• Angkor

    Oct 28–30, 2023 in Cambodia ⋅ ⛅ 32 °C

    In unmittelbarer Nähe der Stadt Siem Reap im Nord-Westen von Kambodscha befindet sich Angkor, die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit des Landes. Dabei handelt es sich um eine archäologische Stätte voller alter Tempel und sonstigen Überresten einer vor langer Zeit existierenden Stadt. Sie erstreckt sich über mehr als 400 m^2 und war mit etwa einer Millionen Einwohnern die Hauptstadt des Königreichs Khmer, das zwischen dem 9. und 14. Jahrhundert über einen großen Teil von Südostasien herschte. Insgesamt gibt es in Angkor über tausend Tempel.

    Da die Anlage so groß ist, gibt es 7-Tages-Tickets, mit der manche Touristen eine ganze Woche lang die unzähligen Bauwerke bestaunen können. Aus Zeit- und Kostengründen haben wir uns dazu entschieden, unsere Besichtigung auf einen Tag zu beschränken. Da uns vielerseits empfohlen wurde, eine der frühen Touren zu buchen, ging es direkt um 4 Uhr morgens für uns los. Noch vor Sonnenaufgang waren wir vor den Außenmauern von Angkor Wat, dem berüchtigsten Tempel der Anlage und dem gleichzeitig größten religiösen Tempel der Welt. Da sich leider eine große graue Wolke im Osten bafand, haben wir leider keinen spektakulären Sonnenaufgang zu sehen bekommen. Es hat sich dennoch sehr gelohnt unsere Tour so früh am Tag zu beginnen, um die Massen an Besuchern in den bekanntesten Tempeln zu vermeiden. Speziell an diesem Tag gab es besonders viele Menschen am Angkor Wat. Zum einen handelte es sich um eine Vollmondnacht, zum anderen wurde an diesem speziellen Tag ein Mönch zelebriert, weswegen viele gläubige Buddhisten zu Angkor Wat kamen. Als wir nachmittags nochmal dort vorbeigegangen sind, war der Ort voller Menschen. Viele Familien hatten sich versammelt und schienen den Tag am Tempel verbringen zu wollen. Sowohl die Wege innerhalb des Tempels als auch die Straßen außerhalb waren nur schwer begeh- bzw. befahrbar. Die Morgentour war also allemal die bessere Wahl für uns.

    Lange Zeit war Angkor vergessen. Nachdem Angkor von den Thailändern im 14. Jahrhundert eingenommen wurde, wurde die Stadt aus unbekannten Gründen verlassen. Die Stadt wurde teilweise von der Natur zurückerobert und verwuchs mehr und mehr in den Dschungel. Lange war die alte Stadt vergessen. Einzig wenige Mönche fanden die Stätte gelegentlich bei Erkundungen im Dschungel. Es enstanden immer mehr Geschichten rund um die verlorenen Tempel. Dennoch wurden erst im 18. Jahrhundert erste Erforschungen der alten Stätte gemacht. Glücklicherweise war die Geschichte von Angkor Wat auf den Wänden des Tempels in Sanskrit verewigt.

    Angkor Wat wurde während der Blühtezeit des Khmer Königreichs im zwölften Jahrhundert erbaut. Es ist aus Sandsteinblöcken gebaut worden, mit über fünf Millionen Tonnen Sandstein. Unzählige Muster und Zeichen wurden in praktisch alle Oberflächen des Tempels eingemeißelt. Seine Form repräsentiert den Berg Meru, der mit seinen fünf Spitzen im hinduistischen Glauben das Zentrum des Unversums darstellt.
    Obwohl der Tempel ursprünglich als hinduistischer Tempel gebaut wurde, wird er heute als buddhistischer Tempel genutzt.

    Alleine Angkor Watt ist riesig und man kann viel Zeit dazu aufwenden diesen Tempel zu besichtigen. Doch nicht nur Angkor Wat will besichtigt werden, sondern noch viele andere Tempel, die alle ihre Eigenheiten haben. Obwohl viel des Gestrüpps von den uralten Tempeln wieder entfernt werden konnte, bleiben unzählige Bäume, die mit den Bauten verwachsen sind und die weiterhin die Steine destabilisieren.

    Jeder dieser Tempel in sich ist eine einzige Augenweide. Die ganze Anlage hat uns wahnsinnig beeindruckt. Wie viel Zeit und Mühe in diese Bauten eingeflossen sein muss, kann man sich nur schwer vorstellen. Trotz unseres verhältnismäßig kurzen Besuchs, haben wir einen sehr guten Eindruck von Angkor bekommen und sind sehr froh darum, uns dieses Wunder von Architektur und Natur angeschaut zu haben.
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