• Tag 23: Der Abschied naht - WoMo Abgabe und Fazit

    August 1 in Canada ☁️ 20 °C

    Da unser Flieger erst heute Abend um 19:30 Uhr abheben soll, haben wir uns für den heutigen Tag – wieder eine Parallele zu 2016 – noch einen Mietwagen gegönnt.
    (Vor 10 Jahren hob unser Flieger erst um 21 Uhr ab. Da hatten wir etwas mehr Zeit und nutzten den halben Tag bei traumhaftem Wetter, um zum Swissair-Memorial 111, nach Peggy’s Cove und zur Halifax Waterfront zu fahren.)
    Die Wettervorhersage für heute ist zwiegespalten – zwei Apps sagen „Sonne & Regen“, eine sagt „Wolken“ und eine „Regen“. Super – aber wenn wir etwas in den letzten drei Wochen gelernt haben, dann das: Man kann hier kein Wetter zuverlässig vorhersagen!
    Wir rollen um 9 Uhr bei Fraserway auf den Hof und sind die Ersten. Eine Mitarbeiterin ist sofort bei uns und dokumentiert alles (wir haben z. B. den Henkel einer Tasse abgebrochen – „passiert halt“).
    Im Großen und Ganzen lief alles rund, es waren nur kleinere Problemchen, die wir selbst lösen konnten.
    Leider hatte ich bei der Übernahme vergessen, das WoMo von innen zu fotografieren... also jetzt nach 3 Wochen nochmal Bilder von innen - zumindest kann man den Grundriss erkennen, schick aussehen tut es jetzt nicht mehr 🤣
    Wir verstauen unsere übrigen Campingutensilien im "Häuschen", wo Camper für Camper ihre nutzbaren Dinge weitergeben können, dann müssen nur 10 Minuten warten, dann kommen schon zwei Shuttles vom Flughafen, voll beladen mit neuen Gästen, und wir können zum Flughafen gebracht werden.

    # Fraserway C Medium (24 ft)

    ## Was gefiel uns nicht?

    Unser Kühlschrank zickte immer mal wieder rum. Obwohl wir ihn von der Temperatur etwas runterdrehten, fror er zuverlässig nicht nur das Gefrierfach ein – es erwischte auch mal den Käse oder die Tomaten, die ganz oben im Kühlschrank lagen. Am Ende hatten wir dort nur noch Getränke stehen – garantiert immer eiskalt. 😉 Aber: besser zu kalt als keinen funktionierenden Kühlschrank.
    Außerdem piepste er immer mal wieder – bevorzugt nachts, was wirklich nervig war. Das Problem haben wir nicht in den Griff bekommen. Er machte es ohne Stromanschluss und genauso mit Stromanschluss auf dem Campground.

    Unsere Klimaanlage fing bei Wind an „zu singen“ – ey, das war echt spooky! Wir kamen uns vor wie im Geistercamper – so klang es. Lösen konnten wir das nicht, zum Glück war es nicht allzu oft stürmisch … 😅

    Die Klick-Fliegengitter in den Fenstern waren eine Katastrophe!!! Die sprangen regelmäßig aus dem Rahmen – zu Beginn leider unbemerkt, da sie noch im Fenster saßen, aber eben einen 1 cm großen Spalt offenließen, durch den alles an Viechzeug ins WoMo kam, was uns gerade besuchen wollte … Ohrenkneifer auf dem Esstisch waren genauso eklig wie die nervigen Motten und auch Stechmücken! Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich die Fensterdinger festgeklickt habe. Am Ende haben wir z. B. das Fenster an der Spüle gar nicht mehr geöffnet.

    Das größte Übel aber sind für uns die Fenster, die man (schon länger) nicht mehr aufschieben kann, sondern nur noch wenige Zentimeter nach außen kippen kann. Für Kälte und Isolation mag das toll sein, bei Hitze aber unerträglich. Wir bekamen kaum Luft quer durchs WoMo – was mich zur größten Fehlkonstruktion bringt: die Dachluke! Warum bitteschön konstruiert man eine Dachluke, die mit der Hand nach außen geöffnet und geschlossen werden muss, mit einem Mückennetz **davor**???

