe. Der türkisfarbene See, eingerahmt von schneebedeckten Gipfeln, wirkt fast unwirklich und ist eine echte Belohnung für den super anstrengenden Aufstieg. Am frühen Nachmittag, nach insgesamt 10km und 600m Anstieg, erreichen wir unser Camp, wo wir uns hungrig über unser Mittagessen hermachen. Müde aber glücklich fallen wir abends in unserer kleinen Hütte ins Bett – begleitet von eisiger Bergluft und einem unglaublichen Sternenhimmel. ✨️

    Tag 2: Der Salkantay-Pass – Zum Gipfel auf "Sauerstoffentzug"

    Der zweite Tag ist der anspruchsvollste – und der beeindruckendste. Unser Guide nennt die bevorstehende Wanderung liebevoll den "Gringo Killer" - das kann ja heiter werden. Wir stehen um 5 Uhr auf und trinken zur Vorbereitung auf die Höhe des heutigen Tages erstmal einen Koka-Tee. Dann geht's los! Der Weg wird steiler, die Luft dünner und es wird echt kalt. Dann, auf 4.600 Metern, stehen wir am Salkantay-Pass - dem bisher höchsten Punkt unserer Reise. Vor uns erhebt sich der mächtige Nevado Salkantay, um unsere Ohren pfeift der Wind. 🗻
    Nach einem längeren Versuch, Caros Aufgabe des Herzens auf einem Foto zu erfüllen, geht es mit einsetzendem Hagel wieder runter. Der Abstieg führt durch eine völlig andere Landschaft: Geröll wird zu grünem Tal. Es hagelt, dann ist es neblig, dann folgt Regen. Am Abend erreichen wir nach 20 km und 600m Anstieg/ 1.600m Abstieg unser Camp - erschöpft, aber stolz. Wir sind froh, uns vorher so gut akklimatisiert zu haben, da heute 3 Teilnehmer unserer Gruppe mit Erbrechen, Übelkeit und/oder Schwindel vorerst aussteigen oder ein Pferd nehmen mussten. 💪

    Tag 3: Vom Hochgebirge in den Nebelwald

    Heute geht's immer weiter runter, die Temperaturen steigen. Wir wandern im strömenden Regen durch den Nebelwald, vorbei an dichter Vegetation und Wasserfällen. Am späten Vormittag erreichen wir Lucmabamba, wo Südamerika's längste Zipline auf uns wartet - suuper spaßig!
    Nachmittags können wir in natürlichen heißen Quellen entspannen – nach den Strapazen der letzten Tage tut das richtig gut. Abends gibt's dann zur Feier des Tages auch ein Bierchen. 🍻

    Tag 4: Auf alten Inka-Pfaden nach Aguas Calientes

    Der vierte Tag verbindet Geschichte mit Vorfreude. Wie immer geht's um 5 Uhr los. Über einen originalen Inka-Trail steigen wir 1000m hinauf zu Llactapata, einer wenig bekannten Ruinenstätte. Theoretisch könnte man von hier schon Machu Picchu sehen - für uns gibt's leider nur eine Wolkenwand.
    Der 1000m lange Abstieg führt uns schließlich nach Hidroelectrica und von dort entlang der Bahnschienen nach Aguas Calientes. Nach 24km Wanderung gibt es heute endlich wieder eine warme Dusche und ein richtiges Bett. Luxus fühlt sich selten so gut an. 🤗

    Tag 5: Machu Picchu – Der krönende Abschluss

    Noch vor Sonnenaufgang stehen wir am Eingang zu Machu Picchu. Die erste Stunde hier ist alles sehr neblig, wir können wenig sehen und fragen uns, ob das Weltwunder vielleicht etwas überbewertet ist. Als sich der Nebel verzieht und die ersten Sonnenstrahlen die Ruinen erleuchten, sind wir einfach nur beeindruckt, was hier vor über 500 Jahren errichtet wurde. Wir schlendern durch Tempel und Terrassen, erfahren mehr über die Geschichte der Inka und genießen die Sonne. 😎

    Fünf Tage voller Anstrengung, Staunen und intensiver Naturerlebnisse – der Salkantay Trek war mit über 70km, knapp 1500m Anstieg und 2500m Abstieg wirklich ein wilder Ritt. Vorher hat man uns gesagt, dass es hier 4 Jahreszeiten an einem Tag geben kann - stimmt. Wir sind richtig froh, als wir hundemüde abends wieder in Cusco ankommen. Am nächsten Morgen werden wir auf jeden Fall Mal bis mindestens 8 Uhr ausschlafen. 😴
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  • Akklimatisieren in Cusco ⛰️

    2025年12月4日〜8日, ペルー ⋅ ☁️ 15 °C

    Mit unserer Ankunft in Cusco beginnt ein neues Kapitel unserer Reise – eines, das vor allem eins verlangt: erst einmal langsam machen. Auf rund 3.400 Metern Höhe ist Akklimatisieren kein optionaler Programmpunkt, sondern absolute Priorität, um unser anstehendes Wanderprogramm bis über 5000 Höhenmeter hinaus zu meistern. Um die mysteriöse Höhenkrankheit zu vermeiden heißt es: Viel Wasser trinken, leichte Mahlzeiten, kurze Spaziergänge statt großer Touren und immer wieder Pausen einlegen. Das peruanische Wundermittel zur Unterstützung heißt Koka - egal ob in Form von Tee oder Blättern. Koka mindert nicht nur die Symptome, sondern macht den Körper auch leistungsfähiger. Vielleicht ist das auch ein Grund, wieso es in Deutschland illegal ist und unter die Betäubingsmittel fällt. Geschmackstechnisch würde es sich aber ohnehin nicht lohnen, etwas mitzubringen. Man kann ebenso gut auch auf Schwarzteeblätter kauen 😃

    Cusco ist ein faszinierender Mix aus Inka-Geschichte und kolonialer Architektur, denn auch hier haben die Spanier auf Entdeckungstour einige indigene Infrastruktur durch koloniale Bauten ersetzt. In der Innenstadt pulsiert das Leben. Straßenkünstler, Märkte, Cafés und kleine Läden machen die Stadt gleichzeitig geschäftig und charmant. Seit langer Zeit schlendern wir mal wieder durch eine Stadt und lassen uns durch Kaffee, Essen oder andere Sachen in Läden reinziehen. ☕️

    Nachdem das mexikanische Essen uns schon verzaubert hat, ist aber gleichermaßen das Entdecken der peruanischen Küche ein echtes Highlight – und zwar nicht nur im Restaurant. In einem Kochkurs lernen wir, wie vielfältig und aromatisch die Gerichte sind. Es gibt frische Zutaten vom Markt, überraschende Kombinationen von Gewürzen und viel Liebe zum Detail, abgerundet mit einem Pisco Sour. Achtung, Nerd-Wissen: Peru hat über 4000 Kartoffelarten und ist Heimat des Quinoa. 🤓

    Außerdem haben wir nach langer Zeit mal bekannte Gesichter aus Deutschland gesehen - Lea und Hauke. Lea arbeitet mit Luc bei UNITY und macht zu derselben Zeit am selben Fleck der Welt mit ihrem Mann Hauke ebenfalls ein Sabbatical. Und wir haben es endlich geschafft, uns an einem Abend zu treffen und haben über bisherige Erlebnisse gemeinsam gelacht 🙂

    Cusco hat uns sanft empfangen mit gutem Kaffee zum Entschleunigen, beeindruckender Inka-Geschichte und großartigem Essen. Die Stadt ist der perfekte Ort, um anzukommen – körperlich wie kulturell – bevor es weiter in die Anden geht. 🇵🇪
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  • Abschied aus dem Food Heaven 🌮

    2025年12月3日, メキシコ ⋅ ⛅ 27 °C

    Mexiko wurde uns im Vorhinein schon von Freunden und sämtlichen Reiseblogs als kulinarisch sehr reiches und diverses Land angepriesen. Nach den knapp 5 Wochen können wir das nur so unterstreichen. Wir wollten Euch aber gerne mal eine grobe Idee der mexikanischen Kulinarik, verschiedenen Speisen und Getränke geben. FindPenguins erlaubt 25 Bilder pro Footprint - die haben leider nicht gereicht. Wir hätten quasi jeden Tag in Mexiko etwas Neues probieren können. Mexiko ist ein Foodie-Land!🌈

    Außerdem ist es wieder Zeit für ein kurzes Update zu unseren Honeymoon Highlights:

    38 insgesamt | 12 Highlights geschafft ✅️ | 26 tolle Highlights noch offen

    9. Probiert das Pan de Muerto während dem Día de Muertos (Elli & Samu) - Wir haben in Oaxaca alles probiert und natürlich auch das Pan de Muerto 🍞

    10. Ein Foto von Euch, wie ihr geschminkt bei der Totenfeier in Mexiko feiert (Luisa & Theresa) - Gefeiert wurde viel und einen Abend natürlich auch geschminkt 🤡

    11. Macht ein GIF davon, wie ihr beide einen Purzelbaum am Strand macht (Luisa) - Hierfür haben wir hervorragendes Videomaterial am Strand von Sayulita erzeugt 🤸‍♂️

    12. Damit ihr auf eurer Reise fit bleibt, solltet ihr auch etwas Akro-Yoga machen. Schickt mir daher bitte ein Video, wie ihr euch am Strand mit tropischen Früchten ertüchtigt (Thomas) - Der Purzelbaum war noch einfach, aber Akro-Yoga war eine andere Nummer. Die anderen Strandbesucher in Sayulita hatten viel Spaß bei unseren Versuchen - wir aber auch beim "Front Bird" 🧘‍♀️😀

    Mit grob einem Drittel der Aufgaben und einem Drittel der Zeit in der Tasche sind wir on track. Es folgen aber noch tolle Aufgaben mit Lamas, Bergselfies und mehr!

