Eine Reise mit fixem Hub. Sich treiben lassen und geniessen.
  • Day15

    Tot ziens mooi eiland

    September 1 in the Netherlands ⋅ ☀️ 20 °C

    Zwei Wochen Ferien gehen in aller Regel rasch vorbei, zumal man seiner Seele oft zu viel Reize zumutet - gerade für ein Texel Greenhorn habe ich während dieser Detox Tage einige neue Sachen gesehen, gerochen, gegessen, ja sogar ausgesprochen. Aaaber ich nehms vorweg - meine Motivation, noch Holländisch zu lernen, war zu schwach, so dass ich mit Deutsch oder Englisch und dem ganz förmlichen und offensichtlichen Niederländisch durchgeschlagen habe.
    Auch wenn dies nur wie eine Side-Note klingt, so erinnert es mich daran, warum ich in Frankreich, Irland, England, Schottland doch nochmals andere Chancen zur Interaktion habe - ich verstehe die Leute und habe die Chance mit ihnen in ein Gespräch zu kommen, das auch Tiefgang bekommen kann. Ich mag das, nein ich liebe es. Es öffnet so viele Türen oder Gelegenheiten. Ich bedaure, dass ich die aus meinem Unvermögen auf Texel nicht konnte. Umso grösser ist dieses Bedauren, wenn man all die lieben, hilfsbereiten und doch fast immer lächelnden Leute trifft, meistens bei Ihnen was kauft. Man ist äusserst freundlich, man fragt sorgfältig nach, man kümmert sich um das Wohlergehen der Gäste. Auch wenn es tatsächlich eine reservierte Facette gibt (gibt es bei uns Schweizern ja auch), so kann man überhaupt nicht über die Gastfreundschaft der Texelaner (nennt man die so?) meckern.

    Was hat mir noch ausserordentlich gefallen? Ok das ist zu viel Text für in einen Blog, aber der Versuch sei gewagt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

    - Das Meer, die Paals, die wunderschöne auf Stelzen gestellte hölzerne Restaurants haben.
    - Gefühlt undendliche Strände, um Tiere zu sichten, oder zu bewegen 🐕
    - Die Dünen die eine magisch Verbindung zwischen Sand und Grün eingehen und ständig in Bewegung sind
    - Alle Orte auf Texel (chronologisch absteigend von fantastisch schön - schön: De Waal, Oudeschild, De Burg, Den Hoorn, De Koog). Alle Orte in ihren äusseren Stadtteilen extrem gepflegt und ruhig, da würde ich sofort wohnen oder zudmindest ein paar Wochen pro Jahr Ruhe suchen
    - Meine zwei liebsten Begleiter, die mich stets auf Trab gehalten haben und mich eingeladen, die Insel auch zu Fuss zu entdecken
    - Der wunderschöne Wald neben unserem Haus, der wie in einem Märchen immer wieder einen neuen Weg für uns bereit hielt, selbst wenn man langsam das Gefühl hatte, dass man es doch alles gesehen hätte.
    - Die Velowege, die äusserst gut ausgebaut sind und Velofahren als Ganzes einen Hohen Stellenwert geben. Da sind wir in der Schweiz noch Meilenweit entfernt!
    - Die Austern, die am besten im BOSQ mit exotischer Vinegraitte schmecken. (Auch an den anderen Orten aber sehr gut)
    - Die Ruhe, mit der Land und Leute ausgezeichnet gelernt haben umzugehen - man wirkt nie wirklich gestresst und ist doch effizient.
    - Der Wind, den ich von meinen präferierten Feriendestinationen hier auch wiedergefunden habe.
    - Das wunderbare Haus mit der Aussicht, das einem "zwingt", einen Gang runterzufahren.
    - Das Ecomare und die Idee, sich für Tiere einzusetzen und dies auch Kund zu tun (Tue Gutes und sprich darüber)

    Es gilt explizit festzuhalten, dass die schöne Dinge hier um vieles überwiegen uns die Holländer, wenn auch mehrheitlich non verbal, uns wunderschöne Spätsommerferien beschert haben.

