Noah Lieske

Joined July 2019Living in: Berlin, Deutschland
  • Day113

    Quebec city

    November 26 in Canada ⋅ ☁️ 1 °C

    Bei meinem Churchill-Abenteuer lernte ich im Zug eine Familie aus Quebec kennen. Zum Abschied gaben sie mir ihre Kontaktdaten und boten mir an vorbei zu kommen. Also rief ich von Montreal aus an und Caroline bot sogar an, mir von ihren Reisepunkten die Zugtickets von Montreal nach Quebec und von Quebec nach Ottawa zu reservieren. Ich schlug das Angebot natürlich nicht aus und wurde, als ich in Quebec ankam von Caroline abgeholt. Sie zeigte mir kurz die Stadt aus dem Auto, bevor wir die Kinder von der Schule abholten und 20 min über die Autobahn düsten. Ein großes, neues Haus mit Blick auf einen See und Anschluss zum Skiberg, erwartete mich. Ich half den Kindern bei den Hausaufgaben und bekam das Zimmer des größten, der bei seinem Bruder schlief.
    Am 2. Tag brachte mich Caroline in die Stadt, welche ich zu Fuß erkundete und mich mit Ron und Ewen aus Montreal traf, die nur für einen Tag hochgefahren waren. Ron gab uns wieder eine Stadtführung, da er 2 Jahre lang hier gelebt hatte.
    Die große Altstadt, mit Blick über den Fluss ist mit die schönste, durch die ich je geschlendert bin. Alles ist schon weihnachtlich geschmückt und man fühlt sich wie in einem alten Weihnachtsgedicht.
    Am zweiten Tag stand ich zusammen mit den Kindern auf und wurde mit ihnen vor der Schule rausgeworfen. Ich erkundete das Parlament und verbrachte die meiste Zeit im Museum der Zitadelle. Abends spazierte ich noch durch die untere Altstadt und genoss ein Crepe mit Ahornbutter.
    Abends traf ich mich mit Vincent vor seine Schule und wir wurden wieder zusammen abgeholt.
    Am nächsten Tag verabschiedete ich mich schon und setzte mich in den Zug zur letzten Station der Reise quer durch Kanada.
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  • Day110

    Montreal

    November 23 in Canada ⋅ ⛅ 2 °C

    Die letzten zwei Tage verbrachte ich in Montreal bei Ronald und Ewen, die ich über Couchsurfing kennengelernt hatte.
    Zwei Freunde von Ron, aus Washington DC besuchten ihn übers Wochenende. Wir machten eine Kneipentour, nachdem Ron uns die Stadt gezeigt hatte.
    Er ist ehemaliger Geschichtslehrer, Stadtführer, Schauspieler und war schon fast überall auf der Erde.

    Ich hätte nicht gedacht, dass eine Kneipentour mit ein paar 60 jährigen so viel Spaß machen würde. Ronald's Freunde sind genauso verrückt wie er und wir hatten viel zu lachen.

    Die Stadt ist wunderschön. Gebäude aus allen Epochen, nette Fußgängerzonen, ein riesiges unterirdisches Labyrinth aus Gängen und Mal's, in denen schon alles für Weihnachten geschmückt ist, das super gemütliche AntiCafe, in dem man pro Stunde bezahlt und so viel Essen und Trinken kann, wie man will.

    Fast einen ganzen Tag verbrachte ich auf dem Mont Royale, dessen Park am Wochenende mit Spaziergängern gefüllt war und genoss die Aussicht über die Stadt.

    Heute geht es dann weiter nach Quebec city, wo ich bei einer Familie, die ich im Zug kennengelernt habe, bleiben darf.
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  • Day107

