I don't know where i'm going but i'm on my way.
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  • Day29

    Das lachende und das weinende Auge

    October 3, 2019 in Malaysia ⋅ ⛅ 30 °C

    Ich war bereits schon vor dem Weckerklingeln wach, wie üblich an den Reisetagen. Schnell machte ich mich fertig und ging nochmal für ein paar Minuten zum noch dunklen Strand. Der Himmel riss langsam etwas auf und ich ließ die letzten vier Wochen Revue passieren.
    Es gab positive und negative Erlebnisse, wie immer im Backpacking. Ich wollte die Zeit in Malaysia fernab von der Heimat nutzen, um über zukünftige Optionen nachzudenken, muss jedoch zugeben, dass ich zu keiner endgültigen Entscheidung gekommen bin. Bleib ich in Erfurt oder kehre ich der Stadt den Rücken? Wie immer im Leben kann ich vermutlich nur eines tun - es auf mich zukommen lassen. Es wird sich schon alles so fügen, wie es letztendlich sein soll.

    Ich fuhr auf dem Jeep durch den allmählich erwachenden Dschungel und genoss noch einmal den Fahrtwind. Sogar ein paar Affen zeigten sich am Wegesrand. Am Hafen kaufte ich dann mein Ticket für die Fähre und schmuste mit einer Baby-Katze. Zwei Stunden dauerte die Fahrt bis zum Festland. Ich wollte ursprünglich ein Busticket kaufen, um dann weiter vom Busbahnhof in Kuala Lumpur mit dem Zug zum Flughafen zu fahren. Es gestaltete sich jedoch zum Glück einfacher und schneller für mich: Ein Taxifahrer fuhr mich mit seinem Kleinbus gerade mal für umgerechnet vier Euro mehr zügig in fünf Stunden zum Flughafen, ohne die großen Pausen, die die Busse hier immer machen. Nach der angenehmen und schnellen Tour suchte ich mir erstmal ein Restaurant am Flughafen, ich hatte über zwei Stunden bis zum Check in.

    Und wie üblich hier nun noch die Listen, welche Dinge ich wieder machen bzw. vermeiden möchte:

    A) Werde ich wieder machen:
    1. Genau die für diese Reise aufgestellte Packliste verwenden. Mein Gepäck war überaus sinnvoll und richtig diesmal geplant. Ich könnte statt acht Oberteilen aber auch nur sechs das nächste Mal mitnehmen. Ich habe insgesamt viermal Wäsche für wenig Geld waschen können und kam super damit zurecht.

    2. Vermehrt Hostels suchen beim Allein-Reisen. Günstiger und man lernt Leute kennen (vermutlich aber noch besser in der Hauptsaison). Allerdings auf Betten achten, die von Vorhängen umgeben sind.

    3. Mit jemandem zusammen reisen. Ich komme langsam weg von dem Gedanken, alles unabhängig und allein regeln zu wollen. Ich habe mir in den letzten Jahren genug bewiesen, dass ich es kann. Es ist doch ab und zu mal angenehm, Entscheidungen abgeben und sich zurücklehnen zu können. Ich kann es auch allein aber ich muss es nicht mehr unbedingt... Aber das wird sich dann beim nächsten Mal entscheiden, je nachdem, ob das Ziel und die verfügbaren Reisepartner zu mir passen. Ich lege mich dabei nicht endgültig fest, bleibe aber offen für Reisebegleitungen.

    B) Werde ich versuchen zu vermeiden:
    1. Allein in den Nationalpark gehen. Es ging nochmal gut, aber im Bako-Nationalpark hätte ich schon lieber von Anfang an eine Begleitung gehabt. Dass ein paar Wochen vorher ein 60-jähriger Mann abends verloren ging und erst am nächsten Morgen wieder auftauchte, nachdem er die Nacht im Dschungel verbracht und nicht gefunden werden konnte, hat mich in dieser Erkenntnis bestätigt.

    2. In ein Land zu reisen, wo die Highlights so weit entfernt voneinander liegen. Es gingen einige Urlaubstage allein für die Anreisen drauf und das war ab und zu schon anstrengend. In Bali bin ich höchstens mal vier Stunden gefahren, das war wesentlich angenehmer.

