• UNESCO-Welterbe Halstatt

    30 Juli, Austria ⋅ ☀️ 31 °C

    Wir verbringen den ganzen Nachmittag am Wasser und machen uns erst gegen Abend auf den Weg zu einer Radtour nach Hallstatt – einem weltweit bekannten, malerischen Ort im oberösterreichischen Salzkammergut, der direkt am Westufer des Hallstätter Sees liegt und sich an die steilen Hänge des Dachsteinmassivs schmiegt. Dass dieser Ort magisch anzieht, merken wir sofort. Man mag sich gar nicht ausmalen, wie es hier tagsüber zugehen muss, wenn sich ganze Touristenströme durch die schmalen Gassen schieben! Wir sind jedenfalls heilfroh, erst am Abend hierhergekommen zu sein, auch wenn es nach wie vor ziemlich schwierig ist, sich einen Weg durch die Gassen zu bahnen.

    Der Ort und der See sind in die spektakuläre Naturlandschaft des Inneren Salzkammergutes eingebettet, die gemeinsam als UNESCO-Welterbe Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut ausgezeichnet ist. Der Hallstätter See selbst ist ein etwa 7,5 Kilometer langer und bis zu 125 Meter tiefer Bergsee, der von der Traun durchflossen und für seine fjordartige, idyllische Kulisse bekannt ist. Berühmt ist Hallstatt vor allem für seine jahrtausendealte Geschichte des Salzabbaus: Hier befindet sich das älteste Salzbergwerk der Welt (das aktuell wegen Bauarbeiten leider nicht besichtigt werden kann), dessen Ursprünge rund 7.000 Jahre zurückreichen.

    Das „weiße Gold“ brachte der Region schon in prähistorischer Zeit Wohlstand und Handel, weshalb sogar eine ganze Epoche der jüngeren Urgeschichte, die Hallstattzeit (ältere Eisenzeit), nach dem Ort benannt wurde. Heute zieht der historische Ort mit seinen engen Gassen, den traditionellen Holzhäusern und dem berühmten Postkartenblick jährlich Hunderttausende internationale Besucher an, die gleichermaßen die alpine Natur und die reiche Kulturgeschichte erleben möchten.
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