Merida nach Valladolid
18. januar 2025, Mexico ⋅ ☀️ 33 °C
Vor 7 Uhr erwacht - Duschen gegangen - am Morgen die beste Chance auf Warmwasser!
Gepackt, ausgecheckt und auf einen Kaffee mit einem belegten Croissant, Käse und Trockenfleisch.
Dann mache ich den Morgenspaziergang zum Busbahnhof. Heute ist es wolkenlos, die Sonne drückt schon lange vor Mittag stark.
Hier im Terminal ist etwas Neues, Gepäckaufgabe kann schon vorher gemacht werden, nicht erst am Bus. Meiner scheint auch mal wieder pünktlich zu sein, eine halbe Stunde vorher angeschrieben! Gehe zum Bus, doch der Chauffeur macht Bereitschafts-Check und will niemanden hineinlassen. Aber man hat ja einen reservierten Platz - da spielt es keine Rolle wann man hinein geht. Will dann nur wegen Gepäck schauen! Was ich dann vergesse …
Wie der Bus abfährt, schlafe ich rasch ein und erwache erst in Chichen Itza - bei einer Billetstelle. - der Bus hält kurz danach und nimmt Fahrgäste auf beim grossen Carabstellplatz.
Im Bus ist es ziemlich warm, die Klima arbeitet, dem Geräusch nach zu schliessen, kühlt aber schlecht oder nicht. Doch ich bin eigentlich froh darüber. Auf der Fahrt dann sind immer wieder Xenote angeschrieben, anscheinend keine Seltenheit. Auch gekühlte Kokosnüsse werden überall angepriesen, wie überall Ramsch/Souvenirs entlang der Strasse angeboten werden.
Auf der Landstrasse wächst der Busch bis an die Strasse, viele Busche mit gelben Blumen. Vor einer Art Haltestelle ist das meist weggemacht.
Häuser sind jetzt häufig mit Pflanzenmaterial gedeckt. Sonst halt Wellblech, gekrönt womöglich noch von einer Plastikplane.
Wir fahren in den Busbahnhof - mein Rucksack ist zuhinterst auf der anderen Seite - warte, und bin der Letzte der das Gepäck erhält. Zudem haben sie damit noch den Laderaumboden geputzt. Aussen ist das Ding stockdreckig, klopfe sas Gröbste mal ab.
Meine Unterkunft ist 8 Minuten weg, Julian hat mir nochmals geschrieben und den Code gegeben, er lässt mich vorzeitig hinein. Der Code ist für die Eingangstür zum Grundstück und den Code für den Schlüssel.
Ich erreiche die Adresse, aber einen Moment muss ich mal erst schauen - dann sehe ich an der Tür neben der Mauer eine Code-Tastatur - geht natürlich zuerst mal schief, habe die „KWIKSAVE“-Taste vergessen! Dann ist ok, nur die Tür ist noch offen, schliesse den Riegel etwas, um zu sichern. Wie ich weggehe, surrt es hinter mir - die Tür wird nach einiger Zeit verriegelt, nehme den Riegel wieder zurück, denn da sind 4 Zimmer! Beim Zimmer geht es einfacher, hatte im Briefkasten meiner Mutter einen solchen Schlüsselkasten montiert.
Das Zimmer ist gross, hat einen Kühlschrank, Kochecke und Abwaschbecken plus Besteck/Geschirr in zweifacher Ausführung.
Zuerst aber aufs Klo, bei der Sitzung entdecke ich in der Dusche eine tote Kakerlake, welche ich in den Garten schmeisse.
Schaue zuerst mal, wie ich nach Chichen Itza komme. Es gibt ja auch Colectivos hier - Recherchen im Netz, Internet, den Host fragen … Ziehe mich mal um und mache dann einen Rundgang. Dabei vergesse ich meine Kreditkarten. Muss deshalb nochmals zurück. Mache aber den Umweg über die sogenannte Calzada - ein Fussgängerbereich. Da hat es natürlich Läden und Restaurants.
Zurück bei der Unterkunft will mich die Aussentür erst beim zweiten Mal einlassen. Innen habe ich den Schlüssel ins Kästchen gelegt, doch Nachts ist das eine Fummelei bis die Zahlen eingestellt sind (natürlich liegt das teils auch an meinen Augen, halt schon länger in Betrieb). Nehme dann den Schlüssel mit zum Nachtessen, er muss ja auch mal Ausgang haben!
Ich gehe an verschiedenen Restaurants vorbei, schaue mal wegen Essen und Preise. Erst am Hauptplatz entschliesse ich mich - es gibt wieder mal einen Fisch an Knoblauch - bisher waren die immer echt gut! Auch hier, zwar kein Knoblauch am Fisch, aber lecker und die Preise sind deutlich tiefer als an der Calzada. Wegen dem Bier habe ich etwas ein Problem, das Mädchen fragt was für ein Bier ich wolle - zuerst verstehe ich sie nicht (Musik und Verkehrslärm) dann sage ich wolle ein oscura, sie weiss nicht was es ist, ein junger Kellner kommt wieder und zählt auf was sie haben, nehme dann ein dunkles (negrita) von Modelo. Bevorzuge da aber das helle eigentlich.
Generell merke ich, es sind mehr Touristen hier. Im Hochland waren viel weniger, in Acapulco war irgendwie Zwischensaison vor den Kanadiern, seit Merida sind jetzt deutlich mehr englischsprachige Touristen. Ich nähere mich der Hochburg Cancun.
Wie ich durch die Gassen streife, fällt mir auf, dass hier nicht die Indio-Frauen, sondern eher junge Männer versuchen Ware an die Leute zu bringen! Vergleichsweise aber wenige gegenüber anderen Ortschaften.Læs mere

















