Aen No

Joined July 2018
  • Day96

    Wieder zu Hause

    October 29, 2018 in Germany ⋅ ⛅ 5 °C

    Jetzt ist der Moment da über den Beav und ich vor drei Monaten sagten: „In drei Monaten sind wir wieder da und sagen, dass die Zeit so schnell verging.“ Da hatte sie recht. Jetzt bin ich schon seit 4 Tagen wieder da und es kommt mir im Nachhinein echt vor, als seien die letzten 3 Monate wie im Flug vergangen..

    Nach einem doch sehr traurigen Abschied in Auckland von der WG und einem super langen 27stündigen, aber angenehmen Flug, weil ich in beiden Flugzeugen drei Plätze für mich hatte und mich zum Schlafen hinlegen konnte, kam ich ganz aufgeregt in Frankfurt am Flughafen an. Ich musste mal wieder ein bisschen länger auf meinen blauen Pokémon-Rucksack warten und lief unruhig hin und her weil ich wusste, dass Fredi draußen auf mich warten würde. Mit allen meinen Sachen flitzte ich durch die Tür.. Das war sooo schön und ich drückte mich die ganze Zeit an Fredi. Nach durcheinanderem Heulen und Lachen und Hüpfen und Drücken und Knutschen düsten wir los zu Fredis kleiner Überraschung. Er hatte ein kleines Kaffee für uns rausgesucht und wir aßen Kuchen, tranken Kaffee und hatten erstmal ein bisschen Zeit.

    Am Abend in Braunschweig warteten schon Mama, Oma, Opa, Beav und Hengsel auf uns. Ich freute mich ganz dolle alle wiederzusehen und wieder nach vielen Tränen gab es gebackenen Camembert mit Mutter Feldkamps selbst gebackenem Brot! Darauf hab ich mich schon die ganze Zeit gefreut! Ich fiel völlig übermüdet ins Bett und schlief wie ein Stein. Nachts wachte ich einmal auf und brauchte erstmal ein bisschen, bis ich wusste wo ich war und schlief wieder ganz schnell ein.

    Die ersten Tage waren strikt durchgeplant: Freitag Abend wurde Oma Thedas Geburtstag nachgefeiert, wo ich nach einer schweißtreibenden Autofahrt, wieder auf der rechten Seite der Straße, die andere Hälfte der Familie traf und Michel, meinen neuen Neffen begrüßen konnte! Endlich!
    Danach ging’s zu Fred zum Handball, um seine Hallensprecher-Künste zu bewundern. Ich schlief fast auf der Tribüne ein und nur Frederiko-L‘s DJ Skills hielten mich wach :D
    Samstag ging’s wieder nach Braunschweig zu Mutter Feldkamp. Dort wartete eine große Überraschung auf mich: Mama hatte (fast) alle Geschwister und Neffen und Nichten und Schwager und Oma und Opa zusammengetrommelt und alle warteten in der Stube auf mich! Richtig schöne Überraschung :)) Also verbrachten wir den Tag mit der Famille bei viel Essen und ein paar Eierlikör und neuseeländischen Tim Tam‘s.
    Am Abend ging’s dann noch auf den 30. Geburtstag einer meiner aktivsten Followerinnen Resus (Probs gehen raus :D ) und wieder war es schön alle wiederzusehen :))

    Gestern fuhr ich dann nach noch einem schönen entspannten Sonntag mit der Familie mit Fredi nach Hannover und fiel wieder tot müde ins Betti. Das waren wirklich aufregende und schöne erste Tage wieder in Deutschland...

    Well, jetzt liegen die 3 Monate, auf die ich mich so sehr gefreut habe, vor denen ich super aufgeregt war und irgendwie auch ganz schön Schiss hatte, schon wieder hinter mir.
    Es waren ganz besondere, schöne, ereignisreiche und anstrengende Monate.
    Ich bin so froh, dass ich all diese tollen Erlebnisse machen konnte und alles erleben und sehen konnte: ich habe Tiere (Wale, Delfine, Pinguin, Seerobben, Seelöwen, Glühwürmchen) und Landschaften (Berge, Flüsse, Hügel, Seen, Meere, Höhlen, Thermalquellen...) gesehen, die ich noch nie zuvor gesehen habe, so liebe Menschen kennengelernt, die mir ganz schön ans Herz gewachsen sind und die mit mir entweder Teile meiner Reise geteilt oder mich so herzlich aufgenommen haben und mit mir nicht nur ihre Wohnung, sondern auch ihren Alltag, ihre Freunde und alles was dazu gehört teilten, sodass ich mich unglaublich wohl und willkommen fühlte! Ich habe Situationen gemeistert, die mir Angst und mich traurig gemacht haben (Probs gehen raus an Fredi, der sich alles mindestens in drei verschiedene Formen angehört, angeschaut oder durchgelesen hat und mich an blöden Tagen, wenn ich am liebsten nach Hause wollte, immer wieder aufgemuntert und motiviert hat).
    Ich hab untypisch für mich Pläne gemacht, die meistens aufgegangen sind, bin auf der linken Seite und ganz lange Strecken mit dem Auto gefahren, bin auf fremde Menschen zugegangen und habe mich auf Englisch verständigen können. Ich bin zweimal alleine auf die andere Seite der Welt geflogen, habe drei Monate aus einem Rucksack gelebt, ständig meinen Standort gewechselt, bin auf Berge geklettert, habe eine Kälbchen-OP miterlebt, bin mit einer Propellermaschine geflogen, wurde von Seelöwen angebrüllt, war mit Delfinen im Wasser, habe neue Speisen kennengelernt und so viel mehr...

