• Traumdorf: Moustiers-Sainte-Marie

    August 27, 2025 in France ⋅ ⛅ 22 °C

    Moustiers-Sainte-Marie gilt als eines der schönsten Dörfer Frankreichs und liegt malerisch am Eingang der Verdonschlucht in der Provence, ein Instagram Hotspot, den ich mir schon als Reiseziel notiert hatte, als noch nicht klar war, dass wir hierher fahren würden. Das Dorf schmiegt sich in ein Felsental, über dem zwei steile Kalkwände emporragen. Hoch oben zwischen den Felsen spannt sich eine goldene Sternenkette – ein weithin sichtbares Wahrzeichen des Ortes. Der Legende nach ließ ein Ritter aus Dankbarkeit für seine Rettung im Mittelalter diesen Stern anbringen, der bis heute geheimnisvoll über den Dächern von Moustiers glänzt.

    Die Altstadt selbst begeistert mit einem Labyrinth aus engen, gepflasterten Gassen, kleinen Plätzen, plätschernden Brunnen und traditionellen Häusern mit bunten Fensterläden. Mittelpunkt ist die romanische Kirche Notre-Dame-de-l’Assomption aus dem 12. Jahrhundert mit ihrem markanten Glockenturm. Rundherum laden zahlreiche Boutiquen, Galerien und Werkstätten zum Stöbern und heute auch viele Ständer auf dem Nachtmarkt ein. Besonders berühmt ist Moustiers-Sainte-Marie für seine Fayencen: Bereits im 17. Jahrhundert entwickelte sich hier eine bedeutende Keramikkunst, deren filigrane, handbemalte Stücke bis heute in Ateliers hergestellt und weltweit geschätzt werden.

    Auch die Natur macht den Charme des Dorfes aus. Von der Altstadt führen Wege hinauf zur Wallfahrtskapelle Notre-Dame de Beauvoir, die spektakulär über den Dächern liegt und mit einem grandiosen Blick über das Dorf, das Plateau de Valensole und die Lavendelfelder belohnt. Schade, dass das für mich heute ausfallen muss. Morgen geht’s für uns von hier aus in den Naturpark Verdon und an den türkisblauen Lac de Sainte-Croix.

    Als wir zurück am Wohnmobil sind, merke ich erst, wie sehr mein Fuß schmerzt und wie dick er inzwischen geworden ist, trotz mehrfacher Behandlung mit Voltaren Gel. So wird mir schmerzlich bewusst, wie wertvoll es ist, wenn man laufen, wandern, gehen und in der Natur unterwegs sein kann. Das ist kein Selbstverständnis, sondern ein sehr wertvolles Gut, das wir sorgsam hegen und pflegen müssen. Kaum muss ich nicht einmal einen Tag darauf verzichten, fehlt es mir ganz unglaublich.
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