    Niagara Fälle

    November 20 in Canada ⋅ ☁️ 6 °C

    Nun bin ich in Toronto und wieder bei einem netten Couchsurfer untergekommen. Da Noel aber arbeiten muss, entschied ich mich an meinem ersten Tag erstmal zu den Niagara Fällen zu fahren.
    Um kurz vor 8 verließen wir das Haus und knappe 3 Std später stieg ich in Niagara aus. Alte verwaiste und kaputte Häuser empfingen mich und ich lief erstmal Richtung Fluss, bis ich zu einem kleinen Cafe kam. Dort aß ich ausgiebig und schlenderte Dann am Fluss entlang. Bald schon konnte ich den ersten Wasserfall auf der amerikanischen Seite erkennen.
    Ich genoss die Aussicht auf die Fälle und entschied mich dann eine Bootstour zum Wasserfall zu machen. Mir wurde ein Plastikcape in die Hand gedrückt und schon ging es los. Zuerst zu den American falls, wo einem der Wind das Wasser entgegenwehte und dann zu den kanadischen Fällen. Die Sonne lugte immer Mal wieder durch die Wolkendecke und mir wurden Wassermassen ins Gesicht gepustet. 50 Meter über mir rauschte das Wasser über die Klippe und erzeugte einen undurchschaubaren Dunst, der in den Himmel stieg. Möwen kreisten im Nebel und das klare Blau sprudelte ums Boot.
    Die Niagara Fälle verschoben sich Jahrtausende lang pro Jahr um ca einen Meter, bis man Wasser umleitete, um Energie zu erzeugen. Deshalb wandern sie heute nicht mehr.
    Es war nicht allzu kalt und die Sonne schaffte es entgültig die Wolken zu vertreiben, weshalb meine Sachen schnell wieder trockneten und ich zum oberen Punkt des Wasserfalls ging. Es war erstaunlich zu sehen, wie viel und schnell das Wasser zum Abgrund sauste.
    Auf dem Weg zum Bus bog ich in eine andere Straße ein und war auf einmal auf einem Rummel. Überall Fahrgeschäfte und Attraktionen, die laut und blinkend auf sich aufmerksam machten. Ich lief Kurz staunend durch das Viertel und machte mich dann entgültig wieder auf den Weg nach Toronto.
    Abends traf ich mich dann noch mit einem anderen Couchsurfer, wir gingen Billiard spielen und er fuhr mich ein wenig in der Stadt rum.
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  • Day101

    Churchills Kunst und Kälte

    November 14 in Canada ⋅ 🌬 -20 °C

    Das Klappern der Jalousien weckte mich. Ich hatte mir den perfekten Tag ausgesucht, um zu Fuß die Stadt zu erkunden. -21°C im Blizzard.
    Der Wind heulte und ich beeilte mich in die nahe Kirche zu kommen. Sie war nur sehr klein, weshalb ich bald zur Küste lief, kurz auf die Beluga(ein ausgestelltes Schiff) kletterte und dann ins Museum ging. Dieses besteht nur aus einem großen Raum mit Vitrinen an den Wänden und in der Mitte. Ich betrachtete die ausgestellten Kunstgegenstände und ausgestopften Tiere, bis das Museum für die Mittagspause schloss. Also wanderte ich Kurz durch die Straßen und kam zur Arktik traiding company. Drinnen begrüßte mich Penny und erklärte mir kurz was für verschiedene Felle sie für die Kleidung nutzen. Wir kamen ins Gespräch und sie bot mir Kost und Logi an, wenn ich ihr mit ihren Hunden helfen würde. Sie war die Partnerin des verstorbenen Brian LaDoon, welchem das Grundstück gehörte, wo wir gestern die Eisbären gesehen hatten. Sie gab mir ihre Karte und zeigte mir den Documentarfilm „The last Dogs of Winter“ über Brian und seine Hunde. Ich verabschiede mich von Penny und hoffte, dass sich der Blizzard beruhigt hatte. Das Gegenteil war der Fall. So starker Wind rauschte mir entgegen, dass es mir schwer viel zu atmen. Meine Augen tränten, weshalb meine Wimpern zusammenfroren und ich mich beeilte zurück zum Hotel zu kommen.Read more