    Ganz schön viele neue Erlebnisse und Abenteuer für drei Monate und trotz aller toller Erlebnisse habe ich mich doch am Ende ganz dolle auf zu Hause gefreut.

    Well, jetzt stürze ich mich in die Jobsuchenden und muss ich mich erstmal wieder an Deutschland und die deutsche Sprache gewöhnen. :D :D Nein Spaß! Und damit beende ich meine Neuseeland-Berichterstattung und Aenne, 28, war 3 Monate in Neuseeland, verabschiedet sich hiermit und schickt Probs raus an alle, die meine Reise mitverfolgt haben. Das war wirklich schön für mich!
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  • Day90

    Essen, essen, essen

    October 23, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 13 °C

    Jetzt ist es so weit. Ich hab wirklich die letzte Nacht in Neuseeland vor mir. Ich bin super aufgeregt morgen nach Hause zu fliegen. Die ganzen letzten Tage habe ich mich einfach nur darauf gefreut. Heute freue ich mich immernoch ganz dolle aber hab irgendwie doch ein komisches Gefühl und bin doch ein bisschen traurig. Vor allem weil ich heute nochmal einen richtig schönen Tag in der WG hatte:

    In den letzten Tagen fielen den anderen noch so viele Dinge ein, die ich unbedingt probieren muss, bevor ich Neuseeland verlasse. Gestern startete es wie gesagt mit Pawloa, einem Eiweiß-Zucker-Sahne und Frucht-Nachtisch, den es hier oft zu Weihnachten gibt.
    Heute morgen zog ich mit Fergus los, um zum Frühstück einen Mince-Cheese-Pie (Hackfleisch-Käse) von seiner „favourite Bakery“ zu essen. Es war wie ein großer Blätterteigkuchen, gefüllt mit Hackfleisch in Bratensoße. Sehr interessant und mächtig. Vor allem zum Frühstück! Ich glaube ich bin eher der Vegeterische-Pie-Typ. Danach zeigte mir Fergus noch ein paar coole kleine Kaffes und den coolsten OP-Shop (Secondhandladen) der Stadt.
    Auf dem Rückweg gingen wir an einem süßen Haus mit einem wunderschönen wilden Garten mit vielen Margeriten vorbei. Dann kauften wir ein, für ein deutsches Abendessen. In der WG werden die Abende an die MitbewohnerInnen verteilt und jeden Abend der Woche ist eine Person mit kochen dran und alle essen zusammen zu Abend. Heute plante ich ein deutsches Abendessen für alle.
    Nachdem ich nachmittags noch in der Sonne saß und den Hobbit las, begann ich als alle zu Hause waren mit dem Kochen. Es gab Mangold, Kartoffelbrei und Ei. Und weil alle das Vorurteil haben, dass alle Deutschen immer zum Essen Bier trinken, gab es Bier zum Abendbrot. :D

    Danach saßen wir zusammen und irgendwann hatte Rosa die Idee nochmal loszufahren, um in einer ihrer Lieblingskaffes, das lange geöffnet hat, noch eine letzte heiße Schokolade zu trinken. Also fuhren Rosa, Conor, Fergus und ich los zum Circus, Circus, einem gemütlichen im Zirkusstil eingerichteten Kaffe, tranken eine leckere heiße Schokolade mit Marshmallows, aßen Karottenkuchen und erzählten viel :) Das war schön und lecker und lustig. Danach überredete Fergus uns noch auf den Mount Eden zu gehen. Und als wir oben waren, waren wir alle froh, dass wir noch hochgegangen sind. Die Sicht über das bei Nacht beleuchtete Auckland war super schön und so weit man gucken konnte waren überall beleuchtetet Häuser und Straßen. Auckland ist wirklich ganz schön ausgebreitet. Das war ein guter Abschluss, denn an meinem ersten Tag war ich auf dem Mount Eden und jetzt am Letzten auch.

    Ich hatte also wirklich einen letzten schönen Abend hier und bin wirklich froh, Rosa, Conor und Fergus kennenlernen zu können und mit ihnen eine so schöne Zeit mit ihnen und ihren Freunden verbringen zu können!

    Und morgen steige ich in den Flieger. Und die nächste Person die ich dann sehe ist Fredi <3
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  • Day90

    Aucklands Strände

    October 23, 2018 in New Zealand ⋅ ☀️ 17 °C

    Wieder habe ich seit meiner Ankunft in Auckland ein paar sehr schöne und entspannte Tage hier verbracht und das WG-Leben miterlebt. Die Neuseeländer haben dieses Wochenende ein langes Wochenende und zelebrieren das.

    Nachdem sich herausstellte, das es wirklich nicht viele Stellen für mich gab, war ich erstmal super enttäuscht. Ich hatte mehr erwartet. Also saß ich die letzten Vormittage an meinen zwei Bewerbungsanschreiben.
    Samstag Nachmittag saß ich mit Francine und Ryan in der Sonne, bis Conor und Rosa von ihrem kleinen Campingtrip wiederkamen. Das Wetter war die letzten Tage echt traumhaft. Der Sommer kommt hier und für mich geht es in den Winter! Abends waren Freunde der WG da.

