August - November 2019
  • Day312

    Prince Rupert

    June 12, 2020 in Canada ⋅ ⛅ 14 °C

    Gestern Abend fuhren wir dann noch zum Oliver Lake kurz vor Prince Rupert, wo wir auf einer Raststätte neben dem Highway schliefen.
    Heute liefen wir kurz am Ufer des Sees entlang und machten uns dann auf den Weg in die Stadt. Angekommen ließen wir das Auto stehen und erkundeten alles zu Fuß. Nicht besonders groß, hübsch oder alt, jedoch mit Hafenflair und einzelnen süßen Häusern und Gärten. Wir standen vor dem ersten Haus der Stadt, welches 1908 gebaut wurde und schauten über den riesigen Skeena River. Schon hatten wir wieder genug von der Stadt und fuhren zum Butze Rapids Trail.
    Bei dem Aussichtspunkt angekommen erwartete uns jedoch nur ein stiller Fluss, da es gerade Ebbe war. Dafür hatte der Pfad alle paar 100m kleine Infotafeln über die Flora und Fauna und deren Nutzen, was interessant zu entdecken war.
    Als nächstes fuhren wir zum Port Edward zu einer abgelegenen Lachseindosungsfabrik, die leider geschlossen war. Wir liefen ein wenig näher heran und bewunderten die dutzenden Häuser auf Stelzen mit malerischem Hintergrund.
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  • Day312

    Vier Schwarzbären und ein Grizzly

    June 12, 2020 in Canada ⋅ 🌧 12 °C

    Das nächste Ziel waren die Lava Felder nördlich von Terrace. Wir wollten auf dem einzigen Campingplatz, nördlich davon übernachten und dann am nächsten Tag die Landschaft erkunden. Also erstmal wieder nach Terrace, wo wir nur tankten, jedoch jeder eine heiße Schokolade gratis dazu bekamen.
    Mit dieser fuhren wir dann durch den Regen in die Wildnis. An schneebedeckten Bergen und riesigen Seen vorbei.
    Plötzlich entdeckte ich am Straßenrand einen ausgewachsenen Schwarzbären und kam ein paar Meter weiter zum stehen, um wieder zurück zu fahren. Doch der verschwand schnell im Unterholz, weshalb wir weiter fuhren.
    Als wir an die Lava Felder kamen, die sich ewig erstrecken, sprang auf einmal eine Schwarzbärin über die Straße und ich wurde schon langsamer, als ihr winziges Junge hinterhergerannt kam. Ich hielt auf ihrer Höhe an und durch die flache Landschaft konnten wir sie noch lange beobachten, wie sie davon liefen.
    Nach ein paar Minuten weiterer Fahrt entdeckte ich den Nächsten am Straßenrand, der auch sofort verschwand.
    Als wir schon fast am Dragon Lake waren, stand in der Ferne plötzlich ein großer brauner Bär auf der Straße. Er wirkte nicht besorgt, doch als wir näher kamen schaute er uns mit seinem runden Gesicht an und rannte dann in den Wald. Genau auf den Zeltplatz, auf den wir wollten. Leider war jedoch die Schranke geschlossen, der Platz zu. Also parkten wir davor, erkundeten das riesige Gelände zu Fuß und brachten dann unser Kochzeug zu einem Tisch, wo wir im Regen eine Gemüsesuppe genossen.
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  • Day311

    Terrace

    June 11, 2020 in Canada ⋅ ⛅ 15 °C

    Am 8. Machten wir uns dann auf den Weg zu einem Campingplatz nördlich von Terrace. Wir folgten einem schlaglochübersähten Kiesweg in den Wald und bogen nach 10 km glücklich in eine abgeschirmte Nische. Ein kleiner See mit großem Steg ganz für uns alleine. Also genossen wir erstmal die Stille mit einem Bier auf dem See.
    Da es wiedermal anfing zu regnen, spannten wir die Plane auf und machten uns ein Feuer.
    Wir blieben bis zum 10. an dem See und lasen "The four Agreements", welches schöne Denkanstöße für ein harmonisches Miteinander beinhaltet. Das Buch hatte und Philippe geschenkt.
    Am 10. fuhren wir dann zum eigentlichen Campingplatz am Pine Lake. Wir genossen die Landschaft beim laufen des Rundweges durch Sumpfgebiete, Nadel- und Birkenwälder.