    3. Mich nur auf mein Handy und das verfügbare WLAN zu verlassen. Das mag auf Bali einfach gewesen sein, aber in Malaysia habe ich des Öfteren eine Sim-Karte für das mobile Datennetz vermisst. Ich wurde immer wieder vor Herausforderungen gestellt und musste mir auch ab und zu mal einen Hotspot geben lassen.

    Würde ich wieder nach Malaysia reisen? Eher nicht. Aber das liegt auch daran, dass ich alles Sehenswerte aus meiner Sicht geschafft habe und es noch so viel mehr auf dieser Welt zu entdecken gibt. Kuba und Bali würde ich allerdings irgendwann nochmal machen. Da war ich ja auch noch nicht fertig.
    Ich kehre Malaysia mit einem lachenden und einem weinenden Auge den Rücken. Traurig bin ich ein wenig, weil der Urlaub schon wieder vorbei ist und ich nicht weiß, wann ich das nächste Mal zum Meer komme. Und ein wenig graut es mir vor dem Stress im neuen Semester und der Suche nach einem passenden Praktikum und der Masterarbeit im nächsten Jahr. Aber es wird schon. So, wie bisher immer alles wurde.

    Ich freue mich auf meine Familie und darauf, meine vielen Freunde wieder zu sehen und über das Leben mit ihnen zu philosophieren. Ich freue mich vor allem auch darauf, die kleine Leonie in die Arme nehmen zu können. Und irgendwie auch auf das dritte Semester und meine Kommilitonen, auch wenn es anstrengend zu werden verspricht. Und ich freue mich auf meine Wohnung, die Weinabende mit Rita und Michi und die täglichen Gespräche mit Sassi.
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  • Day28

    Schnorcheln mit Wasserflöhen

    October 2, 2019 in Malaysia ⋅ ⛅ 28 °C

    Nach dem Frühstück warteten wir auf den Fahrer, der uns zum Schnorchelausflug bringen wollte, wie uns vorab gesagt wurde. Stattdessen hielt ein Boot am Strand und wir mussten resigniert feststellen, dass es von da aus zum Schnorcheln ging. Also ab durchs Wasser mit dem Rucksack auf dem Kopf bis zum Boot. Dort halbwegs trocken angekommen, gesellten sich zugleich zahlreiche Malayen zu uns - also nichts mit schönem Alleingang bei der Erkundung der Unterwassertierwelt, das stand fest. Wir hielten an zwei Spots, wo wir viele bunte Fische und Korallen sichten konnten. Ich sah sogar einen noch größeren Hai als zuvor bei den anderen Ausflügen.
    Danach hielten wir auf einer Insel für eine Pause und wärmten uns in der Sonne auf. Diana 2 und ich beschlossen auch hier nochmal eine Runde zu schnorcheln, da die zahlreichen Quallen hier ungefährlich erschienen. Wir wurden immer mal gezwickt - die Wasserflöhe sahen ihre Zeit gekommen, um anzugreifen. Nach diesem Halt ging es noch zu einem letzten Stopp. Dort konnten die Dianas eine Schildkröte sehen, ich kam leider zu spät ins Wasser. Dafür tat es dann umso mehr weh: hier waren die Wasserflöhe so richtig aggressiv. Nach etwa fünf Minuten hatte ich genug und schwang mich wieder aufs Boot.
    Zurück ging es aufs Festland, wir waren auch fix und fertig vom vielen schnorcheln. Wir entspannten auf den Liegen, doch das Wetter war uns nicht wohl gesonnen. Es regnete in einer Tour und wollte auch nicht mehr aufhören. Den Abend verbrachten wir dann im Restaurant unter dem Dach und ließen unseren letzten gemeinsamen Abend hier mit Essen, Bier und Wein ausklingen.
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  • Day27

    Das süße Nichtstun No. 2

    October 1, 2019 in Malaysia ⋅ ⛅ 30 °C

    Heute genossen wir noch einmal intensiv die Sonnenstrahlen und das schöne Wetter im Allgemeinen, lasen viel und aßen zwischendurch. Ich versuche für mich gerade in den letzten Tagen jetzt so viel Meeresrauschen, Sonne und blauen Himmel wie möglich mitzunehmen. Das Meer wird mir sehr fehlen, das weiß ich jetzt schon.Read more