    Sonntag nahmen Rosa und Conor mich mit auf den Gemüse- und Trödelmarkt nach Takapuna. Wir liefen durch die Gegend, kauften uns Softeis am Eiswagen und spazierten am Strand entlang. Danach schauten wir noch beim Lake Pupuke vorbei, dem dreckigsten See den ich seit ich in Neuseeland gesehen haben :D Danach holten wir Archy von Rosas Eltern ab, ein alter richtig süßer fauler Hund und kauften ein, da ich am Abend ein typisches BBQ miterleben sollte. Rosa hatte eine Menge Freunde eingeladen und alle trödelten am Abend nach und nach mit leckeren Salaten, unterschiedlichen Würstchen und anderem Kram ein. :)
    Fleisch und Würste wurden gebraten und mit zum Buffet gelegt und erst dann begannen alle zu essen. Der einzige große Unterschied zu einem deutschen Grillabend. Und die deutschen Würstchen schmecken vielleicht etwas besser! Aber dafür gab es hier super knusprigen Bacon vom Grill. Das habe ich in Deutschland noch nicht gesehen. Rosa und Conor haben echt super nette und lustige Freunde. Die meisten machen etwas in Richtung Kunst und Mode und alle tragen super coole ausgefallene Klamotten und haben verrückte Haarschnitte. Irgendwann tanzten wir zu „Shania Twain - That don‘t impress me much“ und „Anastacia - I‘m Outta Love“ und alle sangen laut mit. Alle etwas textsicherer als ich :D Ein super lustiger Abend also.

    Da heute alle frei hatten, nahmen Fergus, Ryan und Francien und Freunde von ihnen mich mit zum Strand. Das Wetter war wieder super und wir fuhren zur Castor Bay. Mega cooli, man muss nur 20 Minuten fahren und ist an einem schönen Strand! Wir spielten Karten und lagen in der Sonne rum. Ein paar Minuten waren wir auch im Wasser. Aber es war noch viel zu kalt, um länger drinnen zubleiben.
    Jetzt sitzen wir im Wohnzimmer: Conor bügelt, Fergus kocht und Rosa backt Pawloa für mich. Ein typischer neuseeländischer Nachtisch, den ich gegessen haben muss, bevor ich Neuseeland verlasse sagt sie. Ich bin gespannt! :) Und nebenbei strickt Rosa eine Babymütze und Babyschuhe für das zukünftige Baby von Prinz Harry und Meghan aus England, weil die beiden demnächst zu Besuch nach Auckland kommen. Das Geschenk wird dann vom Bürgermeister Aucklands als Aucklands Geschenk überreicht. Richtig witzige Geschichte. Ich wohne also bei der Strickerin der Royal Family... :)
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  • Day86

    East-Coast to West-Coast

    October 19, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 8 °C

    Nun ist auch mein letzter großer Roadtrip vorbei. Ich liege wieder in Auckland in der vertrauten WG im Bett. Heute sogar in einem richtigen, weil Conor und Rosa für einen Tag campen gefahren sind. Quasi dahin wo ich gerade herkomme.

    Gestern starteten Eline und ich bei Regen den längeren Weg vom Ocean Beach an der Ostküste zum Piha Beach an der Westküste. Der Piha Beach mit dem großen Lion Rock stand auf meiner Liste, weil er so super schön sein sollte. Eline und ich waren gestern irgendwie beide super müde und kaputt. Wir fuhren abwechselnd, machten irgendwann eine Kaffeepause und redeten die gesamte Fahrt nicht besonders viel.
    Am frühen Nachmittag kamen wir am Piha Beach an. Das Wetter war immernoch nicht so besonders, aber die Luft war an der Westküste etwas wärmer. Nach einem Stärkungssnack im Auto rafften wir uns auf und spazierten am Strand entlang. Im Gegensatz zur Ostküste war der Sand hier schwarz und dadurch super warm, das Meer wilder und nicht so türkisblau, die Wellen höher und überall am Strand und im Wasser standen diese riesigen Steinbrocken. Der Lionrock teilte den Strand genau in der Mitte und ragte aus dem Meer. Von der Seite konnte man mit etwas Fantasie wirklich einen liegenden Löwen erkennen und als ich den Löwen erst einmal gesehen hatte, konnte man nichts anderes in dem Stein mehr erkennen.

    Wir parkten unseren Van auf dem Campingplatz und gingen wieder zum Strand. Ich legte mich in den warmen Sand und Eline wollte ins Meer. Die Wellen waren echt hoch und eine folgte der nächsten, also bekam ich keine ruhige Minute und guckte nach jeder Welle, ob ihr Kopf auch wieder auftauchte. Wenn nicht hätte ich von meinen Rettungsschwimmer-Skills Gebrauch gemacht. Und nachdem ich nun in dem einen Hostel auch noch Baywatch geguckt habe, bin ich auf solche Situationen bestens vorbereitet. Zum Glück musste ich meine Skills nicht darbieten und Eline kam irgendwann völlig erschöpft zurück. Sie ging erstmal warm duschen und Mutti Feldkamp Junior kochte Abendessen. Nach einem kläglichen Versuch, den Sonnenuntergang bei dem schlechten Wetter zu sehen, verkrochen wir uns in den Campervan.