    Heute fuhren wir dann wieder nach Terrace, wo ich eine Scheinwerfer Glühbirne austauschte, die kaputt gegangen war und wir zu einem Wanderweg fuhren. Wir folgten wunderschönen Mountainbike Wegen den Berg hinauf und trotz Wolken wurde es sommerlich heiß. Oben angekommen, konnte man über Terrace schauen und die es umringenden Berge bewundern.
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  • Day307

    Kathlyn Glacier

    June 7, 2020 in Canada ⋅ ⛅ 4 °C

    Zur Abwechslung regnete es Mal nicht und wir verabschiedeten uns von Philippe und Antoine nachdem wir gemeinsam selbstgemachte Feuerbrötchen mit Rührei zum Frühstück gegessen hatten.
    Wir hatten die letzten Tage nur darauf gewartet den Wanderweg zum Kathlyn Gletscher zu laufen, doch das Wetter hatte es nicht zugelassen. Also machten wir uns heute bereit und stapften los.
    Das erste Stück im Zickzack durch den Wald, den Berg hinauf. Glatte Felsstellen über die Wasser plätscherte waren mit Seilen versehen und so passierten wir diese mit Leichtigkeit. Plötzlich standen wir vor einem Schneefeld, welches steil bergab ging. Da wir jedoch Spuren erkennen konnten kletterten wir vorsichtig hinüber. Der Wald lichtete sich langsam und wir waren schon auf Höhe der Wasserfallgrenze, als wir noch ein paar Schneebänke entlang kletterten und dann auf ein Geröllfeld stießen.
    Wir hatten ein Pärchen gesehen, das vor uns gestartet war, also einfach weiter und hoffen, dass wir auf dem richtigen Weg waren.
    Mit jedem Schritt lösten sich Steine und es war schwierig einen festen Halt zu finden. Mal brutzelte die Sonne auf uns herunter und im nächsten Moment erwischte uns ein eisiger Wind, was das Klettern nicht erleichterte. Irgendwann erspähten wir das Pärchen in der Ferne und hatten so zumindest einen Anhaltspunkt in welche Richtung wir mussten. Nach noch ein paar halsbrecherischen Schneeüberquerungen erreichten wir festeres Gestein. Wir sprangen über Flüsse, die zu Wasserfällen wurden und kletterten am nackten Stein empor.
    Als wir grade eine Verschnaufpause machten, hörten wir ein rumpeln und ich sah, wie sich auf der anderen Seite des Berges eine Schneelawine löste und tosend hinabstützte. Wir waren komplett verrückt hier hoch zu klettern, doch der Ausblick war unbeschreiblich. In der Ferne erkannte man schneebedeckte Bergspritzen und am konnte große Wolken erkennen, wie sie sich über dem Tal entluden.
    Nun waren wir schon fast da und zurück war es genauso gefährlich, also einfach weiter dem Pärchen hinterher, die wissen bestimmt was sie machen.
    Nach knappen drei Stunden kletterten wir endlich über den letzten Vorsprung und eiskalter Wind schlug uns entgegen. Vor uns erhob sich der Gletscher umringt von schneeweißen Klippen. Wir genossen die Aussicht in alle Richtungen, bevor es zu kalt wurde und wir hinter einem Felsen Mittagspause mit Apfel und Müsli-Riegel machten.
    Der Abstieg war noch angsteinflößender als der Aufstieg. Vorallem die Schneestücke waren glatt und steil. Doch wir überlebten mit nur durchnässten Füßen und ein paar Blasen.
    Zurück am Auto kochten wir erstmal, packten unsere Schuhe ans Feuer und gönnten uns eine heiße Schokolade mit Marshmallows.
    Nurnoch ein Campingtruck, der mir bekannt vorkam, parkte auf einem der Plätze und als ich den Hund sah, war ich mir sicher. Ich ging hinüber und quatschte eine Weile mit dem deutschen Pärchen, welches wir vor über einem Monat getroffen hatten.
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  • Day306

    Philippe und Antoine

    June 6, 2020 in Canada ⋅ ☁️ 9 °C

    Wir freundeten uns mit unseren Nachbarn Filipe (35, Montreal) und antuan (31, Belgien) an, die uns direkt zum gemeinsamen Abendessen einluden.

