Unterwegs nach Campeche
12 Januari 2025, Mexico ⋅ ☀️ 27 °C
Bin schon vor dem Wecker wach - die Notdurft ruft.
Lege mich aber nochmals für eine Viertelstunde hin. Dann kommt von irgendwoher ein Maschinenrumoren. Ich stelle fest, dass der Zimmerservice das
mit Muckenschutz versehene Fenster offen gelassen hat. Gehe dann in die Dusche, der Wecker klingelt. Haare föhnen und dann zum Frühstück, an der Reception zuerst den Bon bestellen, da sitzen schon vier. Aber es ist noch nichts aufgebaut, kommt erst nach und nach. Immerhin mal ein Kaffee, Toast und Butter Konfitüre. Heute gibt es fix Ruhrei mit Kartoffeln, Bohnenmus und im der Pfanne gebackene süsse Bananen. Rechnung bestellen, unterschreiben, rasch ins Zimmer Zähne putzen - dann noch auschecken und ab gehts zum Busbahnhof - leider ist es dann der falsche, immer etwas ein Vabanque-Spiel! Aber der andere von ADO ist nicht weit und der Bus hat wieder einmal Verspätung. Die Busse fahren natürlich über verschiedene Städte. Meiner würde bis Merida fahren - ich will nur nach Campeche.
Im Bus habe ich dann endlich wieder Verbindung ins Web.
Die Gegend hier ist echt flach, hat viel Wasser. Neben der Strasse sind Tümpel oder Sumpf, abwechselnd mit Weiden, langen Feldweg- Zufahrten, Pflanzungen, teils nur Busch. Die Strasse hat viele Schäden - Schlaglöcher, provisorisch geflickt. Es gibt beidseits Pannenstreifen. Wenn es geht umkirvt der Fahrer die Schadstellen, doch es hat regen Gegenverker.
Jetzt sind neue Palmenpflanzungen entlang der Strasse. Aber es dominieren die Weiden. Leider ist entlang der Strasse noch ein Landstreifen für wahrscheinlich Erweiterung, der ist häufig stark bewachsen. Man sieht wenig da, trotzdem ich erhöht sitze im Bus - zuvorderst. Doch die Frontscheibe ist auch tief hinunter mit Sonnenschutz versehen!
In Villahermosa schien die Sonne, wir sind in eine wolkenbedeckte Gegend gefahren. Wir überqueren einen grossen Fluss, Breite sicher Zürichsee.
Dann fahren wir langsam an vielen geparkten Lastwagen vorbei - am Strassenrand gibt es viele Bretterbuden-Restaurants. Dahinter ist ein kleines Dorf. Die Lastwagen stehen hier kilometerlang auf dem Pannenstreifen, wie auch die Buden. Die Strasse ist leicht erhöht, häufig sind dann Wasserlachen oder Tümpel hier angrenzend. Es gibt darin auch Seerosen. Richtig gutes Moskitoland hier. Muss dann mal noch nach entsprechendem Mittel schauen!
Ich sehe einmal auch Fischfarmen, abgedeckt mit
Netzen, Kormorane gibt es auch hier. Und Geier auch - eine ganze Gruppe kreist plötzlich am Himmel.
Dann sehe ich eine Feuerflamme - Gas wird abgefackelt - anscheinend fördert man das!? Oelpumpen habe ich keine entdeckt bisher.
Dann folgt eine richtige Seenlandschaft und Sumpf mit Büschen drin. Natürlich sind Mangroven ein Grossteil davon - es folgt ein Fluss - also war es Überschwemmungsgebiet.
Nun auch hier ein Kontrollpunkt der Guardia Nacional, gegen diejenigen von San Cristobal nach Villahermosa aber sehr leger gehandhabt.
Dann wieder viel Wasser - in den Tümpeln weidet auch Vieh. Es dominiert nachher lange Busch der Strasse entlang. Die Strasse wurde hier erst kürzlich imstand gestellt, das Geholper ist weitgehend weg, stört mich beim Schreiben nicht mehr so!
Neben den Rindern und Pferden gibt es hier auch sehr viele Reiher. Fischfarmen sind nun wieder häufig angelegt in grösseren Tümpeln/Gewässern
Die Strasse wird hier gerade instandgesetzt - wo nötig, nicht ganzflächig. Beim Weiterfahren wird klar, die Erneuerung ist bitter notwendig.
Einmal fahren wir einem Lastwagen hinterher, der nir im Schritttempo fährt. An einer Tankstelle sehe ich, dass Benzin und Diesel hier draussen etwas teurer sind - 2-3 Pesos.
Alles Rinderland hier - ich frage mich, wo all das Fleisch hingeht - USA? Ich erlebe, dass Gehacktes da ist, Kebab von Rind, Schwein und Huhn. Doch Steaks, Filet wird selten angeboten in den Restaurants, wenn dann mal ein Schweinekotelett …
Dann wird die Strasse teils so schlecht, dass der Bus mur so 30 km fährt. Richtig verformt ist der Asphalt, Spuren vom Schwerverkehr und Hitze!