    Heute mussten wir super früh aufstehen, um unser kleines zu Hause wieder zurückzubringen. Nach einigen Komplikationen, da wir erst einmal die falsche Abgabestation anfuhren, kamen wir dann am Flughafen an, gaben das Auto zurück und fuhren mit Bus und Bahn zu Conor und Rosas Haus. Der Schlüssel lag im Schuh bereit, da alle arbeiten waren. Viel machten wir nicht mehr: Wäsche waschen, aufräumen, schlafen und in der Sonne sitzen. Ich konnte mich sowieso auf nichts konzentrieren, weil ich nur auf die Stellenausschreibungen der Schulen in Hannover wartete. Um mir die Zeit zu vertreiben spazierte ich zum Supermarkt, der auf dem nächsten Berg liegt. Da das Wetter so schön war konnte man super weit gucken :)
    Morgen gehts dann ans Bewerbungen schreiben...
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  • Day84

    Stehen mit Delfinen

    October 17, 2018 in New Zealand ⋅ 🌙 12 °C

    Es war ein sehr entspannter Morgen. Ich wachte auf, telefonierte mit Fredi, kurbelte das Fenster ein bisschen runter und sah den noch etwas orangefarbenen Himmel, das Meer und die Felsen. Ich hörte die Vögel zwitschern und die Wellen leise überschlagen. Ganz schön idyllisch. Eline war früh losgezogen, um noch einmal die Mermaid Pools bei voller Ebbe zu sehen, also war ich alleine im Van, lag einfach ein bisschen rum und wurde langsam wach. Als Eline wieder da war, gabs Frühstück und wir düsten los. Spontan entschieden wir uns noch einen Halt an der Whale Bay zu machen. Zum Glück! Die Bucht war einfach schon traumhaft und wir lasen, dass dort die Chance ziemlich groß sei, Delfine zu sehen. Wir gingen an den Strand und beobachteten das Meer. Weiter hinten sahen wir etwas im Wasser schwimmen, was sich aber länger nicht wieder zeigte. Also warteten wir weiter. Plötzlich schwammen vier Delfine in der Bucht rum. Eline sprintete los, zog sich aus und ging ins Wasser. Ich war ein bisschen perplex und machte erstmal Fotos und Videos aus der Distanz. Mega mutig von ihr. Vor allem, als wir einen Rochen im Wasser rumschwimmen sahen, war ich ganz froh an Land zu sein. Nur noch ein französisches Pärchen war ebenfalls am Strand. Als auch die beiden im Wasser waren, traute auch ich mich. Ich stand erstmal 10 Minuten knietief im Wasser und beobachtete, wie die Delfine immer wieder auf die anderen zuschwammen und knapp vor ihnen zu Seite abdrehten. Ich dachte ich werde mich mein Leben lang ärgern wenn ich nur da hinter allein stehe. Also ging ich zu den anderen und stellte mich ganz dicht neben Eline. Das war so krass! Wir waren so dicht dran! Wir schwammen zwar nicht mit Delfinen, aber wir standen mit ihnen! Irgendwann wurde mir zu kalt um einfach nur dort zu stehen und es war genug Abenteuer für mich und ich ging aus dem Wasser in die Sonne und hüpfte am Strand weiter vor mich hin und lief immer dahin wo die Delfine hinschwammen :D

    Nach diesem Abenteuer entsandeten wir uns erstmal und fuhren dann zu den Whangerei Falls, ein ganz schön hoher Wasserfall. Mitten im Ort geht neben dem Parkplatz plötzlich ein Loch im Boden auf, in das der Fluss ein paar Etagen tiefer in einen mit Bäumen umsäumten See fällt. Das sah ganz komisch von oben aus. Wir füllten unsere Wassertanks auf, machten uns Mittagessen und fuhren noch ins Zentrum, um uns mal wieder einen richtigen Kaffee zu gönnen, nach drei Tagen Instantkaffee.

    Der nächste Halt war dann unser nächster Schlafplatz. Vorbei an bewaldeten Bergen und wunderschönen Buchten fuhren wir zum Ocean Beach. Auch dieser Strand war traumhaft, aber etwas rauer, als die vorherigen paradiesischen Buchten. Der weiße Sand wird vom starken Wind durch die Gegend gepustet und der Strand ist von großen Dünen eingerahmt. Wir stiegen auf eine der Dünen und hatten eine tolle Sicht über die beiden nebeneinanderliegenden Buchten, den weiten Ozean, die vielen kleinen Inseln und das türkise Wasser am Strand. :)

    Wieder liege ich totmüde nach einem aufregenden Tag im Betti. Und ich denke: Heute in einer Woche steige ich um diese Uhrzeit in den Flieger...
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  • Day83

    Kurven - "fast" bis zum Erbrechen...

    October 16, 2018 in New Zealand ⋅ ☁️ 16 °C

    Nach einer etwas kalten Nacht und einer noch kälteren Dusche, Gehirnfrost inklusive, frühstückten Eline und ich auf dem waldigen Campingplatz und machten uns auf den Weg. Erster Halt war der „Charlie’s Rocks Waterfall“. Ein schöner kleiner Pfad führte an einem plätschernden Fluss entlang. Überall wuchsen Butterblumen, kleine schneeglöckchenähnliche Glockenblumen und eine schöne Kletterpflanze, die ihren leckeren Duft überall verteilte. Wir gingen bis zum schönen Wasserfall, dessen Steine mich etwas an die Organ Pipes erinnerten. Sehr schön anzusehen.

