St. Lucia - Blumen, Vulkane, Morde
Dec 17–19, 2024 in Saint Lucia ⋅ ⛅ 29 °C
Wie angedacht, verbrachten wir die Nacht des 16. und 17. Dezembers am Fuße der Pitons, welche ein beeindruckendes Panorama bieten. Am 17. Dezember fuhren wir dann mit dem Dingi Richtung Insel und machten am Bootssteg des kleinen Städtchens Soufriere fest, nachdem wir uns vorher versichert hatten, dass das auch sicher ist. Denn, obwohl die Menschen, wie sie selbst oft sagen, im Paradies leben, ist die die Kriminalitätsrate nicht so paradiesisch. St. Lucia hat die sechst höchste Mordrate der Welt und Touristen wird empfohlen, auch die kleinsten Distanzen lieber mit dem Taxi zu fahren, so es denn beliebte Tourismusrouten sind. Ermordet wird man zwar nicht gleich, aber gerne mal ausgeraubt. Dingis werden dort eben auch gerne geklaut, aus welchem Grunde wir uns erst informiert haben, ob es es dort einen bewachten Anlegeplatz gibt.
Diesen Rat haben wir befolgt und uns am Vortag einen Fahrer gebucht, welcher uns dann zu dem botanischen Garten und einem aktiven Vulkan gefahren hat, welchen wir besichtigten. Das hat sehr gut und zuverlässig geklappt. Wer auf St- Lucia mal Taxi fahren muss, einen zuverlässigen und seriösen Fahrer sucht, der augenscheinlich seine Finger in noch so einigen anderen Unternehmungen hat, zumindest kannte er auffällig viele Menschen, der Fragt nach Junior.
Der Botanische garten war wirklich sehr schön. Wir wurden sogar mit einem ausgiebigen, tropischem Regen empfangen, der die Blätter und Blüten mit einem glänzenden Wasserfilm überzog, so dass die Farben noch intensiver erschienen, sobald die Sonne dann wieder hervorkam. Anschließend fuhren wir dann Richtung Vulkan.
Okay, es war ein vulkanisch aktiver Ort, welchen wir besuchten. Allerdings stellt man sich landläufig unter einem Vulkan etwas anderes vor. Es rauchte ein wenig aus der Erde und es gab mehrere Löcher, in denen graues Schlammwasser kochte. Dazu roch es nach Schwefeldämpfen, welche bekanntlich sehr viel Ähnlichkeit mit dem Geruch von faulen Eiern haben. Das war es dann aber auch schon. Für die Exkursion wurde uns ein(e) Guide(din) oder Guidine? zugewiesen, welche uns viel wissenswertes über das Vulkangebiet erzählt hat. Unter anderem auch, dass jener alle 250 Jahre ausbrechen würde und er jetzt bereits seit einigen Jahren „überfällig wäre“. Wir sollten uns aber keine Sorgen machen, solange sie da sei, ist alles sicher. Wenn sie jedoch anfangen sollte wegzulaufen, dann mögen wir ihr bitte einfach folgen…
Auf ein Bad in dem vor Ort befindlichen Schlammbecken haben wir übrigens verzichtet, auch wenn es fast Wunder vollbringen kann/soll. Es macht jünger, man verlängert das Leben, lindert Moskitostiche und vieles mehr. Vor allem sieht man hinterher aber aus wie Sau, da man voller Schlamm ist, welcher sich getrocknet als grauer Film über den Körper legt. Obendrein riecht er, sie, es dann auch noch nach faulen Eiern. Wir packen uns dann lieber im heimischen Wattenmeer in den Schlick. Der macht auch jünger, heilt viele Krankheiten und man riecht anschließend statt nach faulen Eiern nach Wattfurz.
Nach so viel kulturellem Programm ging es dann anschließend in eine kleine Baar, um den Flüssigkeitsbedarf zu decken und um etwas Nahrung zu uns zu nehmen. Anschließend folgte ein kleiner Stadtrundgang. Klein ist hier wörtlich zu nehmen, denn das Städtchen war erstens recht klein, zweitens nicht sehr attraktiv und drittens sehr heiß. Letzteres zeichnet natürlich nicht diese Stadt aus, denn schließlich ist es überall heiß. Vor allem zwischen 11 und 15 Uhr.
Zurück auf dem Boot folgte das obligatorische Bad und anschließend die notwendige Ruhephase. Den Abend verbrachten wir entspannt und ebenfalls an Bord. Am 18. Dezember nehmen wir dann erneut Kurs auf Martinique. An und auf dieser Insel endet dann unsere dreimonatige Reise, denn am 20. Dezember steht unser Rückflug Richtung Heimat an.Read more





















