• Im Künstlerdorf El Guro

    March 8 in Spain ⋅ 🌬 17 °C

    Nachdem wir den Barranco verlassen haben, führt uns unsere Wanderung direkt durch das Künstlerdorf. Schon in den 1970er-Jahren hat sich dort eine Gemeinschaft aus Malern, Bildhauern und Lebenskünstlern angesiedelt, die den Ort entscheidend geprägt hat.

    Wenn man durch die engen Gassen von El Guro spaziert, erlebt man eine Architektur, die alles andere als standardisiert ist – sie ist farbenfroh und individuell. Viele der kleinen Häuschen sind in leuchtenden Farben gestrichen oder mit Mosaiken und Wandmalereien verziert. Oft findet man an den Fassaden, in den Fensternischen oder vor den Türen kleine Kunstwerke sowie Skulpturen aus Treibholz oder Tonscherben. Jedes Haus scheint ein Unikat zu sein, das die Persönlichkeit seiner Bewohner widerspiegelt.

    Die Häuser sind extrem dicht aneinandergebaut und oft nur über ein Labyrinth aus schmalen, gepflasterten Gassen und unzähligen Treppenstufen erreichbar. Da El Guro komplett autofrei ist, gibt es keinen Straßenlärm; stattdessen wirken die Gebäude oft organisch in die Natur integriert und sind von üppigen Gärten mit Avocadobäumen, Mangos und Papayas umgeben. Die Inneneinrichtung der vielen Ferienhäuser wird oft als „fantasievoll“ und „nostalgisch“ beschrieben – man setzt hier eher auf künstlerischen Charme als auf modernen Luxus.

    Ein wichtiger Teil der Geschichte: Im Jahr 2012 wurde El Guro durch einen schweren Waldbrand stark beschädigt. Viele der Häuser mussten mühsam wiederaufgebaut werden, was den Zusammenhalt der Künstlergemeinschaft nochmals gestärkt hat. Heute strahlt das Dorf wieder in seiner gewohnt bunten Pracht. Uns jedenfalls gefällt es hier sehr gut!
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