Ins Land der Arganbäume 🌳⛱️
26 Mei, Maghribi ⋅ ☀️ 34 °C
Bei der Aussicht auf 32°C und wenig Schatten wurden die Wecker auf 6 Uhr morgens gestellt und gegen 8 Uhr morgens saßen wir dann auch schon auf dem Rad, heute zu fünft 🐈, um das erste Drittel der Strecke nach Agadir möglichst vormittags zu schaffen. Die Katze war gut angegurtet und sicher verstaut in Hannas neuem Korb am Fahrrad. Wie sie das Fahren und die Wärme vertragen würde, mussten wir abwarten.
Die Strecke führte uns etwas vom der Küste weg, hinein ins Land Arganbaum-bewachsene Hügel. Die Bäume, die wir bisher nur vereinzelt gesehen hatten, machten auf einmal fast 100% des sichtbaren Grüns aus.
Gegen Mittag hatten wir den größten Teil unser geplanten Strecke und Höhenmeter geschafft und erreichten einen Ort mit dem klangvollen Namen Smimou. Dort war viel los, wohl auch wegen des sich nähernden Opferfests. Die vielen Schafe und Ziegen, die ihre Besitzer wechselten taten uns leid, wie sie nacheinander verschnürt wurden, oder zu zweit getragen, in Schubkarren geschoben, in Kofferräume verstaut, und auf Taxis oder Esel geladen wurden. 🐏🐐🥺
Von unserem Platz in einem Café, wo wir Schutz vor der Sonne suchten, und uns mit Linsensuppe, Tajine mit Pommes (scheinbar ein Klassiker) und Minztee stärkten, konnten wir den Trubel gut beobachten. Der Katze hatte die Fahrt bisher mäßig gut getan. Am Anfang hatte sie ihren Kopf leicht ängstlich aus dem Korb gesteckt, bis sie dann irgendwann ruhig genug wurde, um sich auf den Boden des Korbs zu legen. Mittags war sie allerdings ziemlich fertig, wahrscheinlich etwas überhitzt, sodass wir sie mit Wasser abkühlten. Dank des Schattens im Café, zusammen mit der Abkühlung und etwas Wasser und Futter berappelte sich das Kätzchen aber wieder, bis wir unsere Einkäufe erledigt hatten.
Anschließend ging es noch ein Stück weiter Hügel hinauf, bis ein Coffee-Car an einem Brunnen mit Trinkwasser zu einer letzten Pause einlud. ⛲ Mit vollen Flaschen und Trinkblasen ging es dann flott die Hügel auf kurviger Straße hinab zu einem Fluss, an dem wir einen großen Arganbaum - was auch sonst - als Schattenspender nutzten, bis es Zeit war daneben die Zelte auf möglichst wenig dornigem Boden aufzuschlagen.
58 km, 600 hm
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PengembaraKöln heute 18 Uhr: 31°C - Ihr hättet also ruhig hierbleiben können.
PengembaraWir hatten aber 32°C 🤪. Aber ja, wenn es nach der Temperatur geht, hätten wir auch in Köln bleiben können. Dann hätten wir keinen schönen Platz am Fluss zum Campen, keinen Ziegenherde zum Beobachten, und gerade haben wir vom Sohn des Landbesitzers noch kaltes Wasser und frisches Brot geschenkt bekommen. Wir fühlen uns hier also sehr wohl. 😊