• Sturm und Haiwarnung am Martinique Beach

    July 30 in Canada 🌧 19 °C

    Das Wetter scheint zu halten, daher wollen wir noch etwas spazieren gehen und entscheiden uns für einen Strandspaziergang am Martinique Beach.
    Dort angekommen weht es schon ordentlich, der Himmel ist dunkelgrau und am Strand krachen die Wellen ans Ufer. Heute haben sich nur wenige Menschen hierher verirrt. Im Meer sind vier Surfer; der Lifeguard fragt uns, ob wir vorhaben, schwimmen zu gehen. Ähm, nein – wir stehen hier in langen Klamotten, Fleece und Regenjacken!?
    Er weist uns trotzdem darauf hin, dass die Strömungen heute gefährlich seien und man schon bei knietiefem Wasser kaum noch an den Strand zurückkommen würde. Außerdem sei der Strand nach einer Haisichtung den ganzen Vormittag gesperrt worden. Surfen wäre auf eigene Gefahr, wovon er abraten würde.
    Das sind schon zu viele Gefahren für mich, um hier – abgesehen vom Wetter – auch nur den großen Zeh ins Wasser zu halten. Der Gatte will wissen, was für ein Hai es war. Antwort (die ich gar nicht hören will): „A white shark!“
    Wir laufen den Strand noch ein Stück entlang – das Ende ist im Nebel nicht zu erkennen – und gehen dann rüber auf die andere Seite zur kleineren Bucht, die etwas windgeschützter ist. Auf dem Rückweg schauen wir den total verrückten Surfern in den Chaoswellen noch eine Weile zu, dann folgt ein lauter Donnerschlag. Blitze zucken über dem Meer – Zeit zu gehen!
    Ich sehe noch das Schild mit der Beach-Info: Wassertemperatur +12 Grad ... brrrrrr
    Das war auf den Magdaleneninseln deutlich wärmer und auch vor 10 Jahren kam mir das Meer hier am Risser’s Beach deutlich wärmer vor. Gut, wir waren Mitte August hier, aber am Risser’s Beach waren wir damals schwimmen – ganz ohne Neopren. Und auch am Cape Breton waren wir schwimmen. Verrückt! Selbst bei Sonnenschein wären mir 12 Grad zu frisch.
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