• Pausenstop mit frischem Orangensaft

    April 11 in Spain ⋅ ☁️ 25 °C

    Ein Schluck flüssiges Gold:

    Auf der Wanderung von Deià nach Port de Sóller auf dem berühmten GR 221, der „Trockenmauerroute“, erleben wir einen Moment, der zum absoluten Highlight unserer gesamten Tour wird.
    Nachdem wir die spektakulären Klippenpfade verlassen, einen steilen Aufstieg meistern und tiefer in die jahrhundertealten Olivenhaine oberhalb der Küste eintauchen, erscheint wie gerufen ein Hinweisschild für frisch gepressten Orangensaft. Diese Pause wird zu einer fast spirituellen Erfahrung für die Sinne.

    Wir landen inmitten der Zeitlosigkeit. Unsere Wanderschuhe sind staubig, wir sind verschwitzt und die Beine werden langsam schwer. Doch plötzlich öffnet sich der Pfad zu einer kleinen, schattigen Terrasse, die tief in die Terrassengärten eingebettet ist. Uralte, knorrige Olivenbäume, deren Stämme sich wie lebendige Skulpturen winden, umgeben diesen romanischen Rastplatz. Wir lauschen dem fernen Läuten der Schafglocken und dem Zirpen der Grillen – sonst herrscht hier oben eine fast meditative Stille. Durch das silbrig-grüne Laub glitzert im Hintergrund das tiefblaue Mittelmeer.

    Das Herzstück dieses Stopps ist der Orangensaft. In dieser Region, dem „Tal des Goldes“, haben Orangen eine lange Tradition. Der Saft wird direkt aus den Früchten gewonnen, die nur wenige Meter entfernt an den Bäumen hingen.

    Es ist kein gewöhnlicher Saft: Er ist dickflüssig, leuchtend orange und besitzt die perfekte Balance aus intensiver Süße und einer erfrischenden Säure. Er schmeckt buchstäblich nach konzentrierter Sonne. Es ist diese idyllische Schlichtheit, die diesen Moment so wertvoll und bezaubernd macht.
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