    Dann ging’s weiter nach Paihia, einem Ort am „Bay of Islands“. Wir fuhren an wunderbar blauem Wasser, aus dem viele kleine Inseln ragten und weißen Stränden vorbei. Im nächsten Ort Opua nahmen wir mit dem Auto die Fähre nach Russell, einem süßen Ort auf einer Art Halbinsel und suchten uns eine schöne Bucht aus, um eine kleine Pause mit Tim Tams (Schokokekse, die hier jeder isst) und Kaffee. Man beißt die gegenüberliegenden Ecken des Keks mit Füllung ab und schlürft ein bisschen Kaffee durch den Keks. Der Keks schmilzt quasi von innen und zerläuft dann im Mund! Hört sich jut an ne! Schmeckt auch jut :D Die Landschaft dort war nebenbei auch schön!

    Nächster Stopp auf der Liste war die längste Footbridge in der Southern Hemisphere. Der Weg dahin war schrecklich!!! Ich war Beifahrerin. Der Weg bestand 2 Stunden lang ausschließlich aus kurvigen Schotterstraßen! Man fühlt den Staub der Straße im ganzen Kopf und Hals und bekommt Kopfweh. Dann noch die Kurven und Eline fuhr ganz schön fast, dass ich fast brechen musste. Mir war so schlecht, dass ich nur noch wie eine Halbtote auf dem Sitz hing und meinen Kopf hielt und hoffte, dass es bald vorbei war. Meine Laune war ein bisschen am Tiefpunkt, als wir an der Brücke ankamen. Wir mussten uns beide erstmal an die frische Luft setzen, machten uns Mittag und liefen dann über die ca. 360 m lange Fußgängerbrücke. Das lustige ist, dass die Brücke 1947 gebaut wurde, damit die Kinder aus Whananaki South in Whananaki North zur Schule gehen konnten. Vorher sei der Lehrer zweimal am Tag hin und her gerudert, um seine Schülerinnen und Schüler abzuholen.

    Eine weitere kurvige Straße brachte uns dann letztendlich um 18 Uhr zum heutigen Übernachtungsort: Matapouri Beach Carpark, direkt an der in Felsen eingerahmten Matapouri Bay. Wieder waren wir völlig fertig und saßen erstmal 5 Minuten schweigend im Auto, bevor wir die Bucht ein bisschen erkundeten. Über einen Hügel führte ein steiler etwas rutschiger Wanderweg durch einen Palmenwald zu den sogenannten Mermaid Pools. Auswaschungen im rauen schwarzen Stein, in denen bei Ebbe das Wasser zurückbleibt und kleine Pools bildet. Ein paar Fischer standen direkt an der Brandung und feierten gerade einen dicken Fischfang. Wir beobachteten das Meer ein bisschen und gingen dann den Weg zurück bevor es dunkel wurde. Von dem Hügel hatte man eine tolle Sicht auf die Matapouri Bay.

    Auf der gemütlichen Rückbank unseres kleinen Eigenheims ließen wir uns Couscous schmecken und bauten unser Bett. Jetzt bin ich mal wieder super müde. Ganz schön anstrengend irgendwie, den ganzen Tag im Auto durch die Gegend zu fahren und irgendwie merke ich, dass ich mit dem Kopf schon ganz schön doll zu Hause bin. Langsam wird’s Zeit!
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  • Day82

    Am nördlichsten Punkt und im Paradies

    October 15, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 12 °C

    Heute mitten in der Nacht wachte ich auf, realisierte, dass ich in einem Campervan mitten im Nirgendwo stand und schaute aus dem Fenster. Die Sterne waren so hell! Es sah richtig schön aus. Ich kurbelte das Fenster runter und starrte völlig verschlafen in die Sterne. Vom Bett aus :) Ich glaub ich hab sie noch nie so deutlich gesehen. Auch als heute morgen um 4:45 Uhr der Wecker klingelte, war die Milchstraße super klar zu sehen. Supi schön!

    Eline und ich kletterten mit unseren Schlafanzügen auf die Fahrersitze und wollten losfahren, um am Cape Reinga, der nördlichsten Spitze Neuseelands den Sonnenaufgang zu sehen. Das Auto sprang nicht an. Wir beide bekamen natürlich direkt erstmal Panik und fragten uns, wie das sein kann, bis wir merkten, dass man einen Automatikwagen nur dann starten kann, wenn der Hebel auf „P“ steht. Also machten wir uns dann erleichtert auf den Weg in die Dunkelheit. Als wir am Cape Reinga Carpark ankamen saßen dort schon ein paar andere Leute mit der selben Idee in ihren Autos und warteten, dass die Dämmerung einsetzte. Wir liefen los zum Leuchtturm und warteten auf die Sonne. Die lies sich aber noch ordentlich Zeit und wir standen im kalten Wind und froren vor uns hin. In der Dämmerung sah alles so schön aus und wir standen da auf einem Hügel an der Stelle, an der Pazifik und Tasmanische See aufeinander treffen. Um uns herum also nur Ozean soweit das Auge reichte und die Berge und riesige Sanddünen Neuseelands. Irgendwann zeigte sich die Sonne und färbte alles und endlich wurde es etwas wärmer.