    Nun gehts nach einer erholsamen Zeit mit vielen Erlebnissen und eigen hundert Fotos als schöne Erinnerung retour in die Schweiz.

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  • Day13

    Das nahe Festland

    August 30 in the Netherlands ⋅ ⛅ 20 °C

    Nach dem morgendlichen Waldspaziergang geht es für uns heute Richtung Festland.
    Mit dem Fahrrad sind es gut 20 Minuten von unserem Haus bis zur Teso welche von t'Horntje aufs Festland nach Den Helder fährt.

    Mit dem Fahrrad ist das übersetzten mit der Fähre genau so einfach wie mit dem Auto. Sogar der liegen gelassene Fahrradschlüssel wurde innert Minuten gefunden und so wurde unser Ausflug nicht vorzeitig ausgebremst.

    Unser Tagesziel heute liegt gleich am Hafen, das Marine Museum der Niederlande. Von Aussen fällt sofort das U-Boot Tonijn auf doch das sparen wir uns fürs Ende unseres Museumsrundgangs auf.

    Wer sich für die Geschichte der Niederländischen Schifffahrt, Schiffsbau, Werftarbeit und Technik interessiert ist hier richtig. Das Museum ist sehr modern eingerichtet. Der Audioguide ist ein idealer Begleiter, bei jeder Station kann ausgewählt werden zu welchen Themen man vertiefte Informationen haben möchte. Es ist eine interaktive Ausstellung. Man navigiert ein Forschungsboot durch die Eisschollen im Norden oder auch ein U-Boot auf Spionagemission gar nicht so leicht mit einem Ruder und nur einem Gashebel.

    Am Ende der sehr weitläufigen Ausstellung kommt "Tonijn". Es erlaubt den "Landratten" einen Einblick in das enge, verwinkelte und interessante Innere eines U-Bootes. Tonijn ist seit 1991 Ausserdienst. Es ist mit einer Länge von gut 78m und einer Breite von knapp 8m nicht zu übersehen. Aber innen ist es nichts für Menschen mit Klaustrophobie.

    Nach diesen vielen Eindrücken radeln wir noch ein bisschen durch das Hafenstädtchen. Den Helder hat einen überschaubaren schönen Kern. Viele kleine Läden, einige Einkaufspassagen und auch einige gute Fischrestaurants.

    Nach einem Tag, voll gepackt mit neuen Eindrücken ist es schön wieder die Fähre zu besteigen (wie ein Bus auf dem Meer) und Texel wieder entgegen zu fahren.
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  • Day9

    Nationalpark und Seehunde

    August 26 in the Netherlands ⋅ ⛅ 20 °C

    Heute ist der Erste Tag an dem es spürbar etwas kühler ist. Es hat zum ersten Mal in der Nacht etwas geregnet und die frische Luft fühlt sich angenehm an.

    Der Perfekte Tag für eine Wanderung durch die Bollekamer. Diese ist Teil des "Nationaal Park Duinen van Texel". In der Bollekamer die zum grossen Teil aus Torfmoos besteht leben neben den zahlreichen Vögeln (zur Freude vieler Ornithologen) auch Exmoor Ponys und Angus Rinder die man ab und zu antrifft.

    Nach der Wanderung durch das Naturschutzgebiet machen wir uns ohne Jack auf ins Ecomare, dort sind Hunde verboten. Nicht ganz alle Hunde.

    Das Ecomare ist ein Naturkundemuseum und Aquarium. Wir besuchen hier die Seehundeauffangstation. Sehen die kleinen Heuler, welche einsam am Strand gefunden wurden. Diese werden hier Aufgepäppelt bevor sie wieder ins Meer zurück dürfen. Auf Sandbänken vor Texel gibt es eine grössere Population von Seehunden in die sie sich später wieder eingliedern.

