Stürmischer Sonnenuntergang
9. januar, Spanien ⋅ 🌬 15 °C
Nach unserer Wanderung packen wir in Windeseile unsere Sachen zusammen inklusive drei Bier, die wir an der Hafenmole von Port d’Andratx zum Sonnenuntergang gerne trinken möchten. Alles geht ganz schnell und als wir am Zielort ankommen, stellt Joe fest, dass er seine Jacke vergessen hat. Ohne ist es wirklich viel zu kalt, es stürmt und die Wellenpeitschen bis hoch auf die Straße und so flüchten wir uns zunächst ins sehr einladende,‚Ferns Wine & Tapas“, doch dort ist jeder Platz leider schon besetzt.
So ziehen wir hoffnungsvoll weiter ins „House of Sunset“, wo wir zuletzt im November einen ganz wunderbaren Sonnenuntergang genießen durften in mitten einer Gäste, die sich wohl alle kannten. Heute sitzen nur drei Gäste in der kleinen Gaststube, die offensichtlich gerade ins Gespräch gekommen sind. Wir nehmen den Tisch zwischen den dreien und sind gleich voll involviert, denn das Ehepaar kommt aus der Flensburger Förde und hat ein Hotel aufgebaut, in dem wir auch schon übernachtet haben. Der einzelne Herr Stamm ursprünglich aus Worms und plant Fußballstadion, weltweit, insbesondere auch im Zusammenhang mit Weltmeisterschaften und berichtet zum Beispiel von den Wünschen aus Dubai nach einer Rasenkühlung, die ein Planungsbüro umgesetzt hat oder vom traurigen Verfall der Stadien in Brasilien, wo sich die Natur nach und nach alles wieder zurückgeholt, weil die Stadien nicht mehr bespielt werden. Wir machen sehr viel miteinander, dann kommt noch ein paar herein und der eintretende Mann erkennt den Hotelier, weil er vor einigen Jahren einmal mit ihm beim Parkhaus verhandelt hat. Es stellt sich heraus, dass er zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern seit drei Jahren hier auf der Insel lebt, die Kinder auf die internationale Schule gehen und somit vier sprachlich erzogen werden. Ausschlaggebend für den Umzug war die Tochter, die vor vier Jahren ihre Freundin hier auf der internationalen Schule besucht hat und zu den Eltern meinte, hier möchte sie auch mal zur Schule gehen.
Es ist schon faszinierend, welche Menschen sich hier auf die Insel begeistern und wie schnell und unkompliziert man ins Gespräch kommt. Vom Stadionplaner bekommen wir noch eine Empfehlung für unser Abendessen, er legt uns das Viva ans Herz, das testen wir sehr gerne.Læs mere