    Mexiko hat uns definitiv sehr viel Spaß gemacht. Nicht nur das Essen war großartig, sondern das ganze Land! Wir durften den einzigartigen Día de Muertos erleben, haben an malerischen Stränden entspannt, sind in wundervollen Städten geschlendert und haben offene, tolle Menschen getroffen. Und das alles war nur ein Bruchteil von Mexiko (schaut Euch unsere Footprints und ganz Mexiko mal an 🌎)!

    Mexiko bekommt von uns 10 von 10 🌮-Punkte auf der Länderskala und wir werden irgendwann zurückkehren! Wir reisen mit mindestens einem weinenden Auge, aber definitiv mit einem vollen Magen weiter nach Peru. 😋
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  • Bacalar: 3 Tage wach 🫨🥱

    2025年11月30日〜12月3日, メキシコ ⋅ ☁️ 29 °C

    Bacalar haben wir uns zur Entspannung zum Schluss aufbewahrt. Hier gibt es eigentlich nur eins: Ruhe, türkises Wasser und sanfter Wind in der „Lagune der sieben Farben“. Das Wasser der Lagune stömt unterirdisch aus Cenoten und je nach Licht wechselt das Wasser zwischen hellem Türkis, kräftigem Blau und fast gläsern durchsichtig. 🏝

    Bacalar ist ein Ort, an dem die Zeit langsamer läuft – für uns nicht nur am Tag, sondern auch in der Nacht. Denn jedes Paradies lockt auch Partyvolk an, welches gerne ein Stück Lagune abhaben möchte. Es gibt nicht viele Clubs in dem Ort, lediglich ein Partyhostel und einen Schuppen mit Karaoke. Es kam wie es irgendwann kommen musste: Unser AirBnB liegt genau zwischen den beiden, Wand an Wand. Und so verbringen wir unsere Zeit in Bacalar mit traumhaften Ausflügen tagsüber und traumlosen Nächten, in denen wir auf das letzte Lied in der Karaoke-Bar warten (...leider bis 5 morgens). 😴

    Los Rápidos - Paradies auf Erden 🌴
    Unser erster Ausflug führte uns zu Los Rápidos, einem schmalen Abschnitt der Lagune, in dem das Wasser schneller fließt. Der Ort ist ein kleines Paradies: die Strömung ist stark genug, dass man sich einfach treiben lassen kann, aber sanft genug, um sich dabei völlig sicher zu fühlen. Also: Schwimmweste an, reinlegen, die Arme spreizen – und dahin gleiten wie ein glücklicher Wassertropfen auf Reisen.
    Neben den Holzstegen wachsen große Kolonien der berühmten Stromatolithen, die Bacalars Ökosystem so besonders machen. Von den Plattformen aus kann man den ganzen Farbverlauf der Lagune beobachten. Los Rápidos ist einer dieser Orte, an denen man denkt: „Okay, das hier ab jetzt für immer muss der Himmel sein.“ Für uns einer der Top 3 Orte auf unserem Mexiko Trip. 🫶

    SUP-Tour bei Sonnenaufgang auf der Lagune 🏄‍♀️
    Am nächsten Morgen klingelte der Wecker absurd früh. Nach einem 2-3 stündigen, gefühlten Nickerchen bei Karaoke-Geschrei stehen wir auf und gehen los. Um die Ecke passieren wir noch die Schnapsleichen, mit denen wir quasi zusammen die Nacht verbracht haben. Aber als wir schließlich mit unseren SUP-Boards unter dem klaren Sternenhimmel auf dem Wasser stehen, ist alles vergessen. Noch im Dunkeln fahren wir in einer Gruppe aus SUPs und Kayaks über die Lagune. Während der Himmel langsam heller wird, ändert sich auch die Lagune: aus einem tiefen Blau wird erst ein sanftes Grau, dann ein pastellfarbenes Türkis. Der Moment, in dem die Sonne die Wasseroberfläche zum Glitzern bringt, fühlt sich an wie ein kleiner Zaubertrick der Natur. Mit dem ersten Sonnenstrahl servieren uns unsere Guides ein Frühstück aus Kaffee, Früchten und Toast auf einem SUP. Das bisher beste Frühstücksbuffet! Diese Tour war definitiv ein außergewöhnliches Highlight unserer Reise. 😎🏄‍♀️

    Beach Bars & Wasserzugang 🏖
    In Bacalar gibt es zudem noch Stege und Beach Bars, über die man Zugang zur Lagune bekommt. Das Wasser ist überall so flach, dass man stehen kann und es gibt Hängematten und Schaukeln im Wasser.
    Das haben wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. Erwähnenswert ist bei dem ganzen Tourismus definitiv, dass die Einwohner sehr nachhaltig denken und immer neue Regeln zugunsten der Gesundheit der Lagune festlegen. So ist die Lagune beispielsweise jeden Mittwoch komplett geschlossen, nach Hochsaisons teilweise sogar länger. Schön zu sehen, dass Tourismus und Nachhaltigkeit Hand in Hand funktioniert 🙂

    Wenn wir mal die Nächte ausblenden, war Bacalar für uns ein Ort zum Stauen und entspannten Treiben. Zitat Sophia zu Los Rápidos: "Das ist vielleicht das coolste, was wir bisher gemacht haben!"
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  • Geburtstagsstop in Valladolid 🎂

    2025年11月26日〜30日, メキシコ ⋅ ☁️ 24 °C

    Vorletzter Stop in Mexiko ist Valladolid - eine kleine Stadt im Herzen Yucatáns, die wirkt wie ein lebendiges Postkartenmotiv mit kolonialer Architektur und Maya-Kultur vereint. Größer als eine Postkarte ist die Innenstadt aber auch nicht. 🏘

    Was Valladolid aber besonders macht: Die Stadt liebt Licht. Und zwar richtig. Mehrere Abende hintereinander finden an verschiedenen Orten Lichtershows statt, die Geschichte, Legenden und Kultur der Region auf künstlerische Weise erzählen. Das Kloster und die Kirche am Plaza Principal werden regelmäßig mit Licht, Musik und Erzählungen bestrahlt, sodass der ganze Stadtkern abends ein wenig magisch wirkt.
    Kurz gesagt: Wer in Valladolid ist und sich abends einfach ins Hotel legt, verpasst die halbe Stadt. 🎆

    Das Highlight in der Nähe von Valladolid ist Chichen Itza, eine der größten Maya Grabstätten mit Platz auf der Liste der 7 neuen Weltwunder. Die berühmte Pyramide von Kukulkán ist schließlich das Covermodel unter den Maya-Ruinen – und wir mussten uns selbst davon überzeugen, ob sie ihren Ruf verdient. Die Anlage ist weitläufig, beeindruckend und voller Details - vorallem aber auch voller Touristen, die mit unzähligen Bussen dort hingebracht wurden und jeder Menge Verkäufern von Souvenirs. Nachdem die Tourem aber zur Mittagszeit größtenteils weg waren, sind wir auf Entdeckungstour gegangen. Bei jedem Gebäude kann man auf den zweiten und dritten Blick noch etwas entdecken. Fazit: Tikal ist insgesamt definitiv besser, aber die schönste Pyramide hat Chichen. 🗺

    Unsere drei Tage in Valladolid waren eine Mischung aus Entspannung, Kultur und kleinen Abendabenteuern. Und unser persönliches Highlight war natürlich Sophias Geburtstag, an dem wir uns ein ausgiebiges Frühstück und ein feines Dinner gegönnt haben. Sehr lecker! Und ein kleiner Geburtstagskuchen beim Online-Plausch mit der Family darf natürlich auch nicht fehlen. 🤗
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  • Mérida, Cenoten & Flamingos 🦩

    2025年11月22日〜26日, メキシコ ⋅ ☀️ 31 °C

    Unsere letzten 10 Tage in Mexiko verbringen wir im Nordosten auf der Yucatan Halbinsel. Unser erster dreitägiger Stop ist Mérida, eine relativ "kleine", mexikanische Stadt mit 900.000 Einwohnern. Von hier kann man fast alles machen, was Yucatan zu bieten hat - Großstadt-Feeling mit Maya-Historie und tollen Tacos, die geheimnisvollen Cenoten von Homún und Flamingos an den Mangrovenwäldern von Celestún. Es wird ein Mosaik von Eindrücken. 🇲🇽

    Tag 1: Stadtführung und Schlendern in Mérida

    Unser erster Tag begann in den warmen Morgenstunden im historischen Zentrum von Mérida. Bei einer Stadtführung erzählte uns unser Guide von den indigen Wurzeln der Maya in Yucatan. Nach Guatemala waren die Maya vorallem in Yucatan ansässig, ehe die Spanier auch hier alles vereinnahmt haben. Vor langer Zeit war Yucatan eine reiche Region durch ihre Seilproduktion für die weltweite Schifffahrt und Industrie. Ab 1841 war Yucatan dann mal für 7 Jahre ein eigenständiger Staat, ehe sie sich Mexiko angeschlossen haben. Wir verspüren ein wenig bayrische Freistaat-Vibes, weil viele Flaggen des (schon sehr lang vergangenen) Yucatan-Staats in den Straßen hängen. Insgesamt ist die Innenstadt sehr angenehm zum Schlendern, da es ausnahmsweise eine gepflegte Infrastruktur mit durchgehenden Bürgersteigen gibt. Sonntags ist die Innenstadt sogar autofreie Zone und so radeln einige Mexikaner und Touristen flott durch die Stadt.