  • Day26

    Grenzen überschreiten und neue setzen

    September 30, 2019 in Malaysia ⋅ ☁️ 28 °C

    Heute stand wieder Dschungeltrekking an. Wir wollten zu einem Wasserfall wandern. Mit der romantischen Vorstellung wanderten wir beschwingt mit unserem Guide los. Nach etwa fünf Minuten einfachen Weges ging es in die Tiefen des Dschungels hinein. Wir mussten durch den morgendlichen Regen verursachte glitschige Wurzeln, Felsen und schlammige, rutschige Stellen überwinden, während uns der Schweiß durch die feuchtheiße Tropenhitze im Gesicht stand.
    Wir begriffen schnell, dass diese Unternehmung eher einer Kletter-Tour als einer Wanderung glich. Ich war durch meine Wunden an den Knien von Anfang an etwas unsicher, da ich sie mir nicht erneut aufschürfen wollte. Nachdem ich zweimal mit meinen fast profillosen Turnschuhen etwas riskant gerutscht und hingeflogen war, überfiel mich eine Panikattacke drei Meter vor dem Ziel. Es galt über einen Fluss mit rutschigen Steinen zu klettern. Es kam wie es kommen musste: ich rutschte erneut aus und fiel ins Wasser, inklusive der vorher ausgezogenen Turnschuhe. Ein größerer Stein löste sich und fiel auf meinen linken Fuß. Ich wusste nicht mehr wie ich mich bewegen sollte und die Panik erlangte endgültig die Oberhand. Ich weinte wie ein Baby und wollte mich partout nicht mehr bewegen. Im Nachhinein etwas peinlich, aber so war es nun mal. Diana 2 half mir auf, mein Fuß steckte zum Glück nicht fest. Noch drei Schritte und ich konnte mich endlich niederlassen auf einem Stein. Der Anblick stimmte uns alle jedoch sogleich enttäuscht. Der sogenannte Wasserfall war eher ein Witz. Dafür hatten wir uns so abgekämpft?! Nun gut, es war nicht mehr zu ändern. Zumindest können wir hinterher drüber lachen, trösteten wir uns. Nach einer dreiviertel Stunde traten wir den Rückweg mit unserem sehr stillen Guide an. Meine Befürchtungen lösten sich zum Glück in Luft auf. Rückwärts mussten wir nicht mehr klettern und konnten einen entspannten, schnellen Weg zurück zur Unterkunft genießen.
    Dort angekommen, gönnten wir uns ein Mittagessen und ruhten den restlichen Tag am Strand. Für heute war es genug an Aufregung. Während Conny und Diana 1 die Herausforderungen im Klettern genossen hatten, machten Diana 2 und ich einen Haken dran. Wasser ist eben mehr unser Element. Nochmal brauche ich so eine riskante Tour jedenfalls nicht. Die Grenze wurde überschritten und für mich auch wieder neu gesetzt. Klettern war noch nie mein Ding.
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  • Day25

    Das süße Nichtstun

    September 29, 2019 in Malaysia ⋅ ☁️ 30 °C

    Der Tag fing mit einem entspannten und leckeren Frühstück an. Anschließend ging es an den Strand, wo zahlreiche Liegen aufgrund der Nebensaison auf uns warteten. Wir suchten uns in der ersten Reihe vier nebeneinander stehende aus und ließen uns da für den Rest des Tages nieder. Ich ließ das Meeresrauschen, die grüne Dschungelumgebung und den gelben Sandstrand auf mich wirken und versuchte es so gut wie möglich in mich einzusaugen für die kommenden Monate in Deutschland.

    Während sich Diana 1, die etwas angeschlagen durch die Klimaanlage im Bus war, und Conny eine Massage gönnten, versuchten Diana 2 und ich uns im schnorcheln. Doch bis auf das schöne Gefühl unter Wasser zu sein, konnten wir keinerlei neue Erfahrungen mit der Unterwasserwelt sammeln. Es war zu sandig und ein etwas zu hoher Wellengang, um unter Wasser was zu sehen. Das Salzwasser brannte ein Glück gar nicht in meinen Wunden und das Hüpfen in den Wellen und mit ihnen treiben lassen bereitete mir großen Spaß.

