• Port Barton - Chicken Fight ๐Ÿฅ˜๐Ÿ๏ธ๐Ÿ“๐Ÿฅท

    Jan 26โ€“28 on the Philippines โ‹… โ˜๏ธ 29 ยฐC

    Heute ging es wieder früh aus den Federn. โฐ Wir verlassen unser Hinterhof Apartment und machen uns zu Fuß ๐Ÿฆถ in Richtung ๐Ÿงญ Busbahnhof. Der Van ๐Ÿš war natürlich maßlos überfüllt, sodass das Gepäck ๐Ÿงณ kurzfristig auf das Dach weichen musste.

    Mit einer halben Stunde Verspätung ๐Ÿ•žverlassen wir El Nido und machen uns auf den Weg ins Paradies - Port Barton wir kommen! ๐Ÿคฉโ˜€๏ธ๐ŸŒด

    Ohne einen Stopp, erreichen wir 4๏ธโƒฃ Stunden später und mit einer prallgefüllten Blase ๐Ÿ˜ฌ den Busbahnhof ๐ŸšŒ in Port Barton. Den 15 Minuten Marsch zur Unterkunft ๐Ÿจ legen wir ebenfalls zu Fuß zurück. Es gibt lediglich eine Hauptstraße ๐Ÿ˜๏ธ durch den Ort, die halb/ halb aus Beton und losem Geröll besteht. Verlaufen werden wir uns jedenfalls nicht! ๐Ÿ˜…

    Der Vibe dieses kleinen Ortes holt uns auf dem Weg direkt wieder ein. ๐Ÿ˜Ž Es hat sich augenscheinlich auch nicht sehr viel verändert, was wir innerlich sooo sehr gehofft hatten. ๐Ÿ˜Š Es fühlt sich an, als wären wir nie weg gewesen – nur etwas sonnenverbrannter und mit mehr Reisegeschichten im Gepäck. ๐Ÿฅฐ

    Zum einchecken ist es zu früh, also geben wir unser Gepäck ๐Ÿงณ ab und genießen ein erstes Mittagessen am Strand bevor wir uns anschließend mit Gisa und Robin am Strand treffen. ๐Ÿ๏ธ Nach einem kurzen Plausch lassen wir die beiden in der Sonne โ˜€๏ธ bruzeln und beziehen unser 40€ Doppelzimmer. Ein kurzer Powernapp ๐Ÿ˜ด beschert uns neue Kraft ๐Ÿ’ช und erneut ein starkes Hungergefühl, das wir gemeinsam auf dem örtlichen Nachtmarkt stillen wollen. ๐Ÿฅ˜ ๐Ÿคค

    Wir bestellen Chicken, Thunfisch ๐Ÿฃ und Bauchspeck ๐Ÿฅ“ frisch vom Grill und sitzen gebürtig auf Plastikstühlen. Gepart mit zwei Portionen Reis ๐Ÿš und Gemüse ๐ŸŒฝ haben wir uns mal wieder maßlos überfressen. ๐Ÿ˜ฌ๐Ÿซƒ Um die nächsten gemeinsamen Tage zu planen, ziehen wir weiter zur einzigen Apotheke im Ort. ๐Ÿค”

    Medikamente ๐Ÿ’Š benötigen wir keine, aber die Getränke sind hier tatsächlich am günstigsten. ๐Ÿ˜…๐Ÿคท๐Ÿผ‍โ™‚๏ธ Für einen geselligen Abend, stehen außerdem bequeme Sitzmöglichkeiten zur Verfügung. ๐Ÿ’บ Hier geht man abends nicht in eine Bar, sondern zur Apotheke. ๐Ÿ˜‚๐Ÿ˜‡

    Für den kommenden Tag ๐Ÿ“† haben Robin und Gisa lediglich einen Tauchgang gebucht, währenddessen wir die Sandkörner am Strand zählen. ๐Ÿ˜Ž Danach steht ein Programmpunkt an, bei dem die Begeisterung der Männer, nicht ganz synchron mit den der Mädels verläuft -> ein traditioneller Chickenโ€‘Fight, etwas außerhalb des Ortes. ๐Ÿ“๐Ÿฅท๐Ÿป๐Ÿคฉ

    Gisa fühlt sich nicht gut, sodass wir uns zu dritt auf den Weg ๐Ÿฆถ machen. Die überteuerten TukTuk Fahrer ๐Ÿ›บ lehnen wir ab und erreichen nach etwa 2๏ธโƒฃ0๏ธโƒฃ Minuten Fußweg das „Stadion“, ein zusammengeschusterter Holzverschlag ๐Ÿชต mit einer sandigen Fläche in der Mitte.

    Wir zahlen einen kleinen Eintritt ๐ŸŽซ und stehen plötzlich mitten im Geschehen. Niemand weiß so recht, wo er zuerst hinschauen ๐Ÿ‘๏ธ soll – oder ob man das überhaupt möchte. ๐Ÿคจ๐Ÿ˜ณ

    Es ist ein einziges Geschrei. ๐Ÿคฌ Die Menschen brüllen ihre Wetten durcheinander auf einer Sprache, die für uns nicht definierbar ist. ๐Ÿ—ฃ๏ธIm Hintergrund veranstalten die übrigen Hühner ๐Ÿ“ ein akustisches Chaos, das irgendwo zwischen Konzert ๐ŸŽถ und kollektivem Nervenzusammenbruch liegt. ๐Ÿคฏ

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    Die Hahnenkämpfe – lokal Sabong genannt – sind auf den Philippinen eine tief verwurzelte, meist legale Tradition. Vor allem auf dem Land gelten sie fast als Nationalsport. Die Kämpfe finden in lizenzierten Arenen statt, in denen Hähne mit rasiermesserscharfen Stahlklingen gegeneinander antreten.