  • Day100

    Eisbären

    November 13 in Canada ⋅ ☁️ -8 °C

    Um 9Uhr wurde ich von meinem Tourguide David vor meinem Hotel abgeholt. Wir sammelten noch drei weitere Leute ein und waren schon vollständig. David fuhr uns mit seinem Truck aus der Stadt, an der Küste entlang zu Miss Piggy. Ein Flugzeug, dass abgestürzt und liegengelassen wurde. Noch fast vollkommen intakt lag es, mit Kunst überzogen auf den riesigen Steinen, die die Küste säumten. Wir stiegen aus und ich kletterte Kurz ins Innere.
    Unser nächster Stopp war das Bärengefängnis, in dem Bären gehalten werden, die zu oft in die Stadt kommen und Randale machen. Sie werden mit großen Fallen eingefangen und nach einiger Zeit sediert mit einem Helikopter in den Norden geflogen. Leider darf man nicht mehr hinein, doch das riesige Bild eines schlafenenden Eisbären auf der Außenseite war wunderschön.
    Die wahre Rauhe des Nordens zeigte sich und einem wurde bei -15°C Schnee um die Ohren gewirbelt. Wir wechselten das Fahrzeug und stiegen in einen kleinen Bus, in dem wir uns ausbreiten konnten. Ich schnappte mir sofort den vordersten Platz neben David und los fuhren wir zur Küste.
    David schulterte sein Gewehr und wir stiegen aus um Kurz aufs Eis zu gehen. Anschließend fuhren wir zum Grundstück der LaDune's, wo dutzende Huskies herumliefen. Den Hunden wird immer sehr viel zu fressen gegeben, weshalb die Eisbären kommen und die Reste verputzten. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch auf dem Grundstück Eisbären zu sehen. Das hat sich die Familie natürlich zu nutzen gemacht und so muss man bezahlen, um aufs Grundstück zu fahren. Weshalb wir nur außen entlang fuhren. Jemand sagte uns, dass sie einen Bären entdeckt hatten und David fand ihn auch mit seinem Fernglas, doch der Schneesturm war zu dicht, als dass man gut etwas erkennen konnte. Nach kurzer Zeit entscheiden wir uns also später nocheinmal wieder zu kommen und kamen zu einer verlassenen Raketenüberwachungsstation. Wir sahen uns drinnen um, durchstöberten die alten Computer und ich kletterte aufs Dach, wo mir der Wind fast die Haut von den Fingern schälte. Weiter ging es dann zu Kanadas einziger Raketenstation, die auch verlassen wurde. Mehrere komisch geformte Gebäude, zum Bau und Abschuss der Raketen standen mit Kunst überzogen in der Tundra. Man nutzte Raketen, um die Nordlichter zu studieren.
    Wir fuhren kurz zu einem See, aus dem das Forschungszentrum sein Wasser bezieht und liefen dann durch selbiges. Eigener Gemüseanbau, Wasser aus dem See, Solarwärme. Eine extra Glaskuppel in einem Raum war für die Nordlichter Beobachtung. Wir machten Mittagspause, bis uns ein anderer Tourguide sagte, dass er wieder Bären gesehen habe. Also fuhren wir schnell wieder zum Grundstück und entdeckten diesmal den Eisbären im Schnee liegen, da es aufgehört hatte zu schneien. Man erkannte nur seinen Rücken und selten sah man seinen Kopf aus der Grube spähen.
    Auf dem Gelände war ein Kamerateam zu gange, doch wir fanden nicht, was sie fotografierten, bis ich den Fuchs entdeckte.
    Ein dunkles Rot verlief über ein Silber ins Schwarz. Er wanderte zwischen den Steinen umher, gefolgt von drei Trucks mit Fotografen darin. Wir folgten kurz, bis der Fuchs im Schnee verschwand.
    Ich beobachtete weiter den Bären, als dieser plötzlich Aufstand und auf den See hinausspazierte. Gleichzeitig entdeckte David ein Weibchen mit zwei Jungen auf der anderen Seite des Sees. Die Erwachsenen Tiere achteten auf einen großen Abstand und die kleinen blieben dicht bei ihrer Mutter, nur unterbrochen von ein paar Spielen mit dem Geschwisterchen. Irgendwann ließen sie sich hinter einer Düne nieder und das Männchen beschloss sich auf den Weg Richtung Norden zu machen. Schnell fuhren wir zum Strand und beobachteten, wie er gerade aufs offene Eis marschierte.
    Er wird erst wieder im Juli an Land gehen, wenn das Eis schmilzt.
    Wir fuhren weiter, zurück zur Stadt und einmal hindurch zum Cape Marry. Dem Punkt, wo der Churchill River in die Hudson Bay mündet und auf der anderen Seite des Flusses eine alte britische Festung steht, die jedoch von den Franzosen teilweise zerstört wurde.
    Wir genossen den Sonnenuntergang und fuhren noch kurz am Hafen vorbei, von wo Getreide aus Kanada in die ganze Welt geschippt wird.
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  • Day99

