• Andreas Morie
  • Andreas Morie

Carpathians Tour ’26

Carpathians • Moldova EU candidate • Brutalist architecture & Socialist monuments.
That was the plan.
And the surprise came. Unfortunately the bike broke down and an other Adventure began!
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  • Trip start
    July 14, 2026

    Tag 1 Karlsbad

    July 14 in Czech Republic ⋅ 🌧 23 °C

    Tschechien.
    Ganz gut gelandet, Morgens Abfahrt 0400, super ohne irgendeinen Stau an Köln, Bonn und Frankfurt vorbeikommen. Ab Anfang Bayern, kurz hinter Aschaffenburg wurde das Wetter etwas trüber, an Tschechien kam dann gut was runter, nicht nur starker Regen, auch Gewitter…
    Habe dann in Karlsbad stop gemacht, schöne Stadt leider verregnete, ich hoffe dass morgen früh noch ein paar Bilder kommen.

    Bilder vom wurden angefügt!
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  • Tag 2 – Böhmen → Riesengebirge → Polen 🇨🇿🇵🇱

    235 Meilen / 378 km. Heute stand weniger das Kilometerfressen als das Genießen auf dem Programm.

    Von Karlovy Vary (Karlsbad) ging es quer durch Nordböhmen Richtung Vrchlabí (Hohenelbe) – dem Tor zum Riesengebirge. Der Ort liegt direkt an der Elbe, die hier noch ein junger Gebirgsfluss ist und nur wenige Kilometer weiter oben ihren Ursprung hat.

    Danach führte die Strecke durch die Ausläufer des Krkonoše (Riesengebirges). Dichte Wälder, lange Kurven und immer wieder schöne Ausblicke – Motorradrevier vom Feinsten.

    Hinter der Grenze wechselte die Landschaft nach Polen. Über Jelenia Góra (Hirschberg) ging es weiter Richtung Bolesławiec, weltbekannt für seine handgefertigte blau-weiße Keramik, die seit Jahrhunderten in der Region hergestellt wird.

    Fotos? Wieder nichts geworden, entweder nicht möglich anzuhalten, oder im Kopf gespeichert 😂

    Morgen neuer Tag, ich gelobe Besserung 🙃
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  • 🐧 Tag 3 – Kłodzko / Festung Twierdza Kłodzko

    July 16 in Poland ⋅ ⛅ 19 °C

    Vor der Weiterfahrt aus Klodzko /(Glatz) geht es erst noch zu einer der beeindruckendsten Festungsanlagen Mitteleuropas.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Festung_Glatz

    https://twierdza.klodzko.pl/historia/

    Die Ursprünge reichen bis ins Jahr 981 zurück, als hier auf dem markanten Festungsberg eine böhmische Burg entstand. Über Jahrhunderte wurde sie von den Böhmen, Habsburgern, Österreichern und schließlich den Preußen immer weiter ausgebaut. Was heute zu sehen ist, stammt größtenteils aus dem 17. und 18. Jahrhundert und zeigt eindrucksvoll die Entwicklung der europäischen Festungsbaukunst. (⁠Twierdza Kłodzko)

    Strategisch war die Festung ein Schlüsselpunkt: Sie kontrollierte den Zugang zwischen Böhmen und Schlesien und damit eine der wichtigsten Handels- und Heerstraßen Mitteleuropas. Wer Glatz hielt, kontrollierte einen bedeutenden Korridor zwischen Prag und Breslau – entsprechend oft wechselte die Herrschaft. Die Schlesischen Kriege, die Napoleonischen Kriege und beide Weltkriege hinterließen hier ihre Spuren. Selbst Napoleon konnte die Festung 1807 letztlich nicht dauerhaft in Besitz nehmen. (⁠Twierdza Kłodzko)

    Besonders faszinierend sind die kilometerlangen Gegenminen-Stollen unter der Festung. Sie dienten dazu, feindliche Tunnel frühzeitig zu entdecken oder selbst Sprengladungen unter angreifenden Truppen zu platzieren – ein unterirdisches Verteidigungssystem, das seiner Zeit weit voraus war. (⁠Twierdza Kłodzko)
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  • 🐧 Tag 3 – Houston, we have a problem.

    July 16 in Slovakia ⋅ ☁️ 25 °C

    Eigentlich sollte heute nur ein weiterer Reisetag durch die Karpaten werden.

    Stattdessen: Houston, wir haben ein Problem.

    Mitten auf der Strecke verschwand plötzlich der Kraftschluss. Der Motor lief weiter, aber die Reise war schlagartig vorbei. Das Bike rollte aus – und aus einer Motorradtour wurde ein Abenteuer. 😉

    Ich in Zákamenné, Region Orava im Norden der Slowakei. Zwischen Wäldern, Bergen und den Quellflüssen der Orava – landschaftlich wunderschön, als ungeplanter Zwischenstopp allerdings… nun ja.

    Jetzt heißt es erst einmal organisieren:

    * Wie komme ich nach Hause?
    * Wie kommt das Motorrad nach Hause?

    * Bus? Bahn? Flug? Was sagt der ADAC? Alles steht plötzlich auf dem Programm.

    Das Abenteuer geht also weiter – nur anders als geplant.

