Cobán / Lanquín / Semuc Champey
Jan 31–Feb 4 in Guatemala ⋅ ☀️ 22 °C
Am frühen Morgen fuhr ich mit dem Shuttle Richtung Cobán. Die Landschaft unterwegs war absurd schön. Berge, Grün, Nebel. Gleichzeitig fiel mir hier besonders stark auf, wie ernst das Abfallproblem in Guatemala ist. Schönheit und Realität liegen oft direkt nebeneinander.
In Cobán kam ich am Terminal an, der etwas ausserhalb der Stadt liegt. Es regnete, es war kalt, dunkel, und ich war der einzige Ausländer weit und breit. Ich suchte einen Bus ins Zentrum, als ein junger Typ auf mich zukam und meinte, er arbeite in genau diesem Bus. Also stieg ich ein. Während der Fahrt stellte er mir ein paar Fragen, feierte mein Cap und zack, wir hatten einen neuen Hörer unserer Musik in Guatemala. So schnell geht das.
Zur Unterkunft musste ich noch zu Fuss. Zwei Restaurants, die ich auf Google Maps markiert hatte, existierten offenbar nicht mehr. Also Pizza, schlafen, fertig.
Am nächsten Tag ging es wieder zurück zum Terminal und mit dem Bus weiter nach Lanquín. Die Fahrt durch die Berge war ruhig und schön. In Lanquín lief ich zu meiner Unterkunft und geriet mitten in eine Beerdigung. Ich trat zur Seite, wartete und beobachtete. Kein Tourist, kein Trubel, nur Dorfleben.
In den Apps war fast alles ausgebucht und trotzdem war ich plötzlich der einzige Gast. Kurz dachte ich, das ist ein Scam oder irgendetwas stimmt hier nicht. Tat es aber. In der Unterkunft lernte ich Suuu aus Costa Rica kennen. Mit ihr ging ich in eine Höhle, bestaunte die Stalaktiten und wartete abends auf die Fledermäuse, die in Massen hinausflogen. Ein starkes Erlebnis.
Am nächsten Morgen fuhr ich mit dem Tuk-Tuk nach Semuc Champey und war noch vor den Arbeitern dort. Ich lief alleine durch den Dschungel, stand alleine auf dem Mirador und badete ganz alleine im Fluss. Etwa 15 Minuten später kamen die ersten Leute. Vor Ort lernte ich drei Reisende aus den Niederlanden kennen, die zufällig in derselben Unterkunft untergebracht waren. Nach dem Schwimmen ging es weiter zum Wasserfall und danach mit dem Pickup zurück nach Lanquín. Abends assen wir alle zusammen.
Der nächste Tag war eigentlich für Laptop-To-dos geplant, inklusive Findpenguins. Doch wie es manchmal läuft, fiel im ganzen Dorf der Strom aus. Bis 22 Uhr. Also wurde daraus ein Buch-, Ruhe- und Chillen-Tag. Auch okay.
Am darauffolgenden Tag nahm ich den Bus zurück nach Antigua. Kreis geschlossen.Read more































Traveler
An vielen Orten so.....leider...
TravelerGenau so ist es, leider