    Später gönnten wir uns für umgerechnet fünf Euro ein Glas Weißwein. Alkohol ist wegen dem hier vorherrschenden Islam so teuer und ich habe mir bisher nur die Biere für je drei Euro erlaubt. Wir sahen den Anfängern bei ihren ersten Surf-Versuchen zu und genossen ansonsten einfach mal das pure Nichtstun. Bis plötzlich der Surflehrer uns den aufregenden Hinweis gab, dass etwas weiter hinten am Strand jetzt Schildkröten ins Meer laufen würden. Wir nahmen sofort die Beine in die Hand und rannten über den unter unseren Füßen einsinkenden Sand bis zur Schildkrötenaufzuchtsstation.
    Dort angekommen, konnten wir die Ausgrabung eines Nestes durch eine Frau beobachten. Daneben ein Fotograf und ein paar wenige Menschen, die das Geschehen von innen unter dem Netzkäfig beobachteten. Außen herum standen viele Touristen und fotografierten fleißig. Eine einzige lebende Schildkröte konnte heraus gesammelt werden. Die restlichen Eier hatte eine Krabbe ausgesagt, welche uns auch präsentiert wurde. Die einzelne kleine Schildkröte wurde zum Wasser gebracht und hatte große Mühe, hinein zu gelangen. Durch den starken Wellengang wurde sie immer wieder an Land gespült. Ein Mann, der für die Aufzuchtstation arbeitet, drehte sie immer wieder um, wenn sie auf ihrem Panzer lag. Schließlich brachte er sie etwas weiter ins Meer hinein, damit sie es schaffen konnte. Diese ganze Aktion und die damit verbundene Aufregung rührte uns sehr zu Tränen, Diana 2 weinte sogar sehr emotional. So schön romantisch, wie es oft in den Medien von anderen dargestellt wird, war es gar nicht. Von einhundert Schildkröten überlebt lediglich eine. Den harten Kampf der zarten kleinen Schildkröte mit anzusehen, hat uns sehr berührt.

    Nach diesem Spektakel buchten wir unsere Wanderung für den morgigen Tag und gingen Abendbrot essen. Plötzlich entdeckten wir vier kleine niedliche Kätzchen vor der Terrasse, die ausgiebig miteinander spielten. Es war so schön ihnen dabei zuzusehen. Zum Abschluss des Tages ging es dann noch an den Strand, wo ein Chinese seine alltäglichen Liebeslieder sang - mit einer mehr oder weniger richtig sitzenden Stimme.
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  • Day24

    Hochs und Tiefs

    September 28, 2019 in Malaysia ⋅ ☁️ 29 °C

    Wir stellten uns extra früh den Wecker, um frühstücken zu können und den ersten Bus weg von Kuantan zu bekommen. Am Busbahnhof angekommen, kauften wir sogleich die Tickets. Nachdem unser Bus erstmal für eine halbe Stunde verschwand und wir schon langsam Panik bekamen, ging es dann doch noch los. Komfortabel und zügig ging es nach Mersing.

    Der erste Schock

    Auf dem Weg zum Hafen passierte mir dann ein dummes Missgeschick. Ich stolperte über eine unebene Kante und wurde durch das Gewicht des Rucksacks nach vorne katapultiert. Ich dachte beim Stürzen nur an meine Zähne, fing mich mit Händen und Knien weitestgehend auf und landete mit der Stirn auf der Bordsteinkante. Der Schock war zum Glück schlimmer als der Sturz selbst. Ich hatte nur leichte Wunden, lediglich das rechte Knie erwischte es ein bisschen mehr.

    Der zweite Schock

    Nach einer kurzen Verschnaufpause kauften wir die Tickets für die Fähre dann euphorisch und erkundigten uns erst nach dem erfolgten Kauf nach der Uhrzeit. Da kam der nächste Schock: erst in sechs Stunden würde die nächste Fähre starten. Ein verlorener Tag. Wir suchten uns ein Restaurant am Hafen, die Speedboote waren für uns unbezahlbar. Zur Ruhe gezwungen, lasen wir und spielten Kniffel...und versuchten uns im positiven Denken. Wer weiß, für was das heute gut ist. Als es dann halb sieben abends endlich auf die Fähre ging und in die dunkler werdende Nacht hinaus, wurden wir wieder motivierter.