    🐧 Manchmal besteht eine Reise nicht aus den Kilometern, die man fährt, sondern aus den Geschichten, die man anschließend erzählen kann.
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  • 🐧 Tag 4 – Zákamenné

    July 17 in Slovakia ⋅ ☁️ 27 °C

    Heute: 0 km auf dem Motorrad. Dafür gechillt. Zu Fuß gab’s 7,44 km und später nochmal 4,24 km – mit sportlichen 5,6 km/h. 😉

    Die Slowaken sind unglaublich freundliche und hilfsbereite Menschen. Am besten bezahlt man direkt, dann ist alles entspannt. Die lieben eben auch ausländische Geld-Honigtöpfe – jeder möchte ein kleines Stück davon haben. 😄 Google Translate macht das Ganze erstaunlich einfach. Plötzlich verstehen die Leute sogar, was ich nicht will.

    Der ADAC versteht das leider noch nicht ganz. Dort wird immer noch analysiert, ob das Motorrad wieder zu mir gebracht werden kann. Bezahlt sind sie ja schließlich schon – über den Jahresbeitrag. Falls die Antwort Nein lautet, konnte mir bisher allerdings niemand sagen, was dann eigentlich mit dem Bike passiert. 🤷‍♂️

    Da war es fast einfacher, die komplette Motorradausrüstung in einen Karton zu packen und GLS zu beauftragen, das Paket am Montag hier abzuholen und nach Hause zu schicken. 📦

    Der Plan für morgen steht im Großen und Ganzen: Irgendwie am Samstag mit dem Bus nach Žilina kommen und von dort den nächsten Zug Richtung Heimat erwischen. Mal sehen, was der Tag daraus macht. 😏
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  • Žilina

    July 18 in Slovakia ⋅ ⛅ 24 °C

    * ✅ 09:20 Bus Zákamenné → Dolný Kubín
    * ✅ 11:25 Bus Dolný Kubín → Žilina (Kurs 185)
    * ✅ 14:32 Züge ab Žilina
    Jetzt kleinen Rundgang, noch Kleinigkeit essen und zurück zum Bahnhof

  • Tag 5 – Plan B: Mit Bus, Taxi und Bahn zurück

    July 18 in Slovakia ⋅ ☀️ 21 °C

    Der Morgen beginnt in Zákamenné mit einer kleinen Erleichterung: Nach einigem Rätselraten um die Fahrpläne stellt sich heraus, dass samstags tatsächlich genau ein Bus fährt – 09:20 Uhr. Das ist die Chance, aus dem abgelegenen Ort wieder Anschluss an das Bahnnetz zu bekommen.

    Der Bus kommt pünktlich. Während der Fahrt erscheint plötzlich die Arwaburg (Oravský hrad) – eigentlich einer der geplanten Motorrad-Stopps der Tour. Die Burg kann ich zumindest noch kurz fotografieren. Ein kleiner Moment, der daran erinnert, wie die Reise ursprünglich gedacht war.

    In Dolný Kubín folgt der nächste Rückschlag: Die geplante Verbindung nach Žilina existiert heute offenbar nicht. Statt lange Zeit zu verlieren, entscheide ich mich spontan für ein Taxi. 60 € bar – Preis ok gut die erstes t soll’s eine Stunde lange Fahrt, und der sicherste Weg, den Fernzug noch zu erreichen.

    Kurz vor Mittag erreiche ich Žilina. Jetzt läuft alles nach Plan: Zugticket buchen, einsteigen und pünktlich Richtung Bratislava starten.

    Der eigentliche Stress wartet dort. Beim Umsteigen bleiben gefühlt nur drei Minuten, trotzdem klappt der Wechsel auf den Anschlusszug nach Wien gerade noch rechtzeitig.

    In Wien Hauptbahnhof dann das nächste kleine Bahnabenteuer: Verspätung, Chaos bei den Wagennummern und ein Zug, der in Salzburg geteilt werden soll. Mein reservierter Sitz befindet sich zwar im “falschen” Wagen, gehört aber zum richtigen Zugteil nach München. Nach kurzer Kontrolle ist klar: Alles passt.

    Eigentlich ist die Zugfahrt nur eine andere Art der Improvisation als mit der Moped Tour, da wird auch regelmäßig improvisiert….

    Bilanz des Tages:

    * 🚌 1 Bus
    * 🚖 1 Taxi
    * 🚆 4 Züge (Žilina → Bratislava → Wien → München, mit Zugteilung in Salzburg)
    * 📍 Geplanter Motorrad-Stopp Arwaburg zumindest noch aus dem Bus erreicht
    * 💪 Alle Anschlüsse trotz knapper Übergänge geschafft

    * 🎯 Und die Überraschung ganz zum Abschluss am Sonntag: Ich bin fast auf die Minute genau am Heimatbahnhof angekommen! Plan: 08:04 – tatsächlich: 08:05.

    Bis München heute: 765 km ÷ 13,75 h ≈ 56 km/h, also die gleich Durchschnittsgeschwindigkeit die ich sonst auch am Tage fahre! 😏

    Der fünfte Reisetag ist damit endgültig zum Logistik-Tag geworden – aus der geplanten Motorradtour durch die Slowakei wird eine Heimreise quer durch Mitteleuropa. Trotzdem funktioniert Plan B erstaunlich reibungslos.
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    Trip end
    July 19, 2026