• Der steile Abstieg nach Sabinosa

    February 28 in Spain ⋅ 🌬 19 °C

    Sobald wir die Abbruchkante überschritten haben, ändern sich Vegetation, Landschaft und Wegeführung schlagartig. Wir tauchen ein in den dichten Nebel- und Lorbeerwald. Unterwegs öffnen sich immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die Küste – tief unter uns erkennen wir die weißen Tupfer der Häuser von Sabinosa, unserem heutigen Ziel. Inmitten dieser Kulisse entdecken wir noch einmal einen perfekten, windstillen Rastplatz in der Sonne, um kurz innezuhalten.

    Sabinosa selbst ist ein Juwel der Ursprünglichkeit. Abgeschieden oberhalb der Steilküste des El-Golfo-Tals gelegen, bietet es einen weiten, ungestörten Blick auf den Atlantik. Die weiß getünchten Häuser mit ihren flachen Dächern und die schmalen, verwinkelten Gassen verleihen dem Ort einen ganz besonderen, friedlichen Charme.

    Hier wird Tradition noch großgeschrieben; kleine Weingärten und Mandelbäume prägen das Bild dieser rauen Vulkanlandschaft. Es gibt kein Restaurant und keine Bar – lediglich einen winzigen Laden, in dem wir gerade noch rechtzeitig ein Getränk ergattern, bevor die Tür für die Mittagspause ins Schloss fällt.

    Da wir unser Ziel bereits um 14:30 Uhr erreichen, aber erst für 16:00 Uhr zur Abholung angemeldet sind, versuchen wir vergeblich, den Taxidienst vorzuziehen. Da unser Fahrer am Ende noch eine halbe Stunde Verspätung hat, ist die Vorfreude auf eine richtige Mahlzeit riesig. Trotz Hunger und Durst genießen wir jedoch die wunderschöne Fahrt über die Inselmitte zu unserer nächsten Unterkunft.
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