• Sepilok - Nasenaffen

    April 16 in Malaysia ⋅ ☀️ 30 °C

    Das Proboscis Sanctuary liegt etwas abseits Richtung Küste. Die Langnasen leben in den Mangrovenwäldern und ernähren sich hauptsächlich von Blättern und Früchten. Sie zählen zu den gefährdeten Arten, es gibt sie nur auf Borneo. Ihr Lebensraum hat sich durch die vielen Palmölplatangen extrem verkleinert!
    Auch hier geht die Plantage bis an die Mangroven ran. Allerdings ist der Besitzer so nett, die Fütterung 2x täglich zu finanzieren (green-washing?)

    Vor Corona gab es auch einen Bus hierher, der Betrieb wurde eingestellt. Nun kommt man nur noch im Rahmen einer Tour oder mit dem Auto her...

    Also, mein GRAB stand pünktlich um 8h vor der Tür. Zum Glück sprach mein Fahrer recht gut Englisch, so ging mein Plan auf: ich fragte ihn, ob er auf mich warten würde und mich dann wieder zurück führe. Mit cash geht alles 😉 Und es war immer noch preiswerter, als wenn ich eine Tour gebucht hätte 😇

    Mein Early-Bird hat sich mal wieder ausgezahlt. Ich war die Erste, die hinein ging Richtung Plattform. Und da kam auch schon eine ganze Affenfamilie aus den Bäumen und lief vor mir Richtung Plattform. Sie schauten sich erstmal in Ruhe um und tranken Wasser. Als dann die erste Busladung Touris kam, verstreuten sie sich wieder.
    Erst als wirklich gefüttert wurde, tauchten sie wieder auf. Auf der einen Plattform bediente sich eine Großfamilie (Big Daddy mit seinem Harem) und auf der anderen Seite ass die Boygroup (junge Männchen verlassen die Familien und schließen sich zusammen). Eine Mama mit Baby gab es auch, das sieht so ganz anders aus.
    Das Futtern ging fast ohne Streitereien ab, anders als bei den Makaken. Es war lustig, Ihnen zuzusehen 😃
    Gelernt hab ich auch, dass die Nase des Männchens rot wird und anschwillt, wenn es wütend ist, und daß die Nasenaffen schwimmen und sogar 20m tauchen können. Sie können auch längere Strecken aufrecht auf 2 Beinen laufen (was sie aber heute nicht taten)

    Beim Rausfahren nahmen wir einen Weg durch die Ölplantage. Die Arbeiter kommen meist aus den Philippinen oder Indonesien. Sie arbeiten von 4.30h bis 12h. Mit 20m langen Stangen schneiden sie alte Blätter und die bis zu 20kg schweren Früchte ab. Die Blätter werden zwischen den Palmen gestapelt, die Früchte mit der Hilfe von Wasserbüffeln herausbefördert. Das ist Knochenarbeit und Malayen haben keine Lust darauf...

    Um 11h war ich zurück am Rainforest Discovery Center.
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