    Wir fuhren nach Smithers um den Kocher umzutauschen und einen neuen zu kaufen. Anschließend holten wir noch einen Wein für's Abendessen und wollten noch ein wenig wandern. Über zwei Stunden irrten wir einen Berg hinauf auf der Suche nach einem Aussichtspunkt, doch kamen nur wieder dort heraus, wo wir angefangen hatten. Auf der Hälfte hatte es begonnen zu regnen und meine Schuhe waren schon ziemlich durchgelaufen, weshalb ich sie erstmal übers Feuer hängen musste um sie zu trocknen.
    Wir quatschten den ganzen Abend mit den beiden und machten eine leckere Gemüse-Bohnen-Suppe überm Feuer.
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  • Day305

    Twin falls

    June 5, 2020 in Canada ⋅ ⛅ 9 °C

    Wir machten mühsam ein Feuer um unsere Sachen zu trocknen und folgten einem kleinen Weg um den See, der uns aber nur zu einem Bibelcamp führte.
    Marie hatte ihre Zahnbürste verloren und wir wollten nach einem Ersatzteil für den Kocher gucken, weshalb wir nach Smithers zum Canadian Tire fuhren. Unser Kocher war ein altes Modell und es gab keine Ersatzteile, weshalb wir einen neuen Minikocher kauften.
    In der Nähe von Smithers fanden wir die twin falls recreation site, wo wir einen Platz an einem Tisch mit Feuerstelle belegten und ersteinmal zu den Wasserfällen liefen. Im Flussbett lag noch Schnee und die verschiedensten Grüntöne der Bäume standen in malerischen Kontrast zu den weißen Bergen.

    Unsere Nachbarn gaben uns etwas trockenes Holz, da alles Umliegende nass war und es wieder begann zu regnen. Also spaltete ich Holz und wir ließen es über dem Feuer trocken. Als ich den neuen Kocher ausprobieren wollte passten natürlich die Kartuschen nicht, weshalb wir wieder zum trangia umgestiegen und den Teekessel einfach übers Feuer stellten.
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  • Day304

    Nourse creek trail

    June 4, 2020 in Canada ⋅ ⛅ 12 °C

    Wir hatten von einem Wanderweg in der Nähe gelesen, weshalb wir uns im Sonnenschein auf die Suche machten.
    Der Beginn war nicht schwer zu finden und uns begrüßte direkt eine umwerfende Aussicht. Vor uns lag ein grünes Tal und auf der anderen Seite erhoben sich orangene Gesteinstürme durch die ein Wasserfall sprudelte.
    Wir folgten dem Pfad entlang des Tals bis zu einer kleinen Picknick-Bank, wo wir einen kleinen Wasserfall fanden. Wir genossen die Sonne und das Rauschen, bevor wir nach der Fortsetzung des Weges suchten. Bald standen wir im Dickicht und wussten nicht weiter. Außerdem könnte man in der Ferne dicke Regenwolken erkennen, weshalb wir entschieden zurück zum Auto zu gehen.
    Grade im Auto angekommen, begann es auch schon zu regnen. Dementsprechend wollten wir nicht zum Campingplatz zurück und entschieden uns weiter zu fahren.
    Wir hielten am dunalter Lake nördlich von Houston, wo wir uns in einen Picknickbereich stellten. Wir sammelten Feuerholz und machten uns ans Kochen, als es begann zu nieseln. Plötzlich donnerte es und es begann wie aus Eimern zu regnen und zu hageln. Ich warf nur meine Plane über die Kochsachen, Marie schnappte sich den Topf und wir sprinteten zum Auto. Durchnässt saßen wir dann im Auto, löffelten kalte Tomatensuppe mit rohem Gemüse und warteten, dass es aufhörte.
    Nach einer Ewigkeit wurde der Regen etwas weniger und wir räumten alles ins Auto und machten uns bettfertig, bevor der nächste Regenschauer über uns hinwegfegte.
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  • Day303

    Auf in neue Abenteuer

    June 3, 2020 in Canada ⋅ ⛅ 10 °C

    Ich musste um 10 Uhr am Flughafen sein, also fuhren wir früh zum Hotel, wo ich mich von den anderen verabschiedete. Es war komisch die Leute zu verlassen, mit denen man jeden Tag der letzten zwei Monate verbracht hatte.

