Der schiere Wahnsinn: Hongkong
2 Mart 2025, Hong Kong ⋅ ☁️ 25 °C
Ameise. Ich komme mir vor wie eine Ameise in einem riesigen Ameisenhaufen aus Beton. Nach mehreren Wochen in Australien und davon einigen im Outback ist das jetzt hier ein echter Schock.
Tatsächlich fällt es mir schwer, diese Stadtandschaft und ihre Menschen in Worte zu fassen: 6600 Menschen pro Quadratkilometer sind mal eine Ansage. 7,5 Millionen insgesamt.
Hongkong heißt übersetzt „ Duftender Hafen“. Keine schlechte Beschreibung. Die Gerüche sind intensiv, die Stimmen schrill. Eine Kakophonie von Presslufthämmern, Motoren, Geräuschen.
Nach 21.000 Schritten und 27 Stockwerken auf der Smart Watch habe ich einen sicher kleinen Eindruck davon erhalten, was Leben in Hongkong bedeutet: Menschendichte, die man mögen muss. Und links und rechts immer nur Beton, Glas und Klimaanlagen, