Rutschpartie mit Aussicht…
30. december 2025, Sverige ⋅ ⛅ -10 °C
Dienstag, 9 Uhr, -11 Grad, windig aber…allerschönstes Winterwetter
Uns zieht es heute raus aufs Eis des dick zugefrorenen Bottnischen Meerbusens.
Gefühlt ist der erste Sonnenstrahl der offizielle Startschuss für die zur Zeit tägliche Völkerwanderung zur eingefrorenen Insel Gråsjälören.
Alles, was sich vernünftigerweise (oder auch nicht) auf Eis machen lässt, wird gnadenlos ausgeübt:
Eisfischen mit oder ohne Zelt, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Eishockey, Sparkering (Tretschlitten) – und natürlich spezielle Bikes, mit denen man über das spiegelglatte Eis düst, als gäbe es kein Morgen.
Einfach übers Eis gehen?
Nein! Gehen ist hier eher eine vage Empfehlung.
Selbst mit Spikes an den Boots rutscht man frisch, fröhlich und völlig unkontrolliert über die Fläche. Der Blick bleibt permanent am Boden kleben…nicht aus Demut…nein…eher aus purer Angst…ein Eisstück nicht rechtzeitig zu erkennen das einen gleich aufs Kreuz legen will. 🫣
Die tief stehende Sonne blendet zusätzlich, offenbar mit voller Absicht.😎
Unser Fortbewegungssystem:
Quasi Curling für Fortgeschrittene, einfach ohne Stein…auf einem Fuss rutschen, mit dem anderen anstossen. Elegant ist anders, effektiv…na ja.😅
Nase putzen, fotografieren oder einfach mal umschauen?
Unbedingt vorher anhalten!
Und zwar mit festem Stand.
Denn…Eis ist nicht nur hart…es ist nachtragend.
Auf der Insel Gråsjälören können wir mal kurz aufatmen. Hier liegt nämlich fast kein Schnee und kaum Eis. Kein Wunder, auf unzähligen Feuerstellen wird gefeuert und gegrillt, was Holzstapel und Würste hergeben…und zugleich wird ziemlich sicher dabei auch noch die Insel aufgewärmt🫣🔥🌭
Der Rückweg ist genauso rutschig, aber kein bisschen weniger schön. Zwischendurch geniessen wir, selbstverständlich nur im Stillstand, die Aussicht auf die „Skyline“ von Luleå.
🚢🧊⛴️🧊🚢🧊⛴️
Noch ein paar interessante Details zu den Eisbrechern:
Im Heimathafen Luleå, am Gamla Malmkajen, sind aktuell vier Eisbrecher stationiert beziehungsweise regelmässig im Einsatz:
• Ale (seit 1973): Mit 47 m Länge, 13 m Breite und rund 12 Knoten der kleinste Eisbrecher. Wird vor allem für frühe Einsätze und enge Passagen genutzt.
• Atle (seit 1974): 104,6 m lang, 23,8 m breit, bis 19 Knoten schnell. Erster Eisbrecher der Atle-Klasse, gebaut für schwere Eisbedingungen und Geleitschutz von Frachtschiffen.
• Frej (seit 1975): Das Schwesterschiff der Atle, universell einsetzbar im gesamten Bottnischen Meerbusen.
• Ymer (seit 1977): Letzter Eisbrecher der Atle-Klasse, mit etwas höherer Antriebsleistung als Atle und Frej.Læs mere

