    Im Auto merkten wir wie dolle Hunger wir hatten und suchten uns einen guten Spot zum frühstücken aus. Wir saßen in der Sonne, aßen Porridge mit Früchten und ich sendete (endlich wieder Netz) ein Lebenszeichen und musste erstmal Fredi alles berichten :)

    Danach ging unser Roadtrip weiter. Wir hielten am 90Miles Beach, einem 90 Meilen langen breiten Strand mit riesigen Dünen, auf dem Autos und Busse fahren können. Danach ging es weiter zu einem wunderschönen Strand „Coopers Beach“. Dort brieten wir uns ein Ei und aßen Käse-Ei-Toast. Das ist so cool, sein kleines zu Hause mit sich rumzufahren, im Kofferraum zu kochen und essen zu können wo man will, an den schönsten Stränden :) (Nur hat man am Strand ungebetene Gäste, die einem das Essen stehlen möchten) Also waren wir nebenbei ein bisschen damit beschäftigt, unser Essen vor den Möwen zu schützen.

    Nächster Halt war eine wunderschöne Bucht, „Matauri Bay“. Schon von weitem sah das Wasser traumhaft aus. In dem klaren, türkisblauen Wasser sah man viele kleine Inseln und der Sand war super weich und weiß. Es war so warm, dass wir uns sonnten. Eline lief ein bisschen durch die Gegend und ich machte ein bisschen die Augen zu. Ich hörte nur das Meer rauschen und schlief fast ein, weil ich doch ganz schön müde war.

    Einen letzten Halt machten wir im Puketi Forest, um uns typisch neuseeländische Kauri Bäume anzuschauen. Das sind gigantische Bäume mit super langen, super dicken Stämmen und riesigen Baumkronen. Wir legten uns auf eine Bank, beobachteten die Baumkronen und hörten den lustigen Vogelgeräuschen zu. Keiner sagte mehr was, weil wir beide ganz schön erschöpft waren.
    Danach fuhren wir hungrig zum Campingplatz im Puketi Forest. Schön ist es hier, außer dass es viele Mücken gibt. Vor allem auf der widerlichsten Toilette wird man von gefühlt ner Mion Mücken angegriffen!
    Jetzt liegen wir wieder in unserer kleinen abgedunkelten Höhle.
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  • Day81

    Roadtrip in den Norden

    October 14, 2018 in New Zealand ⋅ 🌙 13 °C

    Die letzte große Reise meiner Riesenreise startete heute morgen. Conor, Rosa und Fergus brachten uns etwas verkatert von der letzten Nacht zum Flughafen. Dort wollten wir unseren Jucy-Van abholen. Wir verabschiedeten die drei, regelten alles und wollten vom Parkplatz rollen. Das ging erstmal nicht, weil wir die Handbremse nicht fanden, die sich später als Fußbremse herausstellte :D
    Dann ging es los auf die 6stündige Autofahrt zu unserem ersten Campingplatz. Unterwegs kauften wir ein und machten eine Mittagspause um zu essen. So wurde aus der Fahrt eine 8stündige Autoreise, die uns über grüne Hügel, durch weite Täler, bergige Urwälder und vorbei an einer Menge Kühe und Schafe führte. Eline saß super begeistert und euphorisch neben mir und war genauso wie ich, als ich die ersten Tage in Neuseeland verbrachte. Das Lustige ist, dass ihr genau die gleichen Dinge auffallen, die ich auch als besonders und komplett anders empfunden hab. Sie studiert Tiermedizin und bei jeder Kuh und jedem Schaf kam ein begeisterter Aufschrei von links :D

    Nach der Mittagspause wechselten wir und sie fuhr das erste Mal auf der linken Seite. Erst hatte auch ich ein bisschen Schiss, aber als wir beide merkten, dass es gut klappt, entspannten wir uns und ich genoss es richtig mal der Beifahrer zu sein und einfach rausgucken zu können.

    Über eine Schotterstraße kamen wir zum abgelegenen Campingplatz, der in einer schönen Bucht direkt am Strand und fast an der nördlichsten Spitze liegt. Richtig schön! Wir kochten Nudeln in unserer kleinen Kofferraumküche mit Gaskocher, Kühlschrank und Waschbecken und aßen unsere Nudeln, Pesto und Nudelwassertee am Strand.
    Nach einem Spaziergang am Strand im kalten Wind verzogen wir uns schnell ins Auto und liegen jetzt im gemütlichen Bett. Das Auto ist wirklich super. Man kann alles richtig gut abdunkeln und das Bett ist eigentlich auch sehr gemütlich. Bettdecken, Kissen, Bezüge und Handtücher, sowie alles an Küchenkram ist dabei. Voll cooli! Ein richtiges Campingabenteuer zum Schluss. Denn heute sind es nur noch 10 Tage, bis ich in den Flieger steige.
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  • Day80

    Zurück zum Start.

    October 13, 2018 in New Zealand ⋅ 🌙 10 °C

    Den gleichen Weg den ich schon einmal mit dem Bus gefahren bin, fuhr ich vorgestern Nachmittag zurück nach Auckland. Nachdem ich in New Plymouth in der Bibliothek ein bisschen an meinem Bewerbungsanschreiben rumformuliert habe, schaute ich mir im Museum eine Fotoausstellung der 50 besten Fotografien an, eine coole Ausstellung :)

    Und dann wartete die 7stündige Busfahrt nach Auckland auf mich. Diesmal konnte ich ein bisschen schlafen und döste vor mich hin.
    In Auckland wurde ich von Rosa abgeholt. Das war so schön, dass da jemand auf mich wartete und es gab ein freudiges Wiedersehen mit Conor und Fergus. Ich wohnte auch bei ihnen, als ich das erste Mal in Auckland war. In den zwei Monaten sind sie umgezogen und wohnen nun am Ende der gleichen Straße in einem gemütlichen Haus mit Garten. Alle sind so lieb und herzlich und hilfsbereit und es ist einfach nur schön bei ihnen. Ich fühle mich super wohl.