    Dogsledding

    November 12 in Canada ⋅ ⛅ -15 °C

    Wir kamen mit nur fast 2 Std Verspätung in Churchill an und -15°C empfingen uns vor dem kleinen Bahnhäuschen. Ich lief zu meinem Hotel nur 2 Straßen weiter. Fast jedes Gebäude ist ein Hotel oder Touranbieter, die Straßen bestehen zu 90% aus Eis und die niedrigen Häuser drängen sich unter den hölzernen Strommasten.
    Im Zug hatten alle davon geschwärmt mit einem Hundeschlitten zu fahren und die Seniorengruppe hatte noch heute eine Tour geplant, weshalb ich mich ans Telefon setzte und bald einen Platz bei der Tour der Gruppe ergatterte. Ich packte mich dick ein und lief zu dem kleinen Souvenirladen, von dem es los gehen sollte. Ein Mitarbeiter, seine Freundin und 2 bekannte Kinder von ihnen warteten schon und wir hüpften in seinen Truck, um aus der Stadt zu fahren. Nach 2 min war man raus und in einem Waldstück. Über unbefestigte Schneestraßen zu einer kleinen Hütte, vor der 39 Huskies vor ihren Hütten umherschlichen. Wir gingen zu ihnen und streichelten sie. Viele waren sehr schüchtern. Dann gingen wir zu einem eingezäunten Bereich in dem drei Monate alte Welpen umhersprangen. Ich war der Einzige, der sich traute hineinzugehen und wurde sofort umgerannt und beschlabbert. Nach einer Weile kam der Tour Bus der Gruppe und alle freuten sich mich wiederzusehen. Wir setzten uns in die Hütte und der Besitzer der Hunde erklärte uns etwas über seine Kultur, Herkunft und Hunde.
    Er ist Métis und schon sein Leben lang in Churchill. Bei Rennen ziehen sie den Hunden Schuhe an, sie machen Joga mit ihnen und massieren sie, sind jeden Tag bei ihnen, füttern sie durchgehend und die Hunde wollen nur Rennen, weshalb sie total dünn sind. Er erklärte, wie er der Alpha bleibt und die verschiedenen Positionen der Hunde vorm Schlitten.
    4 Schlitten wurden fertig gemacht und jeweils zwei, einer sitzend, einer Stehend+ ein Mitarbeiter sprangen auf. Die Hunde rasteten total aus und jeder wollte unbedingt los. Die erste Fuhre düste davon und wir beobachteten die greyjays, während wir warteten.
    Ich stellte mich auf den Schlitten und schon ging es los, die Hunde sprinteten ausgelassen los und wir zischten durch den weißen Wald, kamen kurz durch die Tundra und die Sonne funkelte auf uns herab.
    Ein Fotograf machte noch Fotos und schon waren wir wieder zurück. Meine Schuhe waren nicht wirklich Windfest, weshalb meine Füße halb abfielen. In der Hütte wärmten wir uns am Kamin und tranken heißen Kakao. Die Gruppe hüpfte wieder in ihren Bus und ich wurde im Truck erst zum Shop und dann zum Supermarkt gefahren. In Churchill ist alles in 15 min Laufentfernung, doch wegen der Eisbären fährt jeder Auto. Im Hotel genoss ich dann um 16 Uhr den Sonnenuntergang aus dem Fenster.
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  • Day98

    The Adventure Route

    November 11 in Canada ⋅ ☀️ -19 °C

    Zwei Tage und zwei Nächte mit ein paar Leuten in einem Zug zu den Eisbären? Los geht's!

    Der Zug bestand nur aus 7 Wagen. Der Lok, einem Gepäckwagen, einem Economy Wagen, einem Speisewagen, 2 Schlafwagen und 2 Aussichtswagen.

    Die ewigen Felder und Kuhweiden Südmanitobas wurden bald von verschneitem Wald und dann der weiten Tundra abgelöst.
    Wir machten mehrere Stopps in kleinen Gemeinschaften. Die kleinste mit ca 50 Einwohnern. Ich Stieg so oft aus wie es ging, um mir im Schnee bei -17°C die Nase abzufrieren.