    Auch sehen wir hier einige Tiere die durch z.B. eine Ölpest so schwer verletzt wurden, dass sie im Ecomare ein Zuhause gefunden haben und ihren Lebensabend hier verbringen dürfen, es sind Seehunde, Kegelrobben und Seevögel aller Art. Heute Nachmittag verbringen die meisten Bewohner des Ecomare ihre Zeit damit sich zu Sonnen.

    Eindrücklich ist auch der neu gebaute Walsaal. Von Zeit zu Zeit werden tote Wale an der Niederländischen Küste angespült, auch auf Texel. Der Grösste war bisher ein 24 Meter Finnwal, das Skelett in seiner ganzen Grösse kann man in der Interaktiven Ausstellung genauer anschauen. Daneben scheinen Pottwale und Buckelwale die man im Walsaal ebenfalls findet geradezu klein.
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  • Day7

    Das Land der Fahrräder

    August 24 in the Netherlands ⋅ ⛅ 23 °C

    Auf Texel kommt man mit dem Auto gut von A nach B - noch besser und schöner geht es mit dem Fahrrad. Wir haben uns Online bei www.fietsenoptexel.nl zwei E-Bikes inkl. Hundeanhänger geliehen. Das praktische an Fietsen op Texel, die Räder wurden uns am Sonntag Abend vor die Haustüre gestellt und werden am Donnerstag vor unserer Abreise auch wieder abgeholt. Toller Service!

    Es gibt mehrere 100km Radweg auf der Insel. Die Wege sind schön ausgebaut, vom Autoverkehr getrennt und bieten meist eine wunderschöne Aussicht und führen durch die Natur.

    Wir wollen mit unseren Rädern auch um die Insel fahren. Ich will Stefan die einzelnen Dörfer zeigen. Jedes hat seine Eigenheiten.

    Den Hoorn im Süden der Insel ist heute ein eher kleineres Dörfchen ohne grossen Touristischen Kern. Aber mit viel Geschichte. De Oude Hoorn wie das frühere Dorf hiess wurde 1398 im Haken-und-Kabeljau-Krieg niedergebrannt. Im 17. Jahrhundert war es ein wichtiger Anlagepunkt für die Handelsschiffe.

    Im Osten liegt Oudeschild, der drittgrösste Ort der Insel. Mit der Marina für 200 Schiffe, dem Fischereihafen sowie der schönen restaurierten Mühle. Früher wurde über diesen Hafen die Süsswasserversorgung mit Fässern für die ganze Insel sicher gestellt.

    Den Burg liegt Zentral auf der Insel. Es ist der Hauptort und das Verwaltungszentrum. Mit der Flaniermeile, dem schönen Wochenmarkt, den alten Gebäuden und den vielen Restaurants lädt es zum Erkunden und Verweilen ein.

    Unser Zuhause auf der Insel liegt mit dem Rad knapp 15 Minuten von Den Burg entfernt. Nach dieser schönen Tour geht es für uns zurück.
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  • Day4

    Wie immer und doch neu

    August 21 in the Netherlands ⋅ ⛅ 19 °C

    Für mich ist Texel seit mehr als 2 Jahrzehnten immer wieder eine Reise wert.
    Früher mit der Familie, dann mit Freunden, auch mal alleine obwohl, mit Jack bin ich nie alleine.

    Dieses Jahr ist nochmal etwas besonders, mehr als sonst. Es ist das erste Mal, dass Stefan mit dabei ist. Es ist schön nach all den Jahren alles doch nochmal "neu" zu sehen. Die Wege zu erkunden, die Restaurants gemeinsam zu entdecken und auch zu sehen was sich seit meinem letzten Besuch (2018) verändert hat.

