• Wanderstart: Mirador de El Lomo Negro

    February 28 in Spain ⋅ 🌬 18 °C

    12,9 km – 660 m Aufstieg – 610 m Abstieg

    Nach dem Frühstück werden wir pünktlich um 9:00 Uhr vom Taxi abgeholt und zum Mirador de Lomo Negro gebracht. Schon die Fahrt dorthin führt uns durch eine unwirkliche Lavalandschaft, die an diesem Morgen gleichermaßen bedrohlich und düster wirkt.

    Kaum angekommen, wollte der Taxifahrer auch schon wieder losstürmen – fast hätten wir unsere Tagesrucksäcke im Wagen vergessen! Als er schließlich davonbrauste, fragte ich mich kurz, ob wir nicht lieber hätten mitfahren sollen, denn hier oben tobt ein gewaltiger Sturm. Das Ergebnis: eine „exponentielle Sturmfrisur“. Meine Haare standen buchstäblich senkrecht zu Berge – ein Look, der mir für den Großteil der Wanderung erhalten bleiben sollte. In dieser Abgeschiedenheit gab es kein Zurück mehr. Doch als hätte jemand meine skeptischen Gedanken gelesen, brach plötzlich die Sonne durch und tauchte die raue Szenerie in ein bezauberndes Licht.

    Vom Mirador de Lomo Negro aus starteten wir eine der schönsten, aber auch herausforderndsten Touren, die ich je gemacht habe. Das lag weniger an der reinen Distanz, sondern am unerbittlichen, starken Gegenwind, der uns alles abverlangte. Der Weg führte uns stetig bergauf zum zweiten Aussichtspunkt, dem Mirador de Lomo Negro II, durch karge, faszinierende Hänge. Wir passierten einen kleinen Krater, den wir links umgingen, und folgten dann einer alten Steinmauer.

    Vorbei an trockenen Wacholdersträuchern erreichten wir schließlich die berühmten Sabinas – jene legendären, uralten Bäume, die vom Wind in surreale Skulpturen gebogen wurden. Nach dem Parkplatz von Sabinar gelangten wir zum Mirador de Bascos. Da dieser leider abrutschgefährdet ist, konnten wir die Plattform selbst nicht betreten, aber der Ausblick war dennoch gewaltig.

    Von dort aus wurde der Weg glücklicherweise etwas gemütlicher und führte uns in Richtung der Höhlen von El Caracol und schließlich zur Ermita de la Virgen de los Reyes.
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