• Cambodia: Temples & Trees

    December 5, 2025 in Cambodia ⋅ ⛅ 28 °C

    Kambodsch-I-A wie unser vietnamesischer Reiseführer gesagt hätte macht einen wunderbar organisierten und freundlichen ersten Eindruck: neuer Flughafen, Einreiseformalitäten, Gepäck. Alles funktioniert reibungslos und ruhig. Auf der Fahrt zum Hotel sehen wir gekehrte Gehwege (der Schwabe goutiert!), kaum Mopeds, kein Gehupe und ca 1 Mio Apotheken. Echte
    Freundlichkeit schlägt einem überall entgegen: im Hotel, im Restaurant oder einfach auf der Straße.
    Als wir am nächsten Tag per Tuktuk zu den Tempeln fahren, bekommen wir eine Ahnung über das Ausmaß des riesigen Geländes von Angkor, selbst im Vorbeifahren werden wir Tempel über Tempel sehen - mal besser, mal schlechter in Schuss.

    Wir starten mit der Stadt Angkor Thom, wo wir durch den Bayon Tempel mit seinen schönen Reliefs (inklusive BBQ-Szene) wandern, die Elefanten-Terrasse bewundern (schön verziert und sehr praktisch zum elefantischen Auf- und Absteigen) und beim Leprösen König vorbeischauen - was eine moderne Namensfindung ist. Da alte Schriftstücke verloren gegangen sind, musste viel von Archäologen zusammengerätselt werden. Und weil der gute Mann wohl über Tod und Leben entschieden hat, hatte er seinen neuzeitlichen Spitznamen schnell weg.

    Durch den Dschungel nähern wir uns dem nächsten Tempel von hinten, dem Preah Khan - er will uns mit immer kleiner werdenden Türstöcken Ehrfurcht lehren.

    Neak Pean liegt hübsch in mitten eines riesigen aufgestauten Sees, was damit auch seinen modernen Namen definiert: Wasser-Tempel. Allerdings hat das Wasser auch eine statische Funktion, es hält das Sandfundament der Tempel fest und stabil.

    Zum Abschluss besichtigen wir den Tempel Ta Prohm. Es ist die einzige Anlage, in der man Bäume nach der Wiederentdeckung von Angkor nicht entfernt hat, der Dschungel holt sich also sein Territorium zurück. Wie sagte der Reiseführer so schön: der Mensch baut schnell, die Natur zerstört langsam. Und so wandern wir im goldenen Spätnachmittagslicht durch die Anlage, mystisch und morbide zugleich, Steine und Wurzeln werden eins. Und die Mönche singen im Hintergrund.

    Der Tag klingt bei Buffet und Tempeltanz aus.
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