• Spaziergang durch Andratx

    11. januar, Spanien ⋅ ☀️ 11 °C

    Heute haben wir uns für eine Wanderung in der näheren Umgebung entschieden, die wir noch nicht kennen. Sie startet mitten in Andratx am imposanten Castell de Son Mas, das heute als Rathaus genutzt wird, und wir schlendern zunächst durch das am heutigen Sonntag sehr ruhige und beschauliche Städtchen hoch zur Kirche Santa Maria. Der Ortskern strahlt mallorquinische Gelassenheit aus und wirkt heute fast ausgestorben.

    Ursprünglich von den Römern „Andrachium“ genannt, zeugen Funde von ihrer Präsenz im 2. Jh. v. Chr. Die Lage des Ortes einige Kilometer im Landesinneren wurde einst bewusst gewählt, um sich vor Piratenüberfällen zu schützen. Im 16. Jh. errichtete man ein Netz aus Beobachtungstürmen zur Verteidigung gegen nordafrikanische Angriffe – von ursprünglich 14 sind heute noch viele erhalten.

    Geographisch erstreckt sich die Gemeinde von zerklüfteten Bergen im Norden bis zu kleinen Buchten und Stränden im Süden. Die berühmten Küstenorte Port d’Andratx, das exklusive Hafenresort, und Camp de Mar gehören ebenso zum Gebiet wie Sant Elm an der Westseite. Die unbewohnte Insel Sa Dragonera, heute ein Naturpark, liegt direkt vor der Küste.

    Heute leben in der Gemeinde rund 11 000 Menschen, darunter viele Einheimische und eine beachtliche Zahl von Ausländern – vor allem Deutschen, Briten und Franzosen –, die sich hier niedergelassen haben. Die traditionellen Lebensweisen von Landwirtschaft und Fischerei sind stark zurückgegangen; stattdessen ist Tourismus heute der wichtigste Wirtschaftszweig.
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