• Uschguli 2. Tag

    13 Februari 2025, Georgia ⋅ ☀️ -7 °C

    Nach einer gar nicht so kalten Nacht im guest house 'old house' klingelte der Wecker um 6:30. Ich war noch fertig von der Skitour vom Vortag und bin ruhig liegen geblieben. Auch Illi hatte es nicht eilig. Wir wollten eigentlich früh los, damit wir unsere 20 km Tour schaffen. Der Aufstieg war wie schon am Tag zuvor am Sommerpalast von Königin Tamar vorbei. An den Schneeball Bäumen habe ich ein paar Früchte geerntet und eingetütet (wozu so ein Hunde Sackerl für sein kann. Da Illi die Tour auch noch nie gegangen ist, mussten wir beide uns langsam heran tasten, wobei meine Aufgabe eher im Hinterherlaufen und dumme Fragen stellen bestand. Oben am Kamm angekommen haben wir beschlossen mit Fellen abzufahren... Telemark-Style... Das hat dann auch bei Illi besser bei mir etwas verkrampfter funktioniert.. Danach ging es noch eine kleine Schlucht hinauf, die erfreulicherweise schon gespurt war. Oben auf dem Rücken angekommen war dann aber Schluss mit der Vorarbeit. Immerhin hat der Wind denn Schnee sehr fest gepresst sodass die Spurarbeit sehr gering ausfiel. Nur die ständigen 'Woooom' Geräusche sorgten bei uns beiden für Unbehagen. Solange das nur im Flachen zu hören war, OK... Aber was wenn es später im steilen Gelände so weiter geht. Illi war sehr in Sorge und hat mich konsequent auf den Abstand hingewiesen, der ihm nie groß genug sein konnte. 100m, damit wir beide nicht den gleichen Hang belasten und dann gemeinsam abstürzen. Ein paar Wechten und Setzungsgeräusche weiter kamen wir an einem Grat an, den wir rechts also nach Süden umgingen. Der Schnee war erstaunlich griffig und wir konnten sehr langsam und nacheinander den Grat auf Ski umgehen... (Das Foto von der Stelle ist das 13. 😦😳🫢 Danke Illi für die Spur, denn ich hatte für meine dicken Freeride Ski keine Crampons mit. Danach bin ich auf dem Sattel geblieben und Illi mit den Crampons noch weiter aufgestiegen. Ich saß dann noch 45 min und habe ihm beim Laufen und Umbau zugesehen, es hat eine Ewigkeit gedauert. Die Abfahrt war dann dekadent. Weitestgehend erste Lines mit Powder deluxe... manchmal etwas sonnig angekrustet... Aber einfach legendär. Unten im Tal habe ich realisiert wie weit wir dann noch laufen mussten. Meine Füße waren total im Arsch. Interessierten kann ich noch den Track zeigen. Es waren 20 km aber überschaubare 1500 hm. Ein Traum wie Illi sagte. Danke UshguliBaca lagi