    Am Mittag folgen wir der Empfehlung des Guides und besuchen sein Lieblings-Taco-Restaurant. Die Empfehlung war so gut, dass wir am Ende alle drei Abende in genau der gleichen Taquería verbrachten - auch weil es drei hervorragende, vegane Tacos gab 🌮

    Den Abend verbringen wir entspannt in unserem AirBnB, seit langem mal wieder eine kleine Wohlfühloase für uns mit Pool, Outdoor-Küche und Hängematten zum gemütlichen Blog-Schreiben. 🫠

    Tag 2: Homún – Eintauchen in die Welt der Cenoten

    Am zweiten Tag stand etwas völlig anderes auf dem Programm: die Cenoten von Homún. Bereits die Fahrt dorthin lässt erahnen, dass man in eine andere Welt eintaucht. Einmal raus aus Mérida sieht man viele kleine Ortschaften, weite Felder und kleinere, felsige Landschaftsstreifen.

    Homún ist bekannt für seine zahlreichen Cenoten – natürliche Kalksteinlöcher, die durch den Einsturz von Höhlendecken entstanden und mit glasklarem Süßwasser gefüllt sind. Jede Cenote ist anders: Einige sind offen wie natürliche Pools unter freiem Himmel, andere liegen halbüberdacht in Felsbögen und manche führen tief hinab in Höhlen mit mystischer Atmosphäre. Das ist genau das, was man in allen Insta-Reels zu Yucatan sieht. 📷

    Am Ortseingang engagierten wir einen lokalen Mototaxi-Fahrer, der uns zu den verschiedenen Cenoten fährt und vorallem die besten Spots kennt. Dieses lokale Wissen ist goldwert, da es mehr als 100 Cenoten in der Region gibt und wir haben lediglich Zeit für 4-5. Er hat uns auf jedenfall sehr gut beraten und wir konnten in kühlem, türkisfarbenem Wasser schwimmen, in eine erst kürzlich entdeckte, kleine Cenote eintauchen und komplett allein dem leisen Tropfen von den Stalagtiten ins Wasser horchen. Jede Cenote war ein kleines Abenteuer – mal über schmale Stege, mal durch enge Eingänge und mal über Treppen ins Dunkel herab. Das war definitiv ein einzigartiges Naturhighlight, dass wir so vorher noch nicht erlebt haben 🗺

    Tag 3: Celestún – zwischen Flamingos und Mangroven

    Der dritte Tag führte uns an die Küste. Celestún ist ein Biosphärenreservat bei dem gleichnamigen kleinen Fischerdorf mit weißem Sandstrand. Wir fuhren also 3 Stunden mit dem öffentlichen Bus gen Westen. Zwar kostet der Bus nur ungefähr 4 Euro, aber kostenlos inklusive gibt es eine fast garantierte Erkältung, da der Bus auf 18 Grad heruntergekühlt wird. Um die Gäste auch ganz sicher abzukühlen, kann man keinerlei Lüftungsklappen mehr schließen, weil es diese Klappen einfach nicht mehr gibt. So sitzen wir mit Mütze, Fleece-Jacke und langer Hose im Bus, während draußen die Sonne bei 30 Grad brennt. 🥶

    Egal, wahrscheinlich denken sich alle in Deutschland gerade sowieso ihren Teil 😃... Das Highlight in Celestún ist eine Bootstour durch das Reservat. Hier trifft Süß- und Salzwasser aufeinander. Aus dem Grund ist es ein besonderer Lebensraum für Meerestiere, Mangrovenwälder, Vögel, Krokodile und vorallem für tausende Flamingos. Hier die Top 3 Angeberfakten zu Flamingos:
    🦩 Ihre rosarote Farbe bekommen sie von Fabstoffen aus ihrer Ernährung von Krustentieren und Algen. Jungtiere werden grau oder weiß geboren.
    🦩 Sie stehen oft auf einem Bein, weil es weniger anstrengend ist als das Stehen auf zwei Beinen.
    🦩 Sie sehen manchmal so aus als würden sie tanzen - mit dem Stampfen wirbeln sie Schlamm zur Futtersuche auf. 😃

    Zum Abschluss haben wir noch ein wenig Zeit am Strand verbracht, wo man mit unzähligen Fischschwärmen in dem glasklaren Wasser schwimmen kann. Und dann - wieder ab in den Eisschrank für 3 Stunden für die Rückfahrt. 🚌

    Fazit Mérida:
    Unsere drei Tage rund um Mérida fühlten sich an wie drei kleine Reisen in einer. Nur eine Konstante bleibt: "Für uns beide bitte jeweils die drei veganen Tacos und die Guacamole zur Vorspeise. Muchas gracías!" 😋
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  • Chamula: Schnaps & Hühner in der Kirche

    2025年11月21日, メキシコ ⋅ ☀️ 19 °C

    Der Besuch der Kirche von San Juan Chamula wird von nahezu allen Bloggern als eine der eindrucksvollsten Erfahrungen in Mexiko beschrieben. Auch für uns war es einer der ungewöhnlichsten Momente unserer Reise. 😁

    Die Kirche ist der spirituelle Mittelpunkt der in Chamula lebenden Tzotzil-Gemeinschaft. Die Bewohner verfolgen einen besonderen Glauben, der Elemente aus Maya-Traditionen und Katholizismus vereint. Allerdings unterscheiden sich die praktizierten Rituale deutlich von dem, was man aus klassischen katholischen Kirchen kennt. ⛪️

    Disclaimer: Die Aufnahme von Bildern ist in der Kirche streng verboten, da die Bewohner glauben, dass die Seele in dem Bild gefangen ist, wenn es während einer Zeremonie geschossen wird. Es folgt also so gut wie möglich eine möglichst visuelle Beschreibung unseres Besuchs 🙂

    ...schon beim Betreten schlägt uns die besondere Atmosphäre entgegen: Es riecht nach Kiefer und Nadelbäumen, wie bei einem Saunaaufguss, da der Boden fast vollständig mit Kiefernnadeln bedeckt ist. Der Durchzug des Öffnens der Tür weht einen warmen Luftzug ins Gesicht. In der Kirche gibt es keine Bänke oder andere klassische Ausstattung einer Kirche. Es stehen lediglich Tische am Rand, direkt vor den ca. 40 Figuren der Heiligen. Auf den Tischen flackern dicht an dicht hunderte, wenn nicht tausende Kerzen. Sie erwärmen den Raum. Das Licht und der Rauch der Kerzen, der Geruch und dazu die leisen murmelnden Gebete schaffen eine Intensität, die schwer in Worte zu fassen ist.

    Die Rituale der Gemeinde verbinden katholische Elemente mit den jahrhundertealten Traditionen der Maya – und genau diese Mischung macht die Zeremonien so außergewöhnlich. Viele Familien entzünden Kerzen, festgeschmolzen auf dem Boden, in bestimmten Farben, die für Gesundheit, Schutz oder Dank stehen. Vor ihnen stehen Flaschen mit Cola oder dem lokalen Maisbranntwein "Pox". Beides hat eine symbolische Rolle: Das Trinken und anschließende Aufstoßen gilt als reinigend, als ein Akt, der schlechte Energien aus dem Körper vertreiben. 🧞

    In der knappen Stunde, die wir in der Kirche verbringen, sind wir leise Zeugen von einigen Zeremonien. Sie finden vollkommen verstreut überall in der Kirche statt, wo noch Platz auf dem Boden ist. Sie werden oft durch Schamanen begleitet, die Gebete sprechen, Kerzen anbrennen und rhythmische Bewegungen ausführen. In manchen Zeremonien wird auch ein lebendiges Huhn eingesetzt. Das Tier wird während des Rituals sanft über den Körper der betenden Person geführt, um Krankheiten oder negative Einflüsse symbolisch aufzunehmen. Danach wird es im Rahmen der spirituellen Tradition opferiert, um diese Belastungen endgültig zu entfernen - dem Huhn wird an Ort und Stelle im wahrsten Sinne des Wortes der Hals umgedreht. Die Handlung ist nicht öffentlich-theatralisch, sondern leise, konzentriert und stark in der religiösen Praxis verwurzelt. Der Raum wird ab und zu gefüllt vom Gackern der Hühner... Zum Ende nahezu jeder Zeremonie, die wir beobachten konnten, wurden Schnaps, Cola und andere Softgetränke getrunken. 🍷

    Als wir die Kirche wieder verlassen, kommen wir uns vor, als hätten wir mehrere Stunden dort verbracht - so viele Eindrücke, so viele Details, so viel Neues, so intensiv. Für die Bewohner von Chamula ist die Kirche nicht ein Ort, den man einfach besucht – sie ist ein lebendiger Raum spiritueller Handlung, in dem jede Bewegung, jedes Gebet und jedes Ritual Bedeutung trägt.

