• Mittagessen im Es Racó d'Artà

    October 30, 2025 in Spain ⋅ ⛅ 20 °C

    Geschichte & Entstehung

    Die Finca, aus der Es Racó d’Artà hervorgegangen ist, geht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Früher gehörte sie verschiedenen Familien, die landwirtschaftlich tätig waren. In den 1960er/70er Jahren, mit dem aufkommenden Massentourismus auf Mallorca, geriet die Landwirtschaft dort zunehmend in den Hintergrund.

    Die beiden Initiatoren Antoni Esteva (Architekt) und Jaume Danús (Bauherr) haben die Finca vor einigen Jahren restauriert und in ein ganz besonderes Boutique-Retreat mit starkem Fokus auf Nachhaltigkeit , Architektur und Natur verwandelt und 2020 eröffnet. Alles ist so hochwertig und stilsicher saniert. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Die ursprüngliche Struktur und die ländliche Atmosphäre wurden bewusst bewahrt – es sollte kein herkömmliches Hotel sein, sondern eine Rückkehr zur Natur und zum Ursprung.

    Die Eigentümer sind Antoni Esteva und Jaume Danús, die gemeinsam ihre Vision verwirklichten: ein Anwesen, das Luxus mit Einfachheit, Natur und Nachhaltigkeit verbindet. Sie bauten den Gebäudekomplex mit großer Rücksicht auf Umgebung, Materialien und Architektur um, nutzten ökologische Technologien und setzten auf geringe Eingriffe in die Landschaft. Das Konzept zielt darauf ab, Achtsamkeit, Ruhe und Natur-Erleben zu bieten — mit einem tieferen Bezug zur Landwirtschaft, regionalem Essen und Umweltbewusstsein.

    Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Rückverbindung zur Landwirtschaft: so umfasst das Anwesen etwa 200 Hektar Land, mit Wald, Olivenbäumen, Obstbäumen, Weinbergen, Gemüse- und Kräutergärten. Dazu kommen etwa 1.200 Olivenbäume, mehrere hundert Obstbäume, ein Gemüsegarten von 2.000 m², Weinbau und Honigproduktion. Die Produktion erfolgt biologisch/ökologisch: Gemüse, Kräuter, Olivenöl, Wein und Honig stammen größtenteils vom eigenen Boden. Im Restaurant „Beni Axir“, eine Hommage an die frühe, maurisch-berberische Siedlungszeit), wird großer Wert auf saisonale, regionale und möglichst eigene Produkte gelegt. 

    Ich bin über einen Facebook Post darauf aufmerksam gemacht worden, dass man hier auch als Nichthotelgast essen gehen kann. Man muss jedoch am Eingangsportal klingeln, dann öffnet sich das Tor und man fährt durch die weitläufige Anlage zum Parkplatz, wo man mit einem Golfwagen abgeholt und zum Restaurant gefahren wird. Das alleine ist schon ein besonderes Erlebnis. Auf der Karte finden sich auch vegetarische Gerichte und jedes Gericht wird mit Gemüse und Kräutern garniert. Lediglich beim Wein ist Vorsicht geboten, die eigenen Weine sind Naturweine, die nicht jeder mag. Aber wir durften netterweise erst einmal probieren und konnten uns dann doch noch unentschieden. Nach dem Essen bietet uns der freundliche Mitarbeiter an der Rezeption noch eine Tour durch die Hotelanlage an. Der Pool liegt traumhaft schön mit herrlichem Blick auf Artà. Wunderschön, aber wohnen wollte ich hier trotzdem nicht, doch für ein Mittagessen jederzeit gerne wieder. Die Gäste kommen übrigens überwiegend aus USA, China und Korea, oft sind es Paare in Flitterwochen,
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