    Also, wer sich das nicht vorstellen kann: Man öffnet das Dachfenster und schiebt danach ein Mückennetz davor. Soweit, so gut – die Viecher waren nicht im WoMo, sondern direkt auf dem Mückennetz und wollten sooooo gerne von unserem Blut naschen. Nun das Problem: Will man wieder losfahren und die Luke schließen – ihr ahnt es – muss man das Mückennetz öffnen (!!!), hat alle Viecher im WoMo und muss dann, während man wie wild um sich schlägt und „deetet“, die Luke wieder schließen.

    Sorry – Note 6!
    Passierte uns 1 x und nie wieder – dann halt Klimaanlage oder schwitzen!

    Apropos Fenster … Warum haben die Fenster – vor allem im Bett hinten – mindestens 5 cm breite Führungsleisten für das Schieberollo???? Zudem gibt es hinten im Bett noch eine echt fiese Stange, mit der man das Fenster nach außen kippt und öffnet. Die Stange wird dann eingehakt und steht aber trotzdem ab – in den Bettbereich! Ich habe mir mehrfach Arme und Hände daran gestoßen und die Stange sogar versehentlich gelöst, was ziemlich schmerzhaft war. Da wir nur zu zweit unterwegs waren, bin ich dann dauerhaft in den Alkoven umgezogen. Da gab es wenigstens keine störenden Fensterstangen und Leisten …

    **Matratzen:** Die einzig wirklich dicke und bequeme Matratze hatten wir beim Hersteller Moturis (USA), den es leider nicht mehr gibt. Wie schon 2016 und 2014 war die Fraserway-Matratze bretthart! Allerdings hatte ich dieses Mal vorgesorgt und mir eine ganz dünne und leichte, aufblasbare Campingmatratze eingepackt. Die war Gold wert!

    **Sauberkeit:** Naja – war akzeptabel, aber bei dem Premiumpreis hätte ich mir schon ein wirklich sauberes Wohnmobil gewünscht. Außerdem sah es innen wirklich sehr abgerockt aus, dafür, dass es noch gar nicht so viele Kilometer auf dem Buckel hatte …

    ## Was fanden wir gut?

    Service und Personal bei Fraserway waren wie die letzten beiden Male top! Da können wir wirklich nicht meckern. Übernahme und Übergabe waren wieder super pünktlich und unproblematisch. Wieder konnten wir unser WoMo früh morgens übernehmen und sparten so einen halben Urlaubstag im Vergleich zu Anbietern mit später Übernahme. Wir hätten das WoMo auch erst mittags zurückgeben können – also auch hier kein Zeitstress. Das ist wirklich Premium-Luxus.

    Auch der Transfer war problemlos - obwohl wir auf dem Hinweg wegen eines kranken Fahrers ein Taxi nehmen mussten (wurde von Fraserway bezahlt)..

    Technische Probleme hatten wir sonst keine, der Wagen lief zu jeder Zeit zuverlässig.

    Die Dusche haben wir dieses Mal so oft genutzt wie noch nie zuvor. Von der Größe her absolut ausreichend – und wir sind beide knapp 1,80 m groß. Außendusche war auch perfekt und wurde gut genutzt.

    Die Ausstattung war auch prima – wir haben nichts vermisst.

    Die Größe des 24-ft-C Medium war für uns zu zweit echter Luxus. Wahrscheinlich zu groß für zwei Personen, aber so hatten wir den Luxus von Platz und zwei Betten und gerade bei Regen war es wirklich angenehm, mehr Platz zu haben.

    Die Bettwaren waren super. Wir erhielten auf Wunsch kostenlos noch eine zusätzliche dicke Fleecedecke und Laken.

    Also insgesamt waren wir zufrieden – wenn aber der Preisunterschied wirklich sehr groß ist, würden wir wohl auch ohne Zögern mal einen anderen Anbieter ausprobieren.
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