    Ich kannte bald fast jeden, was nicht so schwierig war, da wir nicht sehr viele waren und man schnell ins Gespräch kam. Eine Seniorengruppe, eine Familie aus Quebec, 2 französische Frauen, ein britisches Pärchen um die 30, ein chinesisches Pärchen, 3 chinesische Frauen, 2 Italienerinnern, eine Grundschullehrerin, und ein paar Leute in der Economy, mit denen man vielseitige Gespräche führen konnte.
    Das Essen war super und die Zeit verflog im Nu.

    Am 2. Abend wurden alle Lichter in einem Aussichtswagen ausgeschaltet, sodass man den riesigen Vollmond und die Sterne beobachten konnte. Leider ist die Sonnenaktivität momentan sehr gering, weshalb ich noch keine Nordlichter sehen konnte.
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  • Day97

    Winnipeg

    November 10 in Canada ⋅ ☁️ -9 °C

    Die letzten 4 Tage verbrachte ich bei Paul, einem Couchsurfer in Winnipeg.
    Bei meiner Ankunft schlugen mir -15°C entgegen, doch die dicken Socken und das Merinohemd, das mir Patrick geschenkt hatte, hielten mich warm und die nächsten Tage waren etwas wärmer.

    Ich erkundete zu Fuß die Stadt: The forks (ein historischer Handelspunkt an einer Flussgabelung), eine große Markthalle, ein altes Fort von 1815, die St Boniface Kathedrale und den Exchange Distrikt mit seinen alten Industrie-Gebäuden.
    Den zweiten Tag verbrachte ich im riesigen human rights museum. 4 Std lang streifte ich durch die 7 Etagen, um den Sonnenuntergang von der Aussichtsplattform im 8. Stock zu bewundern. Anschließend ging ich noch mit Paul in einen Irish Pub, wo wir ein Hockeyspiel sahen.

    Am letzten Tag ging ich dann zusammen mit Paul ins Manitoba museum. Wir sahen zwei verschiedene Shows im angrenzenden Planetarium und durchstreiften die Geschichte Manitobas. Nachts gingen wir dann ins "Fame" (ein LGBTQ Club mit Dragqueen), wo ich mir endlich Mal wieder die Füße platt tanzte.
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  • Day91

    Jasper national Park

    November 4 in Canada ⋅ ☁️ 0 °C

    Zum Frühstück gab es Bacon mit Omelette-rüheei im wrap. Ich zog mich warm an und ging mit Pat los. Wir hüpften ins Auto und fuhren auf den Icefields Pkwy Richtung Banff. Unser erster Stop war an den Athabasca Falls. Ein strahlend blauer Wasserstrom, der sich durch das Weiß in einen kleinen Canyon ergießt.
    Wir stiegen kurz an einem Aussichtspunkt aus und liefen dann zu den Sunwapta Falls, wo ich schnell meinen ersten Schneemann baute. Seit 10 Jahren war es auch das erste Mal für Patrick bei diesem Wasserfall. Hier war der Schnee schon knöcheltief und ich hatte Zweifel, ob mich meine Wanderschuhe bei unserem Vorhaben schützen würden.
    Am Nachmittag kamen wir dann an unserem Ziel an. Dem Athabasca glacier. Die Straße zum Gletscher war schon gesperrt und das Touristenzentrum geschlossen. Also parkten wir beim Zentrum und liefen los. Alle 10-20 Meter entdeckten wir ein Schild, das das Jahr zeigte, in dem der Gletscher an diesem Punkt gewesen ist. Das erste Schild war von 1863. Wir liefen ca 20 min bis wir zum Ende des Weges kamen. Ein Schild Verbot das weitergehen, was wir gekonnt ignorierten und weitere 100 Meter zum Gletscher stapften. Angekommen zogen wir Spikes an, Patrick drückte mir einen Eispickel in die Hand und meinte ich solle Abstand halten und immer in seinen Fußstapfen laufen. Also los. Eisiger Wind peitschte uns entgegen und Patrick prüfte vor jedem Schritt den Boden mit seinem Eispickel. Nach ein paar hundert Metern fand er keinen guten Platz zum treten und da die Wolken zu tief hangen sahen wir nicht gut, weshalb wir beschlossen nicht weiter zu gehen. Er zeigte mir noch wie man einen Sicherheitshacken im Eis befestigt, bevor wir wieder unseren Fußspuren zurück folgten. Am Parkplatz angekommen hörten wir ein seltsames zischen und fanden kurz darauf eine dicke Schraube im Reifen des neben uns parkenden Jeeps. Also beschlossen wir unsere Wraps zu essen und auf den Besitzer zu warten. Dieser, war ein Mann aus China, der etwas überfordert war mit der Situation. Gemeinsam wechselten wir also den Reifen und wünschten ihm alles Gute. Auf dem Rückweg wollte Patrick mir noch Wapitis zeigen. Stattdessen sahen wir nur einen Fuchs. Zu Hause gab es selbstgemachte Pizza.
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  • Day90