    Am Flughafen wartete Marie (24, südlich Berlins), die ich über Facebook kennengelernt hatte, schon auf mich. Wir fuhren erstmal zu einem Tim Hortons, wo wir versuchten herauszufinden, was wir machen wollten. Ab in den Norden. Die Yukon Grenze ist leider geschlossen, also einfach einen Campingroadtrip, bis uns die Sehenswürdigkeiten ausgehen.
    Unser erster Stop war eine kleine recreation area am tchesinkut Lake ca 3 Std von Prince George.
    Uns erwartete schon geschnitten und geschichtetes Feuerholz, welches ich mit der kleinen Axt mühevoll spaltete.
    Als ich den Kocher auspackte, bemerkten wir, dass die Gaskartuschen nicht passten und wahrscheinlich ein Teil fehlte. Zum Glück hatte ich meinen trangia Kocher, mit dem wir dann Nudeln machten und noch am Feuer saßen.
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  • Day303

    Prince George

    June 3, 2020 in Canada ⋅ ⛅ 10 °C

    Am 26. Entschieden wir nach prince George Zu fahren. Wir fanden einen See 30 min außerhalb, an dem wir unser Camp aufschlugen.
    Diverse Dirtbike und Quad-Trails starteten dort, weshalb wir jeden Tag was zu sehen hatten. Der Platz war total beliebt und jeden Tag kamen andere Leute zum Fischen, campen oder Motorrad fahren. Einer der Fischer verbrachte den ganzen Tag auf dem See und brachte uns drei Fische fürs helfen mit seinem Boot.
    Am 29. Brachten wir dann Jonas zum Flughafen. Er verbrachte noch ein paar Tage in Vancouver, bevor er nach Hause flog.
    Nur noch zu viert verbrachten dann noch ein paar Tage am See, bis wir die Moskitos nicht mehr aushielten.
    Trae und Vanessa mieteten sich einen Raum in einem Motel und ich fand eine schöne Airbnb Wohnung für Ellis und mich. Lisa, die Besitzerin, hatte einen kleinen Welpen, der flauschig über uns her fiel. Endlich lange duschen, in einem richtigen Bett schlafen und den ganzen Tag Serien gucken. Nochmal eine schöne Genusszeit, bevor wir uns verabschieden mussten.
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  • Day294

    Naver Creek

    May 25, 2020 in Canada ⋅ 🌧 11 °C

    Direkt bei unserem camp führte eine kleine Brücke über den Naver Creek und ich verlor prompt meinen einzigen Angelhaken in der reißenden Strömung. Also machten Jonas und ich uns daran Neue aus Büroklammern zu biegen.

    Ellis hatte das Baufieber ergriffen und sie verbrachte die meiste Zeit damit ein Tipi zu errichten.

    Sandor hatte mir empfohlen meine Hinterreifen mit den Vorderen zu tauschen, da diese schon ziemlich abgefahren sind. Also schnappte ich mir meinen Wagenheber und machte mich daran die Reifen abzumontieren. Einer war schon ab und es fehlte nur noch eine Schraube beim Anderen, doch der Schraubenschlüssel wollte nicht passen. Wir versuchten Andere, hämmern und fluchen, doch die Schraube war von innen gerostet und hatte sich so zu weit ausgedehnt, dass keine Ecken und Kanten mehr vorhanden waren. Dementsprechend schnappte ich mir mein Taschenmesser, klappte die Feile aus und machte mich in praller Sonne daran der Schraube ein paar Ecken zu verpassen. Nach einer schweißtreibenden Ewigkeit probierten wir es erneut, nur um wieder abzurutschen und die ganze Arbeit zunichte zu machen. So entschied ich mich die Reifen zu lassen wie sie waren und in Prince George einen Mechaniker um Rat zu fragen.
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