• Die Lehár-Villa an der Traun in Bad Ischl

    29 Juli, Austria ⋅ ☀️ 32 °C

    Franz Lehár (1870–1948) war einer der berühmtesten und erfolgreichsten Komponisten seiner Zeit und gilt als der unbestrittene Meister der „Silbernen Operette“.

    Weltberühmt wurde er vor allem durch seine Operette Die lustige Witwe, die 1905 in Wien uraufgeführt wurde und einen triumphalen Siegeszug um die Welt antrat. Er komponierte zahllose weitere erfolgreiche Werke wie Das Land des Lächelns, Giuditta, Paganini und Der Zarewitsch, die Melodien von unvergänglichem Wiedererkennungswert schufen – man denke nur an den bekannten Hit „Dein ist mein ganzes Herz“.

    Wie so viele Künstler und Adlige schätzte auch Lehár die sommerliche Kultur und Erholung im Salzkammergut. Ab 1912 verbrachte er fast jeden Sommer in Bad Ischl und fühlte sich der Kurstadt tief verbunden, was 1935 schließlich zu seiner Ernennung zum Ehrenbürger führte.

    Die Lehár-Villa direkt am Ufer der Traun war ursprünglich ein schlichtes Gebäude, das der Komponist nach seinen Wünschen erwarb und umgestalten ließ. Sie spiegelt bis heute den Geschmack und den eleganten Lebensstil der Jahrhundertwende wider. Nach Lehárs Tod wurde die Villa gemäß seinem letzten Wunsch in ein Museum umgewandelt. Das Besondere daran: Alles ist fast vollständig im Originalzustand erhalten geblieben. Besucher können die originalen Wohn- und Arbeitsräume besichtigen – inklusive des Klaviers, an dem er seine weltberühmten Melodien komponierte, persönlicher Erinnerungsstücke, Notenmanuskripte, Geschenke von Bewunderern sowie vieler wertvoller Kunstgegenstände.

    Die Villa ist ein absolutes Muss für Musik- und Kulturinteressierte, da sie einen sehr intimen und faszinierenden Einblick in das private sowie kreative Leben des Komponisten im idyllischen Bad Ischl gewährt.
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