• Grenzgänger

    Sep 14–15 in Finland ⋅ ☁️ 8 °C

    Heute begeben wir uns auf eine Zwei-Tages-Wanderung zum Dreiländereck Finnland-Norwegen-Schweden. Bei 6°C und einem frischen Wind starten wir ins Abenteuer. Uns erwartet die finnische Ruska, die ihre Fjells in herrliche Gelb-, rot- und Orangetöne färbt. Ein Naturschauspiel der besonderen Art. Stetig geht es bergan erst durch niedrige Birkenwälder, und Moorgebiete, die nur teilweise mit Holzbalken, welche an den Schwebebalken aus dem Turnunterricht erinnern, begehbar gemacht wurden. Eine Fluss- und eine Wasserfallüberquerung stehen ebenso auf dem Plan wie mehrere halsbrecherische Geröllfeldabschnitte. Den letzten Kilometer begleitet uns ein circa drei Meter hoher Zaun. Das muss die Grenze zu Norwegen sein. Wir fragen uns warum hier ein Grenzzaun steht. In Lappland wischen Finnland und Russland gab es nur Schilder, die darauf hinweisen, aber keinen Zaun.
    Nichtsdestotrotz geht es weiter und wir erreichen erschöpft aber glücklich die gelbe Boje im See. In weniger als einer Minute standen wir in drei Ländern.
    Nicht weit entfernt finden wir eine frei zugängliche Touristenhütte, in der wir uns am Holzofen wärmen können. Das Holzlager ist gut gefüllt, klein gemacht werden muss es allerdings selber. Es gibt Trockentoiletten und sogar eine Hütte für den Abfall.
    Noch eine heiße Tasse Tee am Lagerfeuer und ab ins Zelt. Gute Nacht.
    Am Morgen nach einer recht frostigen Nacht, begeben wir uns auf den Rückweg, der uns trotz müder Knochen leichter erscheint. Obwohl - bei einer kurzen Rast auf einer Bank ohne Rücklehne - gewinnt die Erdanziehung, Dank Rucksack, im Kampf um Heikos Gleichgewichtssinn und er streckt, rücklings liegend, die Füße gen Himmel. 🤣
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