• Die Ermita de la Peña

    February 26 in Spain ⋅ 🌬 17 °C

    Die kleine Ermita de la Peña ist untrennbar mit dem berühmten Aussichtspunkt verbunden. Sie entstand Ende der 1980er-Jahre im Zuge des Baus des Mirador de la Peña und fügt sich mit ihrem schlichten Naturstein fast demütig in das massive Felsgestein ein. Diese Kapelle knüpft an eine tiefe Tradition der Insel an: Orte des Gebets an exponierten Höhen zu schaffen. Es sind Plätze des Innehaltens und Dankens, bevor man sich auf die beschwerlichen Bergpfade begibt. In dieser spektakulären Lage hoch über der Küste wirkt die Kapelle wie ein stiller, schützender Gegenpol zur unendlichen Weite der Landschaft.

    Direkt von hier oben beginnt eine der schönsten Abstiegsrouten der Insel: der historische Camino de la Peña. Der Weg führt in zahllosen, engen Serpentinen die steile Felswand hinunter in das fruchtbare Golfo-Tal. Was früher eine lebensnotwendige Verbindung zwischen den Hochlagen von Guarazoca und der Küste war, ist heute ein Wanderpfad der Extraklasse.

    Bei jedem Schritt nach unten wechseln die Perspektiven auf die wilde Nordküste von El Hierro. Der Abstieg ist zwar stellenweise steil, für geübte Wanderer aber gut machbar und landschaftlich schlichtweg überwältigend. Man erlebt den direkten Übergang von der kargen, windgepeitschten Höhe hinunter in das saftige Grün des Tals, bis man schließlich unten in Las Puntas ankommt, wo schwarze Lavafelsen auf die weiße Gischt des Atlantiks treffen.
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