Quetzaltenango (Xela)
Jan 28–31 in Guatemala ⋅ ⛅ 20 °C
Mit dem Chicken Bus kamen wir in Quetzaltenango an. Xela, wie es hier alle nennen, fühlt sich sofort anders an als der Rest Guatemalas. Kühler, höher, weniger touristisch, irgendwie ernster. Nach der Ankunft zogen mein Kumpel Collum und ich direkt los. Am Nachmittag schlenderten wir ohne Plan durch die Stadt und durchquerten den riesigen Markt, der gefühlt kein Ende nimmt.
Stände über Stände, Gemüse, Fleisch, Klamotten, Chaos, Leben. Kein Instagram-Spot, sondern echtes Guatemala. Genau das, was wir suchten.
Am nächsten Morgen klingelte der Wecker früh. Sehr früh. Mit Stirnlampen ausgerüstet machten wir uns gemeinsam auf den Weg Richtung Santa María Vulkan. Nicht bis ganz nach oben, sondern nur bis zum Mirador del Santiaguito. Unser Ziel war klar: den Santiaguito Vulkan beim Ausbrechen zu beobachten.
Der Weg war gut machbar, aber im Dunkeln durch den Wald zu laufen hatte etwas Unheimliches. Still, kalt, nur das Licht der Stirnlampen und das Gefühl, dass man hier wirklich draussen ist. Und dann standen wir am Mirador. Und es passierte tatsächlich: Der Santiaguito brach aus. Keine Minute dort. Sogar ein zweites Mal. Rauch, Druck, ein tiefes Grollen. Kein Spektakel für Touristen, sondern rohe, ehrliche Natur. Extrem eindrücklich. Genau deshalb steht man so früh auf.
Am darauffolgenden Tag liessen wir es ruhiger angehen. Wir planten, wie es weitergehen könnte, liefen zu Fuss durch die Stadt, schauten uns die Gebäude, die Parks und das alltägliche Leben an. Xela ist wirklich eine spannende Stadt.
Am letzten Tag gingen wir noch auf den Cerro El Baúl, den Mirador-Hügel direkt bei der Stadt. Wir waren faul und nahmen ein Uber. Oben war es eher ein bisschen unheimlich, weil es sehr viele Strassenhunde hatte. Der Weg nach oben ist auch bekannt dafür, dass die Hunde aggressiv sind. Dafür gibt es aber eine richtig schöne Aussicht über Xela und die umliegenden Berge. Ein würdiger Abschluss, obwohl es neblig war.
Unsere Unterkunft war richtig gut, die Leute offen und entspannt, man fühlte sich sofort wohl. Insgesamt ein absolut gelungener Aufenthalt.
Ein paar Dinge, die viele machen, liessen wir bewusst oder eher unfreiwillig aus. Laguna Chicabal und weitere Ausflüge passten zeitlich einfach nicht mehr rein. Die Nächte waren wirklich kalt, Xela liegt auf rund 2’300 Metern über Meer, und wir waren uns nicht ganz sicher, wie es weitergehen soll. Manchmal ist man unterwegs genau in dieser Phase. Nicht planlos, aber auch nicht festgelegt.
Quetzaltenango war für uns kein Ort der grossen Highlights, sondern einer, der hängen bleibt. Ehrlich, ruhig, hoch gelegen und genau deshalb besonders.Read more

























Traveler
Wow
TravelerDanke!
RUEDI - hakuna matata.Ich schätze deine präzise und ehrliche Art der Beschreibung sehr: ich fühle mich ein Stück weit mit dabei auf deiner Reise. - besten Dank.
TravelerVielen Dank :D das freut mich sehr!