• Ab in den dritt-tiefsten Canyon der Welt

    17–20 Des 2025, Peru ⋅ ☁️ 15 °C

    Unser nächster Stopp ist der Colca Canyon, der zu den tiefsten Schluchten der Welt zählt. Mit einer Tiefe von 3.400m belegt er in der Rangliste der tiefsten Canyons Platz 3 und ist damit mehr als doppelt so tief wie der Grand Canyon in den USA. Außerdem werden dort noch heute Mais, Quinoa und Kartoffeln in den Terrassen angebaut, um die indigenen Dörfer zu versorgen - wie vor über 1.500 Jahren. 🌎

    Von Cusco aus fahren wir erst mit dem Nachtbus nach Arequipa, wo wir eine Nacht bleiben und am nächsten Vormittag nach Cabanaconde weiterreisen, dem Startpunkt für unsere Canyon-Wanderung. Da wir die Anreise ursprünglich anders geplant hatten, kommen wir ohne vorgebuchtes Hotel am Abend in Cabanaconde an. Das ist aber nicht schlimm, weil wir ein super tolles Gasthaus finden, mit leckerer Pizza aus dem Holzofen, tollem Frühstück und einem super netten Gastgeber. 🍕

    Früh am nächsten Morgen geht es los. Die ersten Schritte führen steil bergab, hinein in den Colca Canyon. Der Abstieg startet auf 3.300m Höhe und ist fordernd. Immer wieder laden kleine Aussichtspunkte zum Anhalten ein – nicht nur, um Luft zu holen, sondern um die schiere Größe des Canyons zu begreifen. Die Landschaft ist trocken, staubig und überall wachsen Kakteen. 🌵
    An diesem Tag steigen wir in nur 2 Stunden mehr 1.000 Höhenmeter hinab ins Tal. Mit der Zeit verändert sich die Landschaft: trockene Hochebene weicht grünen Terrassen, Avocado- und Feigenbäumen, und unter uns schlängelt sich der Colca-Fluss durch die Schlucht. 🏞

    Am späteren Nachmittag erreichen wir unser Ziel für die Nacht: San Juan de Chuccho - ein kleines, abgelegenes Dorf mitten im Canyon. Die Zeit scheint hier still zu stehen. Kinder spielen auf staubigen Wegen, Hühner laufen frei herum, und hier und da sieht man auch Mal ein Schwein.
    Abends gibt es ein hausgemachtes Essen, bestehend aus Quinoa-Suppe, Reis, Gemüse und Avocado aus eigenem Anbau. 🍛

    Der zweite Tag beginnt wieder mit einem Frühstück um 5:30 Uhr, denn der Aufstieg wartet. Die 1.000 Höhenmeter, die wir am Vortag abgestiegen sind, sollen heute im Frühsportprogramm erklommen werden. Wir sind froh, so früh gestartet zu sein, denn der Anstieg ist anstrengend und so können wir wenigstens der Mittagshitze entgehen.
    Kurz vor dem Ende der Wanderung werden wir mit einem Highlight belohnt: ein riesiger Andenkondor gleitet mit einer Spannweite von 3 Metern über unsere Köpfe hinweg durch den Canyon. Ein einzigartiger Anblick. 🦅

    Am späten Vormittag ist die Wanderung geschafft. Müde Beine, staubige Schuhe. Nach einem kleinen Snack bei unserem Lieblings-Gastgeber sitzen wir für die nächsten 6 Stunden im Bus zurück nach Arequipa, um von dort den Nachtbus zum Titicaca See und dann weiter über die Grenze nach Bolivien zu nehmen. 🚌
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