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    Zum Lago Chungará

    February 8, 2018 in Chile ⋅ 🌙 13 °C

    Heute fuhren wir mit Flavio von Putre zum Lago Chungará und damit durch den Nationalpark Lauca. Die Reise führte uns durch die Präkordillere, auf den Altiplano und zu den Anden. Wir beeilten uns morgens in dem Wissen, dass der Wind die Wolken tagsüber immer vom Atlantik (Osten) über die Andenkordillere treiben wird. Wir sahen auf dem Hinweg Flamingos, Vicuñas, Alpakas, Lamas und Andean Galls. Zum Glück konnten wir die Zwillingsvulkane Pomerape (Pumaspitze) und Parinacota (Flamingoküste) noch wolkenfrei ablichten. Am Lago Chungara (See von Moos und Steinen) sahen wir den Tagua gigantes (Gänseart) beim Nestbau zu. Außerdem konnten wir uns von Weitem von der Aktivität des Vulkans Guallatiri überzeugen. Weiter zu den Lagunas Cotacotani, die unter anderem auch der Wasserspeicher für Putre sind. Hier pflückten wir das Kraut Chachacoma, das blutdrucksenkende Eigenschaften haben soll, in jedem Fall aber den Geschmack unseres reichlich konsumierten Matetees (Coca) verbesserten. Mal nebenbei: Wir bewegten uns heute auf 4400-4600m Höhe. Das war für unsere Begleiter jenseits der 70 Jahren schon heftig. Von den Lagunas zum lost place Parinacota. In diesem Dorf wohnen noch 15 Personen. Sie fertigen Kleidung und Dekoration aus Wolle, damit es die Tagestouristen kaufen. Das Bild zeigt die Kirche. Die zugehörige Legende erzähle ich euch bei Bedarf live. Flavio führte uns dann zu einer Vizcacha-Kolonie. Diese kaninchenähnlichen Tiere haben es mir am meisten angetan, weil sie sich wie Kängurus bewegen. Bis auf zwei Meter ließen sie uns bei den Las Cuevas (Höhlen) heran. Auf dem letzten Abschnitt ließen wir uns in die Technik der Vizcuña-Jagd einweisen: Treibjagd auf eine Falle zu (siehe Foto mit der Steinmauer). Die Tiere bemerken den fehlenden Ausweg zu spät.
    Für mich war der Tag keine "Tourifalle", sondern mit Sicherheit einer der Höhepunkte der gesamten Reise.
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