    Nach dem Besuch der Kirche gehen wir zum nahegelegenen Friedhof. Auf dem Weg begegnen uns ausgestopfte Rinderköpfe an den Türen mancher Hütten, eine Art traditioneller Ritualschutz. Wenn man den Friedhof mit den einfachen Erdhügeln als Gräber aus der Ferne sieht, würde man denken, er ist total verschmutzt mit Plastikmüll. Aber, als wir näher kamen, haben wir gesehen, dass (natürlich) auch dort Cola- und Pepsi-Flaschen oder andere Softgetränke als Opfergaben auf den Gräbern liegen. Sie sind spuren des Totentags Anfang November. 👹

    San Juan Chamula ist irgendwie intensiv, ehrlich und voller kultureller Identität. Und für uns ist gleichermaßen bewunderswert und irritierend, wie Softgetränke Teil des Glaubens sind. Der Besuch wirkt noch lange nach, selbst wenn man schon wieder zurück in San Cristóbal de las Casas ist. 🙂
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  • Coca-Cola vs. San Cris

    2025年11月19日, メキシコ ⋅ ⛅ 13 °C

    Nach den vorigen Strand-Eskapaden hat es uns jetzt uns gen Osten ins kleine Städtchen San Cristobal de las Casas im Bundesstaat Chiapas verschlagen. Bevor wir von unseren Abenteuern und Erlebnissen in San Cris berichten, möchten wir die Möglichkeit nutzen, wieder einmal etwas Kultur und Hintergrundwissen zu teilen 🤓

    In San Cristóbal de las Casas gibt es ein dominierendes Thema, das untergründig brodelt. Wortwörtlich gesprochen brodelt ein Konflikt im Huitepec Vulkan, wo das Grundwasser für die Region entspringt und sie eigentlich versorgen sollte. In Wahrheit leidet die Region unter einer Wasserkrise und dem auch damit verbundenen Coca-Cola Konsum. Warum das?!

    Ein großer Teil der lokalen Bevölkerung hat keinen Zugang zu trinkbarem Leitungswasser, weil eine große Coca-Cola-Abfüllanlage in der Nähe enorme Mengen Grundwasser fördert – mit offizieller Genehmigung.

    Die Abfüllanlage ("Coca-Cola Femsa") befindet sich am Stadtrand von San Cristóbal. Die Fabrik nutzt zwei tiefe Brunnen, aus denen sie laut offizieller Konzession Wasser entnimmt - und zwar bis zu 1,3 Millionen Liter pro Tag. Zum Vergleich - San Cristóbal hat 200.000 Einwohner. Und während Coca-Cola täglich Wasser aus den Brunnen pumpt, sinkt der Grundwasserspiegel und das Trinkwasser in der Umgebung ist mittlerweile so verunreinigt, dass man nicht einmal Obst darin waschen kann, ohne schlimme Bakterien, Salmonellen oder Parasiten befürchten zu müssen.
    Die Einwohner müssen abgefülltes trinkbares Wasser in großen Mengen kaufen, um ihren normalen Alltag zu bewältigen. Teilweise kommt tagelang gar kein Wasser aus dem Hahn.

    (Nicht das Hauptproblem, aber kleine Randnotiz: Wir haben viele Schreckensberichte gehört und haben geradezu panische Angst, Wasser beim Duschen in den Mund zu bekommen oder vom Abspülen nasses Besteck zu nutzen. Deshalb nutzen wir hier sogar gekauftes Wasser, um Obst & Gemüse zu waschen, vom Zähneputzen ganz zu schweigen.)

    Was kommt hinzu?
    Durch den Mangel an Leitungswasser und den sowieso notwendigen Gang zum Markt ist Coca-Cola eine bequemere Alternative zum "teuren" Flaschenwasser. Denn ein Liter Cola kostet häufig nur 10–13 Pesos (ca 50 Cent), während 1,5 Liter Wasser bis zu 15 Pesos kosten (ca. 75 Cent).

    Außerdem sind Softdrinks in Chiapas, speziell in indigenen Gemeinden um San Cristóbal, tief in den Alltag und sogar in religiöse Rituale integriert - es wird zum Beispiel geglaubt, dass Rülpsen durch das Trinken von Cola böse Energien vertreibt.

    Wie ist es aktuell?
    Die Region hat den höchsten Pro-Kopf-Konsum von Softdrinks WELTWEIT mit durchschnittlich 2 Litern pro Tag. Jugendliche trinken laut Berichten sogar bis zu 10-mal täglich zuckerhaltige Getränke, und in der tzotzil-indigenen Bevölkerung konsumieren 5 von 10 Personen regelmäßig Softdrinks.

    Die gesundheitlichen Folgen des Konsums sind gravierend, etwa ein Anstieg der Diabetes-Sterblichkeit um rund 30 % in wenigen Jahren, sowie ein Großteil der Bevölkerung, der an Karies und Fettleibigkeit leidet.

    Es wirkt ein wenig wie in einer Distopie, einem schlechten Film. Außerdem ist ein bisschen wie ein Stockholm-Syndrom - denn ratet mal, wer das Wasser abgefüllt in Flaschen hier verkauft....

    Dieser Konflit beschäftigt uns irgendwie seit Tagen, auch weil wir immer wieder durch die unzähligen Coca-Cola Werbeschilder und auch die Grafittis in der Stadt daran erinnert werden. Wahrscheinlich werden wir erstmal keine Coke mehr trinken...
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  • San Cristóbal de las Casas (Chiapas)

    2025年11月16日〜22日, メキシコ ⋅ 🌧 18 °C

    Vom Strand ging es weiter nach Chiapas, einem Bundesstaat im östlichen Hochland von Mexiko. Hier ziehen wir für knapp 1 Woche in San Cristóbal de las Casas in ein AirBnB. Die kleine Stadt mit knapp 200.000 Einwohnern ist Ausgangspunkte für viele Aktivitäten in der Umgebung. Wir hatten ein buntes Programm mit viel Natur und spannenden Erlebnissen für jeden Tag:

    🥑 Am ersten Tag haben wir einen Kochkurs gemacht. Da nur wir teilgenommen haben, war es sogar ein Privatkurs. Zuerst haben wir mit Irma den lokalen Markt besucht. Sie hat uns alle möglichen Spezialitäten gezeigt und wir durften alles probieren, was wir wollen. Unsere Highlight waren getrocknete Hibiskusblüten (mit Zucker & Chili) und gezuckerte Mangostreifen mit Chili garniert - bester Snack!
    Mit allen Zutaten im Gepäck sind wir zurück und haben losgelegt. Auf dem Speiseplan standen Tamales - ein traditionelles zentralamerikanisches Gericht, das aus nixtamalisiertem Maisteig besteht, der mit Fleisch, Käse oder anderen Zutaten gefüllt und in Pflanzenblätter eingehüllt gedämpft wird (wir haben Versionen in Mais- und Bananenblättern gemacht). Wir haben sie gefüllt mit Austernpilzen (Sophia) oder Pulled Chicken (Lucas), Kräutern + Käse + 5omatensoße und zum Nachtisch mit Ananas, Kokosraspeln und Rosinen - alles unglaublich lecker 😋

    ♒️ Am zweiten Tag haben wir die Cascadas El Chiflon besucht - Wasserfälle ca. 3 Stunden entfernt von San Cris. Statt einer Tour haben wir uns dazu entschieden, mit den öffentlichen Bussen und Colectivos zu fahren. Dort reist man nicht nur mit den Locals zusammen, sondern auch mit Gemüse, Mehlsäcken und sonst was - keine Fahrt wie die andere 😃

    🏞 Außerdem gab es eine tolle Tour zum Sumidero Canyon. Bei einer 2-stündigen Bootsfahrt sind wir durch den Canyon gefahren. Die Felsen ragen teilweise 1000m in die Höhe. Das Flussbett ist Lebensraum für Iguanas, Affen, Pelikane, Krokodile und viele andere Tiere 🦎🐊

    ⛪️ Am letzten Tag waren wir in der Kirche von San Juan Chamula - dazu gibt es einen separaten Bericht.

    San Cristóbal ist aber nicht nur deswegen interessant, sondern spielt auch historisch eine zentrale Rolle für die indigenen Völker, da hier die Zapatistenbewegung ihren Urprung hat:
    Die Zapatisten, offiziell EZLN (Ejército Zapatista de Liberación Nacional), sind eine politisch-soziale Bewegung, die überwiegend aus indigenen Maya-Gemeinschaften besteht. Am 1. Januar 1994 – dem Tag, an dem NAFTA in Kraft trat – besetzte die EZLN mehrere Städte in Chiapas, darunter San Cristóbal. Ihre Botschaft: Protest gegen die jahrhundertelange Unterdrückung indigener Gruppen, Forderungen nach Autonomie, Anerkennung, Landrechten, Bildung und medizinischer Versorgung. Obwohl die bewaffneten Auseinandersetzungen schnell endeten, ist die politische und kulturelle Präsenz der Zapatisten bis heute überall in San Cris & Chiapas spürbar.

    Als Folge der Zapatisten-Bewegung verwaltet sich heute 64% der Fläche in dem Bundesstaat Chiapas selbst - die Kommunen zahlen keine Steuern, erkennen die mexikanische Regierung nicht an und kontrollieren sich selbst. Trotz des mittlerweile unscheinbaren Auftretens stehen Zapatisten für Themen, die weltweit aktuell sind: Indigene Rechte, nachhaltiger Umgang mit Ressourcen, Feminismus- und Geschlechtergerechtigkeit sowie Widerstand gegen neoliberale Wirtschaftsmodelle. Wie lang das noch währt wird auch entschieden durch die weitere Entwicklung der Region. Eine kommende Herausforderung wird sein, dass sich die Kartelle auch in Chiapas immer weiter ausbreiten und in das Gebiet der Zapatisten eindringen.

