• De Soto National Memorial FL

    Mar 9–10 in the United States ⋅ ☀️ 24 °C

    Von den Everglades ist es ein gutes Stück bis Tampa Bay und dort befindet sich das nächste National Memorial. Deswegen habe ich eine Zwischenübernachtung auf einem CP des US Army Corps of Engineers (sowas wie unsere Heerespioneere, warum bauen die nicht sowas cooles ?) eingelegt. Schön am Fluß gelegen, super Duschen und alles tiptop. Unterwegs gab es wieder einen Stop in einer Mall und die hatten ein Becken mit Schildkröten in der Mall. Am Platz angekommen hat die Sonne geschienen und ich konnte noch draußen sitzen. Abends hat es dann noch richtig geschüttet aber am nächsten Morgen war alles wieder sonnig. Bei über 30 Grad bin ich in Tampa Bay am De Soto Memorial angekommen. Dort finde ich eine einsame Frau Ranger unter einem Zelt Pavillon sitzen. Das Visitor Center ist geschlossen wegen Hurricane Schäden. Das Fundament hat sich durch Flutung gesetzt und es sammelt sich Wasser unterm Gebäude. Das Ding ist Ihnen total verschimmelt. Also leider kein Film und viel schlimmer ... kein Verkauf von Magnete 😪 Ich beklage mein Schicksal, da wird Sie weich. Ich soll mal den Trail ablaufen und Sie wird was organisieren. Also laufe ich los um die Geschichte von Hernando de Soto, einem spanischen Explorer oder soll man eher Eroberer und Sklavenhändler sagen. Im May 1539 kommt de Soto mit seinen Schiffen von Havanna und landet in Tampa Bay. Er lädt seine Soldaten und Pferde aus und zieht raubend und plündernd (Sachen und Menschen) durch Florida und die ganzen jetzigen Südstaaten. Allerdings läuft es nur am Anfang gut. Sein Ruf eilt Ihm voraus und spätere indigene Völker wissen das er plündert, mordet und Sklaven nimmt. Deswegen greifen Sie seine Armee nicht mehr frontal an sondern nutzen die Nadelstichtaktik, zuschlagen und verschwinden bevor er sich wehren kann. Außerdem sorgen Sie dafür das es keine Versorgungsgüter und Frischwasser mehr für Ihn gibt. Im May 1542 stirbt de Soto und die Reste der Spanier fahren auf Flössen den Mississippi runter bis ans Meer wo Sie von spanischen Schiffen aufgenommen werden. Aus den damaligen Ureinwohner haben sich durch die Vertreibung und den Kampf neue Tribes gebildet. So bedeutende Tribes wie Choctaw, Chickasaw, Cherokee, Seminole und viele mehr entstanden aus den Ureinwohner (deren Hügel mit Häuser wir in Ocmulgee Mounds, Georgia besucht haben). Hier im Park gibt es die Stelle zu sehen wo die Spanier gelandet sind, ein Longhouse wie das welches die Spanier einfach besetzt und als Basis benutzt haben. Die ersten Einheimischen wurden noch freundlich behandelt weil man Sie brauchte. Schöner Spaziergang um die Bucht und das nachgebaute Haus. Als ich wieder bei Frau Ranger angekommen bin überreicht Sie mir freudestrahlend einen Magneten. Sie hat Ihn extra im Hauptquartier geholt und da Sie keine Kasse hat schenkt Sie Ihn mir. Ich soll aber nichts ihrem Chef davon erzählen, ich werde mich hüten 😉
    Es ist jetzt schon Nachmittag, immer noch viel zu warm und ich fahre ins nächste Hotel und teste ausgiebig die Klimaanlage ... geht 🥶
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