• Ad Quintum

    7. maj, Albanien ⋅ ☁️ 22 °C

    Wir frühstücken unter der Heckklappe, weil es minimal tröpfelt. Gegen 10 Uhr brechen wir auf. Bewusst ignorieren wir das Navi, um nicht wieder eine wilde Buckelpiste fahren zu müssen. Allerdings zeigt das blaue Schild in Tirana nur zwei Pfeile nach rechts oder links. Vor uns fahren auch einige Auto geradeaus. Also passen wir uns an und machen mit. Wir verlassen Tirana in Richtung Osten zum Bovilla-Reservoir. Die Straße, die den Namen nicht verdient, zwingt uns zum Aufgeben und wir kehren um. Bevor wir Zustände bekommen, lassen wir dieses Gebiet lieber aus und disponieren um. Wir fahren zurück nach Tirana, um mitten durch Tirana fahrend in den Süden zu kommen. Das Chaos auf der Straße wird unübersichtlicher. Aus dem Nichts wird es drei- und danach zweispurig. Unangekündigter Reißverschluss trifft auf Kreisverkehr. Nur wenn man sein Tempo hält und ohne zu bremsen, dorthin fährt, wo man hin will, können die anderen einschätzen, was man vor hat. Aus irgend einem Grund funktioniert das wirklich.
    Auf dem Weg nach Süden kommen wir an einer alten römischen Pferdewechselstation vorbei. Die Reisenden auf der Via Egnatia legten hier im 2. Jh. eine Pause ein. Die Tränke für die Tiere und ein Badehaus mit der Fußbodenheizung sind noch erkennbar.
    Von dort setzen wir die Weiterfahrt fort. Ich finde heraus, dass in der Wander-App die wilden Straßen mit gelb oder rot markiert sind. Das testen wir nun und man kann genau sehen, das 100 Meter weiter eine Holperpiste wieder normal wird. Da weiß man wenigstens, ob und wann man es überstanden hat.
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