    Insgesamt ist immer wieder bemerkenswert auf wie vielen Ebenen das Land Mexico vor Herausforderungen steht: Der wirtschaftliche Druck durch die Politik Trumps, die Zahl der Rückkehrer aus den USA abgeschobenen Mexikaner, die Kartelle und anhaltenden Drogenkämpfe, die große Zahl von verschwundenen Zivilisten sowie die große Ungleichheit und die Spannungen innerhalb der diversen Bevölkerung. Mexiko ist wirklich vielschichtig! 🇲🇽
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  • Beach Life in Sayulita

    2025年11月9日〜15日, メキシコ ⋅ ⛅ 27 °C

    Die letzten fünf Tage haben wir im wunderschönen Sayulita verbracht. Dieses kleine Küstenstädtchen an der Riviera Nayarit vereint entspanntes Hippie-Flair, lebendiges Straßenleben und jede Menge ruhige Strandmomente – eine Kombination, die uns sehr viel Freude macht. 😎

    Wir hatten ein gemütliches AirBnB mit eigener Küche und haben es sehr genossen, nach einigen Wochen on-the-road endlich wieder selbst kochen (endlich Mal wieder viel Gemüse) und entspannt zu Hause frühstücken zu können. 🍳

    Oft sind wir schon mit dem ersten Licht des Tages aufgestanden und haben am Strand Sport gemacht. Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir viele Nachmittage am Meer verbracht und stundenlang den Surfern zugeschaut – es gab viele Longboarder und eine Gruppe kleinerer Kids, die suuuper gut surfen konnten. 🏄‍♀️

    Besonders schön kann man in Sayulita auch kleine Wanderungen durch den Dschungel zu abgelegenen Stränden machen. So sind wir beispielsweise zum Playa Malpaso gewandert, wo die Ruhe und Natur einen sofort in ihren Bann ziehen. 🏝

    Super cool sind auch die vielen Pelikane, die immer wieder nah über den Wellen segeln, um nach Fischen Ausschau zu halten. Vor allem vom Wasser aus, konnten wir diesen feinen Tieren dadurch super nah kommen. 🦤

    Kuriose Randnotiz: Das dominierende Fortbewegungsmittel in Sayulita ist ein Golfkart. Wieso und woher - keine Ahnung - sind aber praktisch und leise 😃
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  • Guanajuato: Stadt der Mariachi Bands

    2025年11月8日〜9日, メキシコ ⋅ ☀️ 24 °C

    Schon bei der Ankunft in Guanajuato fühlen wir uns, als wären wir in eine farbenfrohe Postkarte gestolpert. Die Häuser sind in verschiedenen Pastell- und Bonbonfarben gestrichen, Es ist ein schöner Anblick weil die Häuser der kleinen Stadt die Hügel hinaufwachsen. Im Zentrum gibt es viele schmale Gassen und ein paar Tunnelstraßen, die sich hier und da aus dem Untergrund hervortun. Hier, in Guanajato, machen wir vor Sayulita einen kurzen Stop, um einen Arbeitskollegen von Luc und seine Verlobte zu treffen.

    Unsere Anreise dauert einige Stunden Busfahrt und einen Flug am Vortag, wir sind froh, als wir endlich angekommen sind.
    Nach dem Check-in setzen wir uns für einen Snack in ein Kaffee. Durch das Fenster an unserem Platz im 1. Stock sieht es fast so aus, also würden wir in einem kleinen Dorf in Italien sitzen. Wir haben hier absolut keine Pläne und lassen uns einfach treiben: Durch die historische Altstadt mit den spanisch-geprägten Basilikas und Gebäuden, mit der Gondel zum Aussichtspunkt, wieder runter ins Getümmel und an den vielen tollen Essensständen vorbei. 🌃

    An sich schon ein nettes Städtchen, was wir aber nicht wussten - abends verwandelt sich die Stadt: Die Tradition von Guanajato ist, dass Mariachi-Gruppen in sogenannten "Callejoneadas" die Touristen in musikalisch geführten Touren durch die Gassen führen. Also schnappten wir uns Essen von den Essensständen, unter anderem die bisher besten Esquites, und liefen von der einen zur nächsten Mariachi-Band. Und es gibt nicht nur diese Touren, sondern zusätzlich noch weitere Bands, die in den Straßen für Restaurantgäste oder andere Touristen spielen. So fanden wir uns am Ende in einem kleinen Park wieder, ein kühles Bier in der Hand, und lauschten teilweise 5 Bands gleichzeitig, die um die Wette spielten 🪕🎺🎻🎶

    Leider erst sehr spät kommt der Arbeitskollege und seine Verlobte um Mitternacht an. Nach ein paar Tacos auf der Straße sitzen wir noch bis in die Nacht zusammen und quatschen...

    Auch wenn wir insgesamt nur 1 Tag in Guanajuato verbracht haben, war es jede Stunde Busreise wert für die sehr originäre Mariachi-Erfahrung und unser Treffen. Wenn jemand einen Wochenendtrip in Mexiko machen möchte - wir können Guanajuato empfehlen 😃
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  • Surfen in Puerto Escondido 🏄‍♀️

    2025年11月3日〜7日, メキシコ ⋅ ☀️ 30 °C

    Nach der ereignisreichen Woche in Oaxaca haben wir uns ein wenig Entspannung eingeplant und haben uns in Puerto Escondido eingebucht. Der Ort hat den kleinen Stadtteil Punta Zicatela, in welchem man viele Backpacker, Aussteiger und vor allem Surfer antrifft. Nach der sehr "originalen" Erfahrung in Oaxaca ist es hier das absolute Gegenteil. In Punta Zicatela gibt es Restaurants aus allen möglichen Küchen der Welt, einen Eisladen (3€ pro Kugel 😵), Cocktail Happy Hours von morgens bis abends und Surfverleihe. Wir sind ein wenig außerhalb in einem Hostel, in dem es nur wenige kleine Cabañas (Hütten) gibt - abseits des Partytrubels. 🛏

    Hier haben wir uns für 3 Tage eingerichtet:
    🏄‍♀️/🏃‍♂️ Morgens um 5:45 Uhr aufstehen und ab zum Strand zum Surfen oder Laufen. Sophias Fuß war wieder fit 🎉

    🌮 Danach im Hotelzimmer Früchte und Gemüse schneiden für Müsli oder Tostadas auf der Terrasse mit Kaffee vom Laden uns Eck

    🗺 Dann der Mittagshitze entfliehen und ein bisschen Reise weiter planen und buchen

    😎 Den Nachmittag in der Hängematte entspannen mit einer kalten, frischen Kokosnuss und lesen oder telefonieren

    🏖 Ab 16 Uhr wieder an den Strand zum Schwimmen

    🌅 Sonnenuntergang genießen, ein Kaltgetränk trinken und die letzten Surfversuche auf dem Meer beobachten

    🍴 Dinner und danach ins Hotelzimmer und früh Schlafen

    Am letzten Tag haben wir noch eine deutsche Reisende getroffen, die in München als Psychotherapeutin arbeitet und deren Schwester im Hekscher Klinikum arbeitet - in der Klinik, wo Luc noch im September für ein Projekt zu Besuch war. Die Welt ist so klein...

    Wir haben die entspannte Atmosphäre und den schönen Strand hier sehr genossen. Wir hätten noch ewig bleiben können, weil wir diese Tage so sehr geliebt haben! 💯
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  • Dia de Muertos: Ofrendas auf Friedhöfen

    2025年11月1日, メキシコ ⋅ ⛅ 16 °C

    Der Día de los Muertos („Tag der Toten“) ist einer der wichtigsten und farbenfrohsten Feiertage in Mexiko. Er findet jedes Jahr am 1. und 2. November statt und verbindet indigene Tradition mit katholischem Glauben 🙏

    Die Mexikaner glauben, dass an diesen Tagen die Seelen der Verstorbenen zurückkehren, um ihre Familien zu besuchen. In Mexiko gilt jemand erst als tot, wenn er vergessen wird. Der Día de los Muertos ist also ein Fest des Lebens und der Erinnerung. Es zeigt, dass Liebe und Verbindung über den Tod hinaus bestehen. Statt Trauer herrschen Fröhlichkeit, Musik und Farben, um das Weiterleben der Seele zu ehren 🎉

    Der Friedhof spielt beim Día de los Muertos eine zentrale Rolle, da ihn Familien besuchen, um die Gräber ihrer Angehörigen zu säubern und zu schmücken. Die Familien verbringen oft die ganze Nacht am Friedhof, um ihren Angehörigen nah zu sein. Der Besuch auf dem Friedhof ist eine fröhliche und lebhafte Feier, bei der Familien gemeinsam essen, den Verstorbenen gedenken und die Rückkehr der Seelen ehren.