    Gestern gammelte ich in der Wohnung rum. Mittags kam Fergus nach getaner Arbeit nach Hause und war in Wochenendstimmung. Also tranken wir ein Bier und machten uns auf den Weg in die Stadt, um Eline zu treffen. Eline, aus den Niederlanden, ist meine nächste Travel Partnerin. Wir haben uns auf Facebook getroffen, mal wieder, und gemeinsam einen Campervan gemietet, um den Norden der Nordinsel in den nächsten fünf Tagen zu erkunden. Also tranken wir drei einen Kaffee und danach gingen wir in eine Kneipe, um mit einem Bier auf den Plan anzustoßen. Auf dem Rückweg zur WG zeigte Fergus uns ein paar typisch neuseeländische Pflanzen und erzählte viel über sie.
    Eline begleitete uns in die WG. Rosa hatte noch weitere Freunde eingeladen und sie kochte ein super leckeres Abendessen für alle. Es war echt ein schöner Abend, mit gutem Essen, Wein, lustigen Gesprächen.. Das war echt mal wieder schön einen WG Abend mitzumachen und nicht von ganz fremden Menschen, bei denen man sich richtig wohl fühlt, umgeben zu sein!

    Heute morgen kam Eline mit ihrem Gepäck zu uns. Gestern hatten Rosa und Fergus ihr angeboten auch hier zu übernachten. Das ist so verrückt, wie gastfreundlich hier alle sind und wie selbstverständlich es für sie ist Reisende aufzunehmen und Zeit mit uns zu verbringen... Voll schön! Das ist etwas, was ich mitnehmen werde, weil es ein richtig schönes Gefühl ist, wenn man in ein fremdes Land kommt und dann so herzlich aufgenommen wird :)
    Wir fuhren alle gemeinsam in den Stadtteil Ponsonby und besuchten Fergus im Bio Supermarkt bei der Arbeit. Er schenkte uns einen Smoothie und Eline und ich spazierten Richtung Stadtmitte. Wir schlenderten die Haupteinkaufsstraße entlang und gingen an der Promenade und am Hafen zurück nach Ponsonby, um Helen dort zu treffen. :) Endlich hatten wir auch mal ein bisschen mehr Zeit und konnten uns von unseren Reisen in Deutschland und Neuseeland erzählen. Leider vergaß ich wieder ein Foto zu machen, genau wie am ersten Tag am Flughafen..

    Jetzt liegen Eline und ich im Bett. Nachdem wir alle zusammen Abendbrot gegessen hatten und wieder viel über alles Mögliche erzählt haben, sind die anderen noch in eine Kneipe gegangen. Wir beide müssen morgen aber früh raus und haben eine lange Autofahrt vor uns.
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  • Day77

    Glühwürmchen Adventure

    October 10, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 13 °C

    Auch das Höhlen-Adventure hab ich erfolgreich gemeistert und es war wiedermal super schwer 6 Bilder für den Bericht auszusuchen!
    Heute morgen bin ich super aufgeregt aufgewacht. Ich hatte ja eine dreistündige Höhlen-Glühwürmchen-Tour gebucht. Ich wusste überhaupt nicht was mich erwartet, nur dass es wahrscheinlich nass und dunkel wird. Zwei Dinge die mir ja wirklich nicht so gut gefallen.

    Pünktlich um viertel vor 10 kam ich im Büro der Glowing Adventures Agentur an, meldete mich an und erzählte der Empfangsdame direkt, dass ich ja ein bisschen Angst im Dunkeln habe. Der Guide saß daneben und meinte, dass er das zur Kenntnis genommen habe.
    Erst schauten wir uns ein Sicherheitsvideo an: Die Touren seien privat von der Familie, der die Farm (auf denen sich die Höhlen befinden) schon seit über 100 Jahren gehöre. Man solle immer auf den Guide hören, dahin treten, wo er hintrat und nicht die Höhlenformationen berühren. Alles sei so gelassen, wie es sich seit Unmengen von Jahren gebildet hat, keine Pfade, kein elektrisches Licht. Ich fragte die anderen drei, die ebenfalls in meiner Adventure Gruppe waren, ob sie auch schon so aufgeregt seien wie ich... und versicherte mich nochmal bei der Empfangsdame, ob wir immer mit dem Guide und nie irgendwo alleine rumlaufen. Richtige Nervensäge.

    Danach bekamen wir unsere Höhlenkleidung ausgeteilt: gestreifte Leggings und Sweatshirts, einen Fleecepullover und eine kurze Hose, dicke Socken, Gummistiefel und einen Helm mit Lampe. Ich sah aus wie eine Fünfjährige, die gerade aufgestanden war.
    Der nette Guide mit beruhigender Stimme, um die 50 Jahre, stellte sich vor und erzählte, dass er auf der Farm aufgewachsen sei und schon seit seinem 5. Lebensjahr in den Höhlen rumturnte. Die Höhlen waren seit sie im Besitz der Familie waren unberührt und in ihrer natürlichen Form gelassen.