    Wir geniessen es auch mal in den Tag hinein zu Leben, die Sonne geniessen (wir haben so 28 Grad), Lesen, Zeichnen oder wonach auch immer uns der Verstand steht.
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  • Day2

    Over the sea to Texel

    August 19 in the Netherlands ⋅ ⛅ 21 °C

    Nach einer kurzen aber erholsamen Nacht geht es nun weiter quer durch Holland bis an den Zipfel. Vorläufiges Routenziel ist Den Helder, ganz im Norden Hollands, wo auch eine grössere Marinewerft der holländischen Flotte angesiedelt ist. TESO Fähre erreicht, die uns "over the sea" to Texel führt. Die Fähre ist äusserst effizient und das Be- und Entladen funktioniert, als hätte man dies Jahre lang mit allen Teilnehmenden geübt. Nach 20 Minuten heisst es schon wieder einstiegen ins Auto und nach der Ausfahrt erschliesst sich uns bereits die Charakteristik der grössten holländischen Nordseeinsel: flach, zugänglich, charmant, grün, backsteinstrassig, gesittet - ein Refugium für alle, die dem stressigen Alltag des westeuropäischen Lebens entkommen möchten. Nicht zu aufgemotzt, bewusst kontingentiert - um Charme und Natur zu erhalten. Was für Sonja das zweite Zuhause ist, ist für mich erstmal neu und auch teilweise noch zum Angewöhnen. Texel bietet aber sicher das Potential, sich treiben zu lassen und sich mit der vielfältigen Natur "auszutauschen", um so in einen Zustand der Ruhe, des Genusses und der Aktivitäten (man bedenke schon alleine die vielen Velowege, die an der Zahl den Autostrassen in nichts nachstehen) zu finden.

    Wir kommen an und erfreuen uns, dass unser Haus bereits bereit zum Bezug ist. Und ja: Das Haus bietet schlichtweg alles, was man sich von so einem Haus an einem solch schönen Fleck erhoffen könnnte: Raum, Weitsicht, ein super Restaurant gleich um die Ecke, ein Katzensprung bis zum Waldrestaurant, das wir auch gleich mal ausprobieren (Reisen macht hunrig). Abgerundet wird das ganze mit einigem Komfort wie einer grossen Badewanne, einer keleinen aber modernen Küche und einer sehr modernen Multimediaanlage, wo Netflix und Co. nur mit einem Klick einzurichten sind. Hier lässt es sich Leben, für zwei Wochen- what a privilege.

    Ahoi und bis bald!
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  • Day1

    Welkom in Nederland

    August 18 in the Netherlands ⋅ ☁️ 17 °C

    Die Niederlande - Nördlicher Nachbar von Deutschland und einst eine der grossen Fussballnationen. Blumen und Windmühlen, Grachten und Marijuana, Flachland und Benelux Staat. Das ist wohl so bereits alles, was ich so spontan über Holland erzählen kann.
    Einmal habe ich das Land auf der Durchreise nach UK durchfahren und einmal Amsterdam und dessen Hafen gesehen - that's it!
    Wir starten früh um 6.00 und machen uns auf den langen Weg durch Deutschland um am Nachmittag Venlo, direkt nach dem Grenzübertritt nach Holland zu erreichen.
    Was mag Holland noch so für Überraschungen bereithalten? Wie sind die Menschen dort? Sind sie eher reserviert oder ist das nur ein Irrglaube? Wie kommuniziert man dort, wenn man kein Holländisch kann? Was gibts dort zu essen und was kostet es? Wie ist unser Ferienort und werde ich mich dort wohlfühlen?
    Fragen um Fragen, die sich ein Neu-Hollandreisender stellt. Die Fragen versuchen wir in den nächsten 2 Wochen zu klären. Erstmal erreichen wir nach ca. 700km auf der Autobahn und ca. 9 Stunden Reisezeit das wenig beschauliche Venlo, das vor allem für seine Warenumschlagslogistik bekannt ist und uns als zweckmässiger Übernachtungpunkt an die holländlische Küste dient. Das Campanile ist jedoch gut gelegen und bietet zu einen fairen Preis gutes Essen und freundlichen Service. Morgen gehts weiter, einmal quer durch Holland.

    Grüsse von Hänsu und Jack und Jack
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