    Die Familien errichten zuhause und/oder auf dem Friedhof Altäre (Ofrendas) mit Blumen (besonders Ringelblumen), Kerzen, Fotos, Weihrauch sowie den Lieblingsspeisen und -getränken der Verstorbenen. Wir haben hier alles mögliche gesehen: Mezcal, Cola, Bier, Tamales, Süßigkeiten, Obst & Gemüse, Brot, sogar Zigaretten.
    Man glaubt, dass die Toten den „Duft“ oder die „Essenz“ der Speisen genießen. 🧞‍♂️🧞‍♀️

    Wir waren überrascht wie lebhaft es vor und auf den Friedhöfen zuging: es gab laute Livekonzerte, Mini-Achterbahnen und Losbuden, unzählige Essens- und Getränkestände und jede Menge Mezcal & Bier. Die Familien waren am Grab versammelt, manche waren ruhig und schweigsam, andere haben gelacht und laut Musik gehört. 🌛

    -> Wir waren uns vorab unsicher, wie (un)sensibel es ist, in den entsprechenden Nächten auch auf den Friedhof zu gehen und haben lange mit uns gerungen (bis uns auf den Straßen andauernd Touren zu den Friedhöfen angeboten wurden).
    Wir waren überrascht wie touristisch überlaufen die Friedhöfe, die wir besucht haben, am Ende waren (es wurden ganze Busse an Touristen und Touren abgeladen).
    Unser Fazit ist insgesamt ziemlich ambivalent...
    Wir sind unendlich dankbar, die besondere und einmalige Stimmung erlebt zu haben und finden den Brauch / Glauben der Mexikaner super schön und tröstlich. Davon werden wir uns sicher etwas mitnehmen und behalten. Andererseits waren wir erschrocken und erschüttert wie taktlos sich manche Touristen den trauernden Angehörigen gegenüber verhalten haben und wie schamlos diese direkt fotografiert wurden. <-

    Auf einem kleineren Friedhof hatten wir unsere eindrucksvollste und schönste Erfahrung. Dort gab es eine Comparsa (Musikgruppe), die von Grab zu Grab gezogen ist und live Musik gespielt hat. Die Anwesenden haben fröhlich getanzt und die Angehörigen haben großzügig Mezcal an alle ausgeschenkt. Wir waren zufällig dort und damit Teil der spontanen Feierlichkeit. Unvorstellbar für uns nachts auf einem Friedhof zu Live-Musik einer Band zu tanzen und zu feiern - und Mezcal zu trinken. Toller Moment! 😊
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  • Dia de Muertos: Comparsas

    2025年10月31日, メキシコ ⋅ ⛅ 21 °C

    Eine große Tradition zum Totentag in Mexiko sind die Comparsas. Eine Comparsa beim Día de Muertos ist eine festliche und farbenfrohe Prozession, ähnlich einem Karnevalsumzug. Die Mexikaner verkleiden sich in kreativen und oft gruseligen Kostümen, tanzen zu traditioneller Musik und füllen die Straßen mit Party und Freude. Für sie ist die Comparsa ein fröhlicher Weg, die Feierlichkeiten zum Tag der Toten zu begehen und den Kreislauf von Leben und Tod zu zelebrieren.

    ...soweit das, was Reiseführer und Plakate einem verraten. Was uns vorher nicht gesagt wurde: Diese Comparsas finden meistens komplett zufällig irgendwo statt, die Musik (ein Musikzug mit Blasinstrumenten und Trommlern) steckt alle sofort zum Tanzen an, Schminkgesicht geht immer und die Mexikaner sind ziemlich locker drauf mit Feuerwerk in der Hand. 😃🎆🎉

    Die Videos können hoffentlich ein wenig die Atmosphäre vermitteln. Trotzdem, man muss mal hier gewesen sein und das miterleben. Es ist Party, Freude und Tradition über 4 Tage hinweg, Tag und Nacht... 🎃
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  • Oaxaca - Street Food & Wrestling

    2025年10月28日〜11月3日, メキシコ ⋅ ☀️ 28 °C

    Oaxaca de Juárez liegt im Staat Oaxaca und ist für seine vielen Traditionen, das gute Essen mit lokalen Spezialitäten und die schönen Häuser bekannt. 🏘

    Hier haben wir die letzte Woche verbracht und uns total wohlgefühlt. Wir haben uns durch das Street Food probiert und durch die Stadt treiben lassen, um möglichst viel von der festlichen Stimmung des Dia de Muertos mitzuerleben (der Totentag ist eher eine Partywoche statt eines einzelnen Feiertags).
    Das Street Food würde wahrscheinlich reichen, um eine Woche lang für jede Mahlzeit etwas anderes zu essen. Ungefähr das haben wir probiert, sind aber unseren Lieblingsspots oft treu geblieben und hatten auch morgens mal Lust auf eine Frühstücksbowl mit einem leckeren Café Americano. Unsere Favorites waren Tlayudas (großer Maistortilla gefüllt mit Bohnenpaste, Käse und Gemüse), Tacos und Quesadillas (Tortilla gefüllt mit Käse und Champignons oder Kürbisblüten) von "Oma Carmen", Kakao mit Pan de Yema (Milchbrötchen), Elotes (Maiskolben mit Mayo und Käse) und Esqites (gekochter Mais gemischt Mayo und Käse im Becher) 🌽
    ...und mit der ganzen Energie vom Essen haben wir es auch zweimal ins Fiti geschafft. 💪

    Eins unserer großen Highlights war das Lucha Libra Wrestling Match zwischen Mystico & Mascara Dorada und Gran Guerrero & Nitro. Lucha Libre ist in Mexiko ähnlich populär wie Fußball in Deutschland oder Baseball in den USA. Wenn Mexikaner zu Lucha Libre gehen, dann bringen sie ihre Familie mit und lassen ihre komplette Energie in der Arena. Die Stimmung war super und die Matches absolut unterhaltsam. Wir sind extrem hyped und die größten Fans. 🤼‍♂️
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  • ¡Viva Mexico! 🇲🇽

    2025年10月28日, メキシコ ⋅ 🌙 11 °C

    Auf geht es nach Mexiko!

    Mexiko haben wir uns bewusst zu der Zeit eingeplant, weil Ende Oktober das Fest des Totentags "Dia de Muertos" stattfindet. Der "Dia de Muertos" ist das größte Event in Mexiko und das wollen wir natürlich miterleben. 👻

    Außerdem haben wir Oaxaca, die Hauptstadt des Street Foods, Jalisco für Strandtage, Chiapas und die Yucatan Halbinsel auf dem Plan. An jedem Ort haben wir mehr oder weniger 5 Tage und nehmen uns etwas mehr Zeit für die Reiseziele 🙂

    Next up - Dia de Muertos via Flugzeug nach Mexiko City und Nachtbus nach Oaxaca 🚍
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  • ¡Adiós, Guatemala! 🛫

    2025年10月27日, グアテマラ ⋅ ☁️ 25 °C

    Nach eindrucksvollen und aufregenden 4 Wochen verlassen wir Guatemala, unsere ganz tolle, erste Station. Das Land bietet alles, was wir lieben - Strand, Stadt, Natur, Wandern, tolles Essen, eine interessante Kultur und ganz herzliche, tolle Guatemalteken! Wir haben schon abgemacht, dass wir definitiv nochmal zurückkommen werden, weil wir bei Weitem nicht alles erkunden konnten und vor allem noch einzigartige Vulkan-Hikes ausstehen, die auf unserer Bucket List landen. 📝

    Für unsere Reise hat Thilo uns ein besonderes Hochzeitsgeschenk gemacht: Am Abend unserer Hochzeit im Juli konnten unsere Gäste uns Aufgaben für die 6 Monate stellen, die wir dann möglichst in unsere Reise einbauen sollen als unsere "Honeymoon Highlights". Zusätzlich hat jeder angegeben, wie der Nachweis aussehen soll - entweder ein Foto, Video, GIF oder ein Videoanruf. Es ist ein schöner Gedanke, dass wir 6 Monate lang flittern. 👫

    Jedenfalls würden wir gerne nach jedem Land ein kurzes Update geben, wie es um unsere Honeymoon Highlights steht:

    38 insgesamt | 8 Highlights geschafft ✅️ | 30 tolle Highlights noch offen

    1. Probiert ein neues, lustiges, verrücktes Essen (Simo) - Das war die tolle Orange mit dem seltsamen Gewürz in Chichi (und noch vieles mehr) 🍊

    2. Schaut Euch einen tollen Sonnenaufgang an (Simo) - Der Sonnenaufgang am Fuego Vulkan (und noch ca. 5 weitere wunderschöne Sonnenaufgänge woanders) 🌄

    3. Macht einen Kochkurs mit tollen landestypischen Speisen und schickt uns die Rezepte (Phidi) - Pepian Kochkurs in Antigua 👩‍🍳

    4. Esst ein ausgefallenes, einheimisches Gericht (Bina) - Desayuno tipico de Guatemala mit Spiegelei, Bohnencreme, Käse und frittierten Kochbananen 🍳

    5. Lasst Euch dabei fotografieren, wie ihr bei einem Salsakurs mitmacht (Caro) - Salsa- und Bachata-Kurs in San Pedro 💃

    6. Würfelt mindestens einen Kniffel und sendet uns ein Foto (Luki & Juli) - Geschafft von Sophia in San Juan beim Kaffee am Nachmittag 🎲

    7. Facetime Anruf nach Eurer Wanderung auf den Fuego (Linda & Christian) - Haben wir gemacht, war sehr schön das mit Euch zu teilen 📲

    8. Trinkt ein Caipirinha (Julia & Jo) - Den haben wir uns gerne in Flores gegönnt 🍹

    Danke an Thilo für diese tolle Idee - es macht uns sehr viel Spaß und bringt uns weitere tolle Momente! Danke auch an all unsere Freunde und Familie für die tollen Aufgaben! Wir halten Euch auf dem Laufenden 🙃