Wie ich einmal sehe werden auch Truten gehalten.
Wir kommen in Atasta durch, liegt an einem See, kein direkter Zugang zum Meer. Die Lagune kommt erst noch.
Da ich aber hier kein Internet habe weiss ich das nicht, korrigiere es später 😛 Sicher verkauft man hier auch Camarones - Crevetten. Stromversorgung ist da, die Zähler manchmal nur an einem Pfosten befestigt! Die Strasse war teils nur gestampfte Erde. Nach der Ortschaft wurde entlang der Strasse einseitig gerodet und planiert.
Dann steht ein Pannenfahrzeug und sicher 10 Leute drum herum.
Transport auf der Ladefläche …
Hier ist die Strasse eher schmal, man fährt auch auf dem Pannenstreifen - oder auf der anderen Seite, teils auch wegen der Schäden …
Dann halten wir eine Weile, lassen Fahrzeuge passieren wegen einer Strassenbaustelle. Es fehlt an Nachschub von Asphalt - die Leute und Maschinen stehen untätig herum. Aber es wird etwas gemacht! Auf Kilometer ist die Strasse schon abgeschliffen, teils einspurig, manchmal auch auf zweispurig.
Dann ist Ciudad del Carmen angeschrieben - wir sind also an der Lagune.
Jetzt wieder ein Kontrollpunkt und ich muss meinen Ausweis das erste Mal zeigen. Der Junge Mann ist sehr verunsichert, er muss die kompetente Kollegin rufen - die erklärt mir dann noch, dass ich sechs Monate Zeit hätte hier um zu Reisen, nicht nir drei wie angenommen gemäss Internet.
Es geht über eine Brücke, auch nicht schnell, hier sind ebenfalls Arbeiten im Gang - an der Unterseite. Links ist das Meer, rechts die Lagune.
Die Strasse ist danach wieder gut, richtig erholsam gegen das Geholper!😝
Busbahnhof Ciudad del Carmen - 20 Minuten Aufenthalt - ich gehe mich erleichtern, dringend nötig 🤪! Wir haben zwar ein WC, aber ich gehe dann doch lieber nicht schwankend und holpernd meine Geschäfte erledigen! In die Stadt hinein hatte ich Netz, doch hier im Busbahnhof ist wieder Fehlanzeige. Aber ich habe zumindest Strom - mein Handy wäre sonst schon am Anschlag mit der Batterie!
Ich nutze die Gelegenheit im Busbahnhof ohne Schwanken das WC zu besuchen.
Dann geht es weiter, ich achte nicht mehr auf die Umgebung, mein Nachbar und ich kommen ins Gespräch. Tut mir gut, zu reden. Der junge Mann ist Biologe, hat seine Freundin in Puebla besucht.
Der Car dreht, ich überprüfe meinen Google, der funktioniert und sehe, dass wir noch fast eine Stunde brauchen. Aber der Car hält an und der Chauffeur sagt, wir hätten hier bei dem ADO zugehörigen Restaurant 45 Minuten Aufenthalt. Wahrscheinlich will/muss er essen und man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe - Umsatz generieren und der Chauffeur kann sich günstig verpflegen!
Ich rechne und informiere dann meinen Gasgeber, dass ich erst gegen 18:00 da sei, statt um 16:00 - er meint das sei kein Problem.
Ich mag nicht essen, gehe mal wieder aufs Klo - Wasser habe ich auch noch. Inspiziere die Umgebung und das Haus. Das Wellblech-Dach ist zusätzlich festgezurrt mit Seilen, teils hängen unten noch Ziegel dran. Bei einem bevorstehenden Sturm wurde ich hier alles was nicht niet- und nagelfest ist mitnehmen!
Der erst gerade gerechte Sand ist voller Ameisen, mit Gästen hier fällt natürlich was ab! Die Mauer welche das Meer abhalten soll ist undicht, das Wasser läuft ins Grundstück. Eigentlich recht hübsch hier. Eine Schaukel hat es auch, setze mich da hinein und bewege sie immer leicht - nett. Endlich geht es dann weiter, rasch sind wir in Campeche. Ich verabschiede mich von meinem Sitznachbarn, er war sehr nett und die Zeit ging dabei wie im Flug.
Rucksack holen, Daunenjacke versorgen und schon bin ich auf dem Weg. Verpasse die letzte Abzweigung, aber nicht schlimm, es sind nur 10 Meter, dann stehe ich unter dem Ambar-Schild - habe um 40 Minuten gebraucht hierher. Ich läute, bin echt gut gewesen mit meiner Mitteilung, pünktlich.
George, etwas dicklich, öffnet. Er ist sehr auskunftsfreudig. Nach Bezahlung überquillt er fast vor Informationen und schickt mir 2 Whatsapp - vor allem Essen/Restaurant, wann geschlossen. Will dann am Abend Was Essen gehen - aber erst eine Dusche. Dann anderes Leibchen, frische Unterhose und kurze Hose, dann ab zum Essen.Baca lagi




