    Wir gingen durch einen kleinen Bush Treppen abwärts zu einem kleinen Fluss und standen zwischen hohen Felswänden und vor einem dunklen Loch, dem Eingang in die Höhle. Um sich an das Gefühl zu gewöhnen wateten wir erstmal bei Tageslicht ein bisschen durch den Fluss und schauten uns die mit Fossilien durchzogenen Steingebilde an und tranken klares, von Moos gefiltertes Flusswasser. Ich ging durch die Strömung des Flusses und ich ging durch kalte Wasser in den dadurch schweren Gummistiefeln, was schon längst in die Stiefel gelaufen war, etwas wackelig durch den Fluss und hatte ein bisschen Angst hinzufallen. Bin ich zum Glück nicht.

    Dann ging es in die dunkle Höhle. Wir machten unsere Lampen an und wateten durch den Eingang. Am Eingang begrüßte uns natürlich erstmal ein Aal im Wasser. Ich bekam Panik und klammerte mich an den Arm meiner Vorderfrau und fragte hysterisch ob die in den Stiefel schwimmen können. Die Arme! Zum Glück fand sie es nicht schlimm...
    Also waren wir nun in der Höhle und kletterten über große Steine. Plötzlich standen wir in einer großen Halle. Das war heftig! Als wäre man in einer ganz anderen Welt. Überall hingen Spitzen von der Decke und irgendwelche Ablagerungen. 1 cm dieser Spitzen die von der Decke Hängen, brauchen 100 Jahre um sich durch Ablagerungen von Wassertropfen zu bilden.
    Wir kletterten durch super enge Spalten, durch die man nur kriechend und robbend durchkam und durch Löcher nach unten und oben. Man verlor völlig die Orientierung. Die Lampen machten zum Glück tageslichtähnliches Licht, weshalb es garnicht so gruselig, sondern einfach nur beeindruckend war. Der Guide gab einem auch immer genug Zeit und wartete, bis alle da waren.
    Bei einer Spalte sagte der Guide plötzlich, dass ich vorgehen soll und im nächsten Raum warten. Direkt bekam ich wieder Schiss und tappte durchs Wasser. Um mich zu vergewissern, dass jemand hinter mir war quatsche ich mit der hinter mir :D In dem nächste Raum sagte der Guide, dass alle die Lampen ausmachen sollten. Es war stockdunkel! Hier erlebten wir totale Finsternis. Die Augen gewöhnten sich nicht an die Dunkelheit und es war einfach nur schwarz. Ich dürfte mich zum Glück am Arm des Guides festhalten, sonst hätte ich glaub ich richtig Panik bekommen. Und so lange er etwas erzählte war es auch ok. Als er dann aber anfing von den Jungs in Thailand zu erzählen, die an einer solchen Stelle in einer Höhle eingesperrt waren und er fragte, ob wir uns vorstellen können hier 12 Tage zu verbringen, wurde mir doch ein bisschen mulmig. Zum Glück machten wir das Licht schnell wieder an und weiter ging die Erkundungstour.

    In einer anderen Halle sahen wir dann die Glühwürmchen erstmal bei Licht und der Guide erklärte uns viel zu ihnen: Glühwürmchen sind grüne Würmer, sie leben an Wänden, die in der Nähe eines Flusses sind und sie brauchen ein bisschen Licht. Sie sondern ein Sekret ab, welches in klebrigen Fäden von der Decke runterhängt. Durch eine chemische Reaktion leuchtet das Sekret im Dunkeln und lockt so kleine Tiere, die mit dem Fluss in die Höhlen transportiert werden an. Diese bleiben in den Fäden kleben und werden von den Glühwürmchen verspeist. Nach einer Zeit verpuppen sie sich und werden zu Mückenähnlichen Fliegen, die neue Larven legen. Wusste ich alles nicht.
    Er erklärte auch, warum der Bereich Neuseelands Waitomo-District heißt: „Wai“ heißt Wasser und „Tomo“ heißt Erdloch. Also Wassererdloch und davon gibt es sehr viele in diesem Gebiet Neuseelands und es ist somit der perfekte Lebensraum für Glühwürmchen. In den Höhlen ist die Temperatur im Sommer und Winter relativ konstant und die perfekte Temperatur für Glühwürmchen.
    Danach setzten wir uns auf einen großen Stein, machten das Licht aus und saßen einfach 10 Minuten da und schauten die Lichter der Glühwürmchen an. Richtig schön! Wie ganz viele kleine funkelnde Sterne! Je länger wir in der Dunkelheit saßen desto mehr gewöhnten sich unsere Augen daran und die Lichter wurden deutlicher. Ich dachte wieder wie verrückt das ist und was die Natur alles zu bieten hat! Echt richtig schön!

    So, das war ein kleiner Exkurs in die Welt der Glühwürmchen. Zum Abschluss der Tour gabs ne warme Dusche, Kaffee und Kekse und dann fuhr ich nach New Plymouth.

    Eine richtig schöne „Herr der Ringe“-Straße. Je näher ich an New Plymouth kam, desto mehr erkannte ich wieder, z.B. die Three Sisters und die super kurvige Straße, die ich schon bei meiner ersten Busfahrt so beeindruckend fand.
    Ich brachte meine Sachen ins Hostel, das Auto zurück auf den Krankenhausparkplatz, wo ich es vor ca. 2,5 Monaten abgeholt hatte (Probs gehen raus an Helen:)) und trampte mit einer netten Frau, die im Krankenhaus arbeitete, wieder zurück in die Stadt. Dort ging ich einen Kaffee trinken im Frederic‘s :) und schaute mir an der Küste den Sonnenuntergang an.
    Nach ein paar Heimwehtagen war das mal wieder ein sehr aufregender und schöner!
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