    Auf geht's nach Mexiko... 🛫
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  • Tikal - Ursprung der Maya

    2025年10月25日, グアテマラ ⋅ ☀️ 32 °C

    Im Norden liegt nicht nur das kleine Halbinsel-Dorf Flores, sondern auch Tikal - das Zentrum der Maya. Die Maya-Kultur und -Sprachen sind heute noch tief verwurzelt in der Küche, dem Glauben und dem Alltag der Guatemalteken 🇬🇹

    In dem Nationalpark kann man die ehemaligen Tempel, Paläste und Pyramiden der Maya bestaunen. Bis ca. 900 n. Chr. lebten hier 100.000 Menschen. Bei feuchter Luft im sattem Grün des Dschungels ragen uralte Steintempel über die Baumkronen heraus. Alles haben sie gebaut ohne Rad, ohne Seilzug, ohne alles, wohl ca. 4000 Menschen pro Tag für 30 Jahre - und das war nur ein Tempel. Das Verrückte ist: Die Maya haben alles abgeholzt und vor über 1000 Jahren muss es hier ausgesehen haben wie in unseren Städten heute - Stein auf Stein, Straßen, Gebäude und wenig Grünflächen. Heute sieht es eher so aus wie in einer Filmkulisse zu Indianer Jones oder Tomb Raider. ⛰️

    Während unserer Tour sehen wir nicht nur die bis zu 65 Meter hohen Tempel, sondern auch Brüll- und Klammeraffen, Papageien, Lemure, Taranteln und einiges mehr. Nach 3 Stunden Tour folgt der Höhepunkt des Tages: Der Sonnenuntergang hoch oben über dem Dschungel, auf Augenhöhe mit den Maya Tempeln und den Baumkronen. Ganz still horchen alle in das Grün und es dauert nicht lange bis Brüllaffen die Stille des Moments füllen. Der Moment ist magisch und wir sitzen erstaunt am Geländer bis es dunkel wird 🌅

    Der Rückweg im Dunkeln ist dann nochmal eine komplett andere Erfahrung, weil man nichts mehr als den Lichtkegel seiner Taschenlampe sieht, aber man hört ganz viel. Der Dschungel schläft nicht. Unser letzter Weggefährte ist eine Tarantula - laut Guide nicht giftig für Menschen aber für Pferde. Wie das funktionieren soll, haben wir nicht mehr hinterfragt... 🕷
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  • Flores, unsere Oase 🏝

    2025年10月23日〜27日, グアテマラ ⋅ ⛅ 30 °C

    Unsere letzte Station in Guatemala ist Flores, eine kleine Halbinsel im Norden des Landes. Nach unserem actionreichen Programm in Antigua und San Pedro kommt uns die kleine Insel für ein wenig Entspannung sehr gelegen. In Flores gibt es alles, was wir brauchen: Street Food & tolle Restaurants, ruhige Straßen, SUPs & Kayaks, eine tolle Unterkunft und Sonne 😎

    Vorher mussten wir aber erstmal die Fahrt mit dem Nachtbus hinter uns bringen. Der Zwischenstop in Guatemala City war erwartbar gruselig, die Fahrt an sich aber ganz gut. Bei der Ankunft überraschte uns unsere eigene AirBnB Buchung von vor Monaten: ein schönes Zimmer in einem kleinen Boutique Hotel inklusive einer tollen Frühstücksauswahl. Außer der Tour nach Tikal hatten wir nichts groß geplant. Also sind wir einen Tag mit SUPs um die Insel und zu einer Seilschaukel gepaddelt, haben bei einem Cappucino auf Eis oder feinen Cocktails im Restaurant am Ufer gechillt, abends lecker geschlemmt und ein wenig Sport getrieben - das Leben auf einer Insel 😁

    Eine der besten Sachen an langen Reisen ist, dass man neue Gewohnheiten entwickeln kann, und das sogar an jedem Ort neu. Raus aus dem Alltag zu Hause und monatelang Neues. Wir beide merken, dass wir uns wohlfühlen, wenn wir an einem Ort eine neue Gewohnheit haben. Und in Flores war das: 1 Super Burrito mit Tomatensalsa, Avocado und Bohnencreme, dazu 1 Qesadilla, beides von unserem Lieblings-Streetfood-Stand auf dem Marktplatz, und mit dem Essen beim abendlichen Volleyballspiel der lokalen Vereine zuschauen. Das waren 3 von 4 unserer Abende in Flores 😊
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  • San Pedro - Culture Shock?

    2025年10月16日〜22日, グアテマラ ⋅ 🌧 15 °C

    Wow, in der letzten Woche ist so viel passiert, wir wissen gar nicht wo wir anfangen sollen. Wir hatten eine Woche Spanischunterricht und haben für diese Zeit bei einer guatemaltekischen Familie gewohnt. Außerdem wurden wir von Sophias Spanischlehrerin auf eine Geburtstagsfeier mit der Großfamilie eingeladen - es gibt also einiges zu berichten 😁

    Wir hatten kurz vorher von der Schule Bescheid bekommen, dass wir bei Mary und ihren beiden Töchtern wohnen werden. Mary ist 30 und wohnt mit ihren beiden Töchtern Teresita (11) und Aisha (5) in einem Haus in einem Hinterhof in San Pedro. Schüler der Sprachschule aufzunehmen & zu bekochen ist quasi ihr Job, neben dem Besticken traditioneller Kleidung, dem Waschen von Wäsche und dem Verkauf von Modeartikeln via Facebook.

    Mary hat die Woche über super lecker für uns gekocht, und durch die Mahlzeiten mit der Familie konnten wir unser Spanisch auch zu Hause noch üben und gleichzeitig super viel über ihre Familie, Sitten & Bräuche in Guatemala und die Kultur allgemein lernen. 🇬🇹

    An den Morgenden hatten wir von 8-12 Uhr Spanischunterricht. Die Schule liegt direkt am Ufer des Lago Atitlán und wir durften den Einzelunterricht im Garten, wunderschön im Grünen, verbringen.
    Unsere Lehrerinnen hießen Clarita (Luc) und Eliza (Sophia) und waren beide echt super. Es wurden Vokabeln, Zeitformen, Konjugationen geübt und nachmittags nach der Schule haben wir fleißig unsere Hausaufgaben gemacht. Generell ging es natürlich auch viel darum, Spanisch sprechen zu üben. Und so haben wir in der Zeit mit Clarita und Eliza viel über das Leben in Guatemala gelernt - hieraus eine Auswahl der Insights:
    📮 es gibt keine Briefkästen. Die Briefe werden im Post Office gelagert. Wer Briefe oder Pakete erwartet, muss dort regelmäßig nachfragen, ob etwas angekommen ist.

    🇺🇲 es gibt nach wie vor viele junge Erwachsene, die versuchen über die Grenze in die USA zu kommen. Dafür nehmen die Familien oft Hypotheken fürs Familienheim auf und man versucht mit Hilfe von Schleppern (Coyotes) über die Grenze zu kommen. Oft scheitert der Versuch, was dazu führt, dass Familien ihr Zuhause verlieren.

    👩‍🏫 beide Lehrerinnen haben keinen formalen Arbeitsvertrag. Sie bekommen Sonntags Bescheid, an welchen Tagen und wie viel sie in der kommenden Woche arbeiten. Beide würden gerne Vollzeit arbeiten, oft gibt es aber nicht genug Schüler und sie können nur vormittags unterrichten. Viele Guatemalteken haben deshalb noch mindestens einen Nebenjob. Bezahlte Urlaubs- oder Krankentage gibt's nicht.

    🏥 es gibt kein staatliches Gesundheitssystem. Behandlungskosten müssen privat gezahlt werden und sind für die Menschen oft unverhältnismäßig hoch.

    Das Highlight der Woche war die Einladung zum 82-jähren Geburtstag des Vaters von Eliza (Sophia's Lehrerin). Wir fühlten uns super geehrt, dass wir zum Familienfest eingeladen sind. Der Abend beginnt mit einem Familienshooting am See. Sämtliche Geschwister von Eliza (von 8 Geschwistern leben noch 5) sind mit ihren Kindern da und es werden Fotos in verschiedensten Konstellationen gemacht - auch mit uns.
    Danach geht es mit Tuk-Tuks zum Familienheim des 82-jährigen Geburtstagskinds. Die Wohnung ist sehr einfach und spärlich eingerichtet, aber am Ende ist Platz für alle auf Hockern, Treppenabsätzen oder stehend. Es gibt Tamales und im Anschluss eine große Geburtstagstorte. 🎂
    Wir fühlen uns wie die Ehrengäste. Das Geburtstagskind sitzt neben uns und erzählt uns auf Spanisch von der Bibel. Zugegeben, der alte Mann verfiel manchmal in die lokale Maya-Sprache Tz'utujil, also haben wir nicht alles verstanden, aber es ging um den Herren und Himmel vs Hölle. Wir bekommen die ersten Stücke Kuchen und diskutieren mit den Kids, ob Ronaldo oder Messi besser ist und welcher der deutschen Fußballvereine der coolste ist. Wir erzählen von Deutschland und bekommen dafür ein paar coole spanische Begriffe beigebracht - "Qué onda, chag?" (Was geht, Bro?) "Puro utz" (Super cool) oder "Chilero", was soviel heißt wie "Gechillt". Jetzt haben wir definitiv auch die Street Credibility, die uns noch fehlte. 🤙

    Am letzten Schultag bekommen wir unser Zertifikat überreicht und Eliza hat Sophia extra die traditionelle guatemaltekische Kleidung mitgebracht. Insgesamt wird uns wieder einmal klar, wie privilegiert wir sind, und wie gut es uns in Deutschland geht. 😊
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  • Tanzen, Essen & Pina Colada am Lago 🍹

    2025年10月16日〜22日, グアテマラ ⋅ ☁️ 13 °C

    Während die erste Tageshälfte dem Spanischunterricht gehörte, haben wir am Nachmittag natürlich auch San Pedro und die umliegenden Dörfer erkundet.