    Die beste Taxifahrt meines Lebens

    Auf der Insel Tioman angekommen, stellten wir fest, dass es kein Grab gab. Den Taxifahrer, der uns sofort angesprochen hatte, nahmen wir dann doch in Anspruch - und hatten die weitaus beste Taxifahrt, die man nur haben kann. Wir fuhren hinten auf seinem Jeep durch eine sternenklare Nacht inmitten des Dschungels. Umgeben von Dschungel-Geräuschen, der Milchstraße, großen Bäumen und riesengroßen Palmenblättern fuhren wir beseelt zur Unterkunft. Diese stellte sich ebenfalls als hervorragend heraus. Endlich eine saubere Unterkunft direkt am Meer als krönenden Abschluss. Wir aßen Abendbrot und ich setzte mich mit Diana 1 noch an den Strand. Wir lauschten den Wellen, genossen den Sternenhimmel und die Livemusik und freuten uns auf die nächsten Tage. Genau für solche Erlebnisse reise ich. Um Außergewöhnliches, fern vom Alltag, zu erleben.
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  • Day23

    Zwischenstopp in Kuantan

    September 27, 2019 in Malaysia ⋅ ⛅ 28 °C

    Nach einer halbwegs guten Nacht, in welcher ich die aggressive Klimaanlage unserer sehr einfachen Unterkunft immer wieder ein- und ausschalten musste, ging es erstmal zum gemütlichen Frühstück. Heute gab es neben dem typischen weißen Toastbrot, Marmelade, Butter, Nuggets und Melone sogar noch Bananenkuchen, was mein Herz wieder höher schlagen ließ. Nach der Stärkung checkten wir aus und genossen noch eine Stunde am schönen Sandstrand, umgeben von Palmen, blauen Himmel und türkisem Meer.

    Dann ging es mit dem Speedboot wieder zum Festland, die Fahrt war wesentlich entspannter mit ruhigeren Wellengang als die erste zur Insel Perhentian Besar hin. Kaum ausgestiegen, schauten wir nach einem Grab-Taxi und bestellten es auch gleich. Jedoch konnte uns nicht unser Zielort Kuantan angezeigt werden. Nachdem uns der bestimmt fünfte Taxifahrer am Hafen ansprach, handelten wir dann doch einen Preis aus und fuhren mit ihm mit. Die fünf Stunden Fahrt, vorbei an sämtlichen Palmölplantagen, zogen sich ein wenig. Die Plätze im Auto waren nicht sehr bequem und während es vorne durch die Klimaanlage zu kalt war, kam hinten fast keine Luft an. Wir wechselten solidarisch bei jeder kurzen Pause die Plätze. Als wir in Kuantan einfuhren und der Taxifahrer uns das Zentrum zeigte, waren wir etwas weniger motiviert in der Stadt mehr als eine Nacht zu verbringen. Im Hotelzimmer buchten wir also gleich im Hotel auf Tioman eine Nacht eher, zum Glück waren noch Zimmer frei.

    Anschließend liefen wir auf der Suche nach Mitbringseln für unsere Lieben etwas wirr umher und konnten weder schöne Magneten, noch überhaupt einen einfachen Touri-Shop finden. Mit Blick auf unsere Umgebung war dies auch nicht verwunderlich - Kuantan ist einfach kein Magnet für Touristen. Uns bot sich ein Stadtbild sehr heruntergekommener Gebäude. Lediglich eine prunkvolle Moschee und ein schönes Restaurant am Fluss konnten wir ausmachen als Highlights. Wir aßen in diesem Restaurant dann auch und planten unsere Weiterfahrt für den morgigen Tag. Es sollte so früh wie möglich los gehen, wir haben eine Busfahrt und Überfahrt mit der Fähre auf die Insel Tioman vor uns und sind erst nachmittags dort - wenn alles so läuft wie geplant.
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  • Day22

    Die Unterwassertierwelt und ich

    September 26, 2019 in Malaysia ⋅ 🌧 27 °C

    Es regnete den ganzen Morgen in Strömen und wir hatten schon Angst, dass es so bleiben könnte. Doch gegen Mittag klärte es endlich auf und wir machten einen kleinen Strandspaziergang. Anschließend aßen wir zu Mittag und Diana 1 und ich meldeten uns für die Schnorcheltour an. Ich fand die gestrige so schön, dass ich sie auch gerne nochmal mit machte. Diesmal sahen wir sogar noch mehr und viel größere Haie. Jedoch war an den einzelnen Spots auch viel mehr los und die himmlische Beinfreiheit beim gestrigen Schnorcheln fehlte mir etwas. Nach der Tour sonnten wir uns am Strand mit Diana 2 und Conny und nutzten die Abendstunden für ein Fotoshooting. Außer dem Abendessen passierte auch nicht mehr viel am Abend dann. Solche Tage muss es auch mal geben. Die drei letzten Tage am Strand entspannen und im klaren Wasser schnorcheln bei Sonne und unter blauen Himmel taten meiner Seele sehr gut. Mein Herz geht immer auf, sobald ich meine Nase unter Wasser stecken und die Tierwelt dort beobachten kann.Read more

