• Skotini- Höhle

    I dag, Albanien ⋅ ☀️ 20 °C

    Nach dem Frühstück bietet uns unsere Gastoma einen Çaj an. Den lehnen wir natürlich nicht ab. Er ist sehr süß und sie reicht noch eine halbe Zitrone dazu. Ein Träumchen am Morgen. Sie spricht kein Englisch und wir kein Albanisch. Mit Händen und Füßen erklärt sie uns, dass der Tee aus den albanischen Bergen ist und flitzt in die Küche, um uns einen getrockneten Büschel zu holen. Sie besteht darauf, dass wir den Tee mit nach Hause nehmen. Danach ist sie wieder verschwunden und kommt mit einer Tüte weiteren Tees. Wir erkennen es immerhin als Lindenblütentee. Auch davon packt sie uns etwa ein. 5 Minuten später hat sie eine Flasche mit fein gemahlenen Krümeln in der Hand. Hiervon streut sie etwas in eine Zippertüte. Wir vermuten Majoran oder ähnliches. Als letztes bringt sie einen Beutel und macht davon etwas in Alufolie. Sie versucht uns mit meinem Handy und dem Übersetzer (menexhik ose dhjosme) zu erklären, was es sein soll. Das Resultat lautet "Bauer oder Narr". Wir sind genauso schlau wie vorher und biegen uns mit ihr vor Lachen. Als Didi sie fragt, ob die Krümel in der Alufolie auch nicht aus dem Nachbardorf Lazarat sind, klopft sie sich lachend auf die Schenkel und sagt auf albanisch mit erhobenem Zeigefinger sowas wie "jo, jo, jo, policia". Jo heißt hier nein und das Kopfnicken ebenfalls. Es ist voll lustig mit ihr und wir verabschieden uns, damit wir weiter können.
    Auf dem Weg nach Süden legen wir einen kurzen Stop an der Skotini- Höhle ein. Wir müssen ein wenig suchen bis wir den Eingang finden. Eine Taschenlampe macht es in der Höhle taghell. Bevor wir die vielen Fledermäuse sehen, können wir sie hören. Der unterirdische glasklare See wird auch gerne von Tauchern genutzt.
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