    Der Kampf basiert auf dem natürlichen Aggressionstrieb der Hähne, sich gegenüber Artgenossen durchzusetzen. Gewettet wird fast immer. Ein Hahn unterliegt, wenn er nicht mehr kämpft, schwer verletzt ist oder stirbt.

    In nahezu allen Staaten der westlichen Welt sind Hahnenkämpfe aus Gründen des Tierschutzes oder wegen Wettverboten untersagt. Ausnahmen sind einige Länder Zentral- und Südamerikas und die Philippinen.

    Ein Kampf beginnt mit dem Einsetzen der Hähne in die Arena. Bei professionellen Kämpfen stehen vier Personen bereit: je ein Betreuer pro Hahn sowie ein Schiedsrichter und sein Assistent. Bei Dorfkämpfen ist der Betreuer meist auch der Besitzer des Hahns.

    Durch die Enge der Arena wird die natürliche Angriffsdistanz bewusst unterschritten – der Kampf beginnt meist von selbst. Falls nicht, wird mit zusätzlicher Provokation nachgeholfen.

    In vielen Regionen kommen künstliche Sporen zum Einsatz. Dafür werden den Hähnen früh ihre natürlichen Sporen amputiert. Die auf den Philippinen verwendeten langen, messerscharfen Klingen sorgen dafür, dass die Kämpfe meist kurz, brutal und sehr blutig sind.

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    Wir selbst bekommen keinen richtigen Durchblick ๐Ÿค“ durch das Gewusel. Vielleicht liegt es auch daran, dass in sehr kurzer Zeit einfach viel zu viel passiert – fürs Auge, fürs Ohr und fürs emotionale Wohlbefinden. ๐Ÿซฃ

    Die Arena ist so voll, dass irgendwann sogar die selbstgebaute Tribüne ๐Ÿชต unter dem Gewicht der Menschen nachgibt und teilweise einstürzt. ๐Ÿš๏ธ Ein sehr deutliches Zeichen für uns, den Standort zu wechseln.

    Auf dem Gelände außerhalb der Arena ๐ŸŸ๏ธ, befindet sich unter anderem die „Krankenstation“ ๐Ÿค• für die Gewinnerโ€‘Hühner. Dort wird genäht, geflickt und desinfiziert – effizienter als in mancher Notaufnahme. ๐Ÿฅ

    Direkt dahinter: die „Verliererstation“. ๐Ÿ™ Falls nötig, wird den Hühnern dort das letzte Leid genommen, bevor sie gekocht, gerupft und ausgenommen werden. ๐Ÿ— Dem abgehangenen Verliererโ€‘Huhn wird eine Nummer ๐Ÿ”ข zugeordnet. Am Ende des Tages geht es an den Besitzer des jeweiligen Gewinnerโ€‘Huhns ๐Ÿ über. Nachhaltig auf seine eigene Art. ๐Ÿ˜ฌ๐Ÿคท๐Ÿผ‍โ™‚๏ธ

    Irgendwann haben wir genug gesehen und treten den Rückweg โฎ๏ธ an. Zum Glück sind die Menschen freundlich – wir werden auf der Ladefläche eines Pickups ๐Ÿ›ป mitgenommen. Philippinischer Uber, nur mit mehr Wind ๐Ÿ’จ im Gesicht. ๐Ÿ˜Š

    Robin verabschiedet sich, um sich um die kränkelnde Gisa ๐Ÿค’ zu kümmern. Wir schauen uns noch den Sonnenuntergang ๐ŸŒ… an, machen Bekanntschaften mit vielen zuckersüßen Hunden ๐Ÿ• und fallen nach einem Tag voller neuer, teils schwer verdaulicher Eindrücke, erschöpft ins Bett. ๐Ÿ˜ด ๐Ÿฅฑ

    Durch dem nächtlichen Stromausfall ๐Ÿชซ, wachen wir etwas verschwitzt auf. ๐Ÿฅต Den morgendlichen Kaffee โ˜•๏ธ schlürfen wir geschützt auf unserer Terrasse, während der Regen auf das Vordach prasselt. ๐Ÿคจโ˜”๏ธ Ja, auch im Paradies regnet es mal. ๐ŸŒง๏ธ

    Wir nutzen die Zeit für ein paar organisatorische Dinge am Laptop. ๐Ÿง‘‍๐Ÿ’ป Pünktlich mit dem nachlassen des Regens, meldet sich Robin, das es Gisa schlechter geht ๐Ÿค’ und wir die geplante Geburstagsparty ๐Ÿฅณ für Gisa leider verschieben müssen. ๐Ÿ™

    Den spontan freien Nachmittag, verbringen wir, bei mittlerweile wieder bestem Wetter, entspannt ๐Ÿ˜Ž am Strand. ๐Ÿ–๏ธ Das abendliche Ritual „HSA“ - Happy Hour / Sonnenuntergang / Abendessen - führen wir ordnungsgemäß bei Livemusik aus. ๐Ÿน๐ŸŒ… ๐Ÿฅ˜

    Anschließend entscheiden wir uns, ein Apothekenbier ๐Ÿบ zu besorgen und bei einem Überraschungsbesuch, Gisa zumindest ihr Geschenk pünktlich zum Geburtstag ๐ŸŽ zu überreichen. ๐ŸŽˆ๐ŸŽ‚

    Eine Runde Kniffel ๐ŸŽฒ hat den entspannten Tag für uns beendet. ๐Ÿฅ‡๐Ÿ‘‹๐Ÿผ ๐Ÿฅฑ
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