    Maligne Canyon

    November 3 in Canada ⋅ ☁️ 1 °C

    Es schneite und Alles war schon ein wenig weiß. Gegen halb 11 standen Patrick und Elsa auf und wir machten Speck mit Spiegelei als sandwich mit Käse und Majo. Anschließend ging ich mit Patrick los, er zeigte mir kurz Downtown (ein ganzer Block), holte sich einen Kaffee und lud mich dann im Sportzentrum zum Bouldern ein. Wir kletterten ca eine Stunde, bevor wir uns angrenzende Museum gingen, das aus ganzen zwei Räumen besteht und über die Geschichte Jaspers erzählt. Im 2. Weltkrieg, haben hier die Kanadier versucht Flugzeugträger aus Eis zu bauen, da Torpedos nicht viel dagegen ausrichten können. Sie waren jedoch zu langsam und nach dem Krieg wurden die Versuche eingestellt. Wir holten Elsa ab und fuhren zum Maligne Canyon, wo ich von den beiden eine private Tour bekam, da sie schon dutzende Male dort waren. Zum Wandern, Sightseeing und Eisklettern. Wir liefen zum Canyon der bei der ersten Brücke nur ungefähr 4 Meter breit ist, jedoch knapp 50 Meter in die Tiefe geht. Da der Wasserstand grade sehr niedrig ist, konnte man nur an einzelnen Stellen den Fluss am Boden erahnen. Wir folgten dem Canyon und kamen zu ein paar Aussichtspunkten und weiteren Brücken. Ein Wasserfall rauschte durch den Canyon und war schon an manchen Stellen gefroren. Riesige Eiszapfen hingen an den Wänden, wo ein kleiner Bach in den Canyon mündete. Im Winter kann man in den Canyon hinein und auf dem Eis wandern und die Wasserfälle erklimmen. In einem Felsen mitten auf dem Weg entdeckten wir ein paar kleine Fossilien. Wir setzten uns in das große Teehaus, das Grade erst renoviert worden ist, bestellten Tee und pulled pork sandwiches. Patrick und Elsa mit mac&cheese, ich mit maple baked beans mit Bacon darin. Das Teehaus war sehr touristisch, aber gemütlich eingerichtet. Ein Kamin, darum eine Couch, Sessel und Decken, alles aus Holz und Stein und draußen brannten ein paar Lagerfeuer mit Sitzgelegenheiten. Patrick entschied, dass wir jetzt noch Tiere sehen müssten, um den Tag komplett zu machen, womit vollkommen einverstanden war. Also fuhren wir Richtung Maligne Lake und hofften in der Nähe der Straße ein paar Wapitis zu entdecken, die es hier haufenweise geben soll. Also fuhren und fuhren wir, bis plötzlich etwas großes, schwarzes auf der Straße hockte. Zwei riesige Elche schlabberten das Salz von der Straße und ließen uns ziemlich nah herankommen. Der etwas größere hatte ein prächtiges Geweih, wohingegen das des anderen aussah, als wäre es vor einiger Zeit abgebrochen. Irgendwann hob der eine ruckartig seinen Kopf und starrte zur gegenüberliegenden Straßenseite. Es raschelte und etwas schob sich durchs Unterholz. Langsam ging der große Elch über die Straße, bis drei Weibchen ins offene traten. Eins davon noch etwas kleiner, vlt 2-3 Jahre alt. Das eine Weibchen verschwand direkt wieder im Wald und die Mutter verscheuchte den kleineren Bullen. Nach einiger Zeit wurde dunkel, weshalb wir uns entschlossen nach Hause zu fahrenRead more

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