    San Pedro liegt am Lago Atitlán, einem vulkanischen See, der für seine atemberaubende Landschaft mit 3 Vulkanen, das tiefblaue Wasser und die umliegenden indigenen Maya-Dörfer bekannt ist. Der See ist Lebensgrundlage für viele Anwohner und ist zentrales Element ihres Glaubens. Ganz praktisch waschen viele der Anwohner auch ihre Wäsche im See. 🏞

    Als wir ankamen wurden wir direkt in ein Lancha gedrängt, welches uns über den See nach San Pedro bringen sollte. Tipp der Locals: Lieber weiter hinten im Boot sitzen, weil vorne die Wellen unangenehm den Körper durchschütteln. Naja, das wussten wir leider zu dem Zeitpunkt noch nicht... 😵‍💫

    Jedenfalls hatten wir eine ereignisreiche Zeit an den Nachmittagen, wenn Spanisch vorbei war, und hier ist eine Auswahl unserer Highlights:
    🌄 Morgens um 4 Uhr zum Rostro Maya hochwandern, um den Sonnenaufgang zu sehen
    💃 Salsa und Bachata im Tanzkurs lernen
    Durch die Straßen San Juans schlendern und die Street Art bewundern
    🧘‍♀️ Das spirituelle San Marcos anschauen, wo sich Jesus und Buddha die Hand reichen, und interessante Anzeigen zu Tantra Kursen und Spiritual Healing anschauen
    🚤 Mit den Lanchas über den See rasen
    Pina Colada trinken, weil sie die hier absolut drauf haben
    ☕️ Leckeren Kaffee trinken, da Guatemala selbst welchen exportiert
    💩 Aufpassen, dass man nicht in die Haufen der Straßenhunde tritt oder in schmalen Gassen von Tuk-Tuks überfahren
    🌧 Bei Regen beobachten, wie die Wassermassen die Straßen überfluten
    🇮🇱 Überraschenderweise auch sehr gut israelisch essen, da hier wohl einige israelische Auswanderer leben

    Nach einer wirklich tollen Woche, die uns sehr lange beschäftigen soll und unsere Zeit in Guatemala prägt, treten wir die lange Reise mit Boot, Kleinbus und Nachtbus nach Flores an 🚍
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  • Chichi: Farben, Chaos & Gerüche 🇬🇹

    2025年10月16日, グアテマラ ⋅ ☁️ 13 °C

    Im guatemaltekischen Hochland liegt das kleine Städtchen Chichicastenango. Zweimal pro Woche, am Donnerstag und Sonntag, verwandelt sich der Ort in einen der bekanntesten und faszinierendsten Märkte Mittelamerikas.
    Das dürfen wir natürlich nicht verpassen.

    Schon früh am Morgen füllen sich die Kopfsteinpflastergassen mit Menschen aus den umliegenden Dörfern, viele von ihnen tragen ihre traditionellen Maya-Trachten, die von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedliche Muster und Farben zeigen. Die Stände quellen über vor handgewebten Textilien, kunstvoll bemalten Masken, Töpferwaren, Holzfiguren, frischem Obst und selbstgekochtem Essen. Besonders die Masken, oft bunt und ausdrucksstark geschnitzt, spielen bis heute bei traditionellen Tänzen und Zeremonien eine wichtige Rolle.

    Schon als wir den Bus verlassen, schlägt uns eine Welle aus Stimmen, Farben und Gerüchen entgegen. Zwischen den engen Gassen drängen sich Händler, Einheimische und Reisende. Die Geräuschkulisse ist ein einziges Durcheinander: Marktschreier, Musik, das Klappern von Pfannen und das Brutzeln von Fleisch.

    Der Duft ist überwältigend: gegrillte Tamales, frisch frittierte Empanadas, gebratenes Fleisch und der Rauch von Weihrauch, der von den Stufen der Kirche Santo Tomás herüberzieht.

    Wir lassen uns treiben und probieren hier und da ein paar lokale Spezialitäten: Tostadas, Gebäck, frische Früchte, Empanadas und Orangen mit Gewürz - eine lokale Spezialität, die ziemlich gewöhnungsbedürftig schmeckt.

    Ein paar Schritte weiter erreichen wir die Kirche Santo Tomás, wo Gläubige Räucherwerk entzünden und Kerzen aufstellen. Hier mischen sich alte Maya-Rituale mit katholischem Glauben.

    Wir machen auch noch einen kurzen Abstecher zum Friedhof. Hier sind die Gräber nämlich wunderschön bunt gestaltet.

    Am Ende des Tages sind wir erschöpft, überreizt und froh, diesen besonderen Tag einmal miterlebt zu haben.
    Wir konnten unsere Rucksäcke für die Zeit des Marktbesuches zwischenlagern, so können wir direkt die Weiterreise zum Lago Atitlán antreten, wo wir uns auf eine Woche Spanischkurs und die Unterbringung bei einer einheimischen Familie freuen.
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  • Vulkanausbrüche auf 3.700m Höhe 🌋

    2025年10月14日〜15日, グアテマラ ⋅ 🌫 12 °C

    Das nächste große Highlight steht an: Die Wanderung auf den Acatenango und dann noch weiter zum Fuego, einem daueraktiven Vulkan. Unsere lieben Freunde Christian und Linda haben uns diese Wanderung ans Herz gelegt nach ihrer Reise im Dezember 2024.

    Los ging es Dienstag um 6.30 Uhr morgens mit einem Frühstück beim Touranbieter. Nach dem Briefing konnten wir uns noch hilfreiches Equipment wie Handschuhe und Regenponcho ausleihen. Anschließend ging es los zum Basecamp - für Lucas mit dem Bus und dann 3,5 Stunden bergauf durch Nebel und Matsch. Wir hatten uns entschlossen, dass Sophia ihren Fuß noch soweit wie möglich schont, also fuhr sie in einem 4x4 Pick-up die steilen und mehr als abenteuerlichen "Straßen" hoch ins Basecamp. Mit im Pick-up war der Fahrer, mit Talent fürs Driften an Abgründen, der Tourmanager, 2 andere Gäste und 3 Helfer hinten drauf, die hier und da mit Schaufeln & Spaten absprangen, um Schlaglöcher zu füllen und die schlammige Straße befahrbar zu machen. Kurz gesagt: Ein wilder Ritt! ⛰️

    Wir kamen am Nachmittag im Basecamp auf dem Acatenango auf ca. 3.700m Höhe an und hofften, den Fuego Vulkan und die Lavaausbrüche zu sehen. Leider gab es außer weißen Nebel nichts zu sehen. Aufgrund zusätzlich schlechter Wetteraussichten am Nachmittag beschlossen wir in der Gruppe dann, dass wir um 2.30 Uhr nachts aufstehen würden, um für den Sonnenaufgang zum Vulkan Fuego zu wandern. Die Entscheidung war im Nachhinein sehr gut, denn am Abend schüttete es nur so und wir mummelten uns bei Temperaturen um 0 Grad in unsere Hüttenbetten ein zum Schlafen.

    Um 2.15 Uhr klingelte der Wecker. Gespannt schauten wir aus unserem kleinen Hüttenfenster und konnten sofort die Sterne und auch prompt den ersten Vulkanausbruch mit Lava sehen - wir waren sofort wach! Lucas zog mit Stirnlampe und Kamera bewaffnet in einer kleinen Wandergruppe auf zur Wanderung. Es ging ca. 1 Stunde im Dunkeln bergab, um dann wieder die unebenen Gräben des Vulkanhangs hochzulaufen. Um 4.30 Uhr kamen wir im dichten Nebel bei Stockfinsternis auf dem Bergkamm, nur ca. 300m vom Vulkan Fuego entfernt, am Ziel an. Und nur wenig später passierte es: Der Nebel verzog sich, ein spürbares Grummeln im Boden, ein lautes Rumpeln und die Lava schoss aus dem Vulkan. Wahnsinn! Danach brach der Vulkan mal mehr und mal weniger in 20-minütigem Abstand aus, während über dem einzigartigen Vulkanpanorama die Sonne aufging. 🌄

    Sophia konnte dieses Spektakel sowohl aus der Hütte im Basecamp als auch von der Terrasse beim Frühstück aus beobachten. Egal ob direkt auf dem Bergkamm oder im Basecamp - der Anblick von diesem Naturspektakel war einzigartig! 🌋

    Um 8 Uhr kam die Wandergruppe ins Basecamp zurück und kurze Zeit später traten wir den Rückweg an. Mittags sind wir dann wieder vollkommen übermüdet von der kurzen Nacht, aber absolut beseelt von diesem Erlebnis, in Antigua angekommen. Am Nachmittag gönnten wir uns dann eine Massage, aßen Tacos und fielen ins Bett.
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