• Tag 33-2 Lom - Stabkirche

    Jul 28–29 in Norway ☁️ 11 °C

    Nach dem Sognefjellet und dem Hof Elvesæter sind wir in Lom angekommen. Ein unter Anderem wegen einer der 5 schönsten und gut erhaltenen Stabkirchen Norwegens touristisch hoffnungslos überlaufener Ort. Aber Lom hat auch schöne Wanderwege zu bieten.
    Die wunderschöne Stabkirche von außen besichtigt (Von innen war mir zu viel los und der Eintritt zu teuer😉)
    Anschließend haben wir noch eine kleine Wanderung gemacht und uns einen Stellplatz gesucht.

    Infos zur Stabkirche von KI:

    Die Stabkirche in Lom (Lom stavkyrkje) ist eine der größten, ältesten und am besten erhaltenen Stabkirchen Norwegens. Die im romanischen Stil errichtete Holzkirche stammt aus der Mitte des 12. Jahrhunderts und dient der Gemeinde in Fossbergom bis heute als reguläre Hauptkirche.

    Baugeschichte und Architektur:
    Mithilfe von Baumring-Datierungen (Dendrochronologie) konnte nachgewiesen werden, dass das verwendete Kiefernholz im Winter 1157/1158 gefällt wurde.

    Architektonischer Wandel:
    Ursprünglich als dreischiffige Hallenkirche erbaut, wurde sie im 17. Jahrhundert (1634 und 1663) erheblich erweitert. Der bekannte Baumeister Werner Olsen fügte Querarme hinzu und setzte das markante Kreuzdach mit dem hohen Mittelturm und den vier kleinen Ecktürmen auf.

    Heidnische Symbole:
    Auf den Dachfirsten thronen geschnitzte Drachenköpfe. Diese stammen aus einer Epoche, in der christliche Symbole und alte Wikingertraditionen bei der Christianisierung Norwegens miteinander verschmolzen.

    Spannende historische Fakten:

    Wichtiger Pilger-Knotenpunkt:
    Im Mittelalter lag Lom an einer der wichtigsten Routen zwischen Ost- und Westnorwegen. Die Kirche war eine zentrale Station für Pilger, die auf dem Weg zum Grab des heiligen Olav nach Nidaros (heute Trondheim) waren.

    Geheime Funde unter den Dielen:
    Bei großen archäologischen Ausgrabungen im Jahr 1973 entdeckte man im Kirchenboden über 2.000 mittelalterliche Münzen sowie ein geheimes, in Runenschrift verfasstes Dokument – einen historischen Liebesbrief.

    Kulturschatz im Inneren:
    Entgegen der oft düsteren Außenfassade überrascht der Innenraum mit einer kunstvoll geschnitzten barocken Kanzel aus Akanthusholz von Jakop Sæterdalen. Zudem besitzt die Kirche die größte Gemäldesammlung aller norwegischen Stabkirchen.

    Schutz durch Teer:
    Der charakteristische, dunkle Glanz und der typische, intensive Geruch stammen von echtem Kiefernteer. Die Kirche muss alle paar Jahre komplett von Hand frisch geteert werden, um das Holz vor dem rauen norwegischen Wetter zu schützen.
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