  • Day21

    Haie, Nemo und Wiedervereinigung

    September 25, 2019 in Malaysia ⋅ ⛅ 29 °C

    Nach dem nicht überzeugenden Frühstück und einer kurzen Relaxstunde am Strand kam mein Wassertaxi, um mich zur nächsten Bleibe zu bringen. Ich bezog die Unterkunft und machte mich gleich an die Erkundung des Hausriffs - ich wurde nicht enttäuscht und konnte eine Vielzahl bunter Fische bewundern. Anschließend buchte ich noch eine Schnorcheltour, welche sich als bisher beste überhaupt herausstellte. An vier Stellen hielten wir. Beim ersten Halt gab es noch mehr Fische als am Hausriff, beim zweiten konnte ich sogar Haie sichten. Ganze acht Stück haben sich mir gezeigt. Beim dritten Stopp fand ich drei Nemos und beim letzten Halt gab es eine sehr große Schildkröte zu bewundern. Völlig beglückt und beeindruckt ging ich danach duschen und kurz darauf kamen schon meine drei Mädels, erschöpft nach einer langen Reise. Wir legten uns erstmal an den Strand, entspannten und tauschten uns aus. Anschließend ging es Abendessen. Die nächsten Reisepläne wurden geschmiedet. Ein schöner, entspannter Tag ging zu Ende.Read more

  • Day20

    Endlich!

    September 24, 2019 in Malaysia ⋅ ⛅ 29 °C

    Nach der erholsamen Nacht ging es zunächst zum Hafen, um ein Bootsticket zu kaufen. Der sympathische Hotelbesitzer fuhr mich wieder und schenkte mir sogar noch Kuchen und Wasser für die Überfahrt. Nach einer Stunde Wartezeit ging es dann endlich aufs Motorboot. Zum Glück bin ich seefest und liebe wilde Fahrten sogar. Den anderen Mitfahrern ging es auch so und wir freuten uns und lachten um die Wette, wenn der Bootsfahrer mal wieder eine besonders hohe Welle erwischte. Endlich sah ich wieder das glitzernde Meer und blauen Himmel, endlich kam die Sonne wieder richtig durch. Auf der Insel Perhentian Besar angekommen, konnte ich mich gar nicht genug satt sehen an dem strahlend türkisen Meer. Der Strand war sauber und ebenfalls sehr schön - ein Traum wie aus einem Reisekatalog. Ich ging zuerst zu meiner Unterkunft und checkte ein. Mein Zimmer hatte ich sogar für mich allein, weil es gerade außerhalb der Saison ist. Naja nicht ganz allein - eine Menge Ameisen tümmelten sich auf dem Boden. Aber der Strand und das Meer vor der Tür macht alles wieder wett und eine Nacht halte ich das schon aus.
    Nachdem ich in meinen Bikini geschlüpft war, machte ich mich erstmal auf die Suche nach einem Wassertaxi für den morgigen Tag zum anderen Strand. Dies stellte sich als äußerst schwierig heraus. Aufgrund der wenigen Touristen fahren die Taxifahrer zur Zeit nicht so oft. Nach umfangreicher Befragung aller Resorts musste meine Rezeptionistin am Ende dann eins extra von außerhalb buchen für mich. Eine halbe Stunde - oder mehr - möchte ich nun auch nicht alleine durch den Dschungel samt Gepäck zum anderen Strand morgen laufen. Nachdem meine Suche nach einer Schnorcheltour vergebens war, weil diese nur um zehn Uhr morgens mit Voranmeldung stattfinden, aß ich erstmal Frühstück/Mittagessen und genoss die Aussicht. Was soll´s - ich kann den ganzen Tag auch mal am Strand entspannen und verzichte eben mal auf Action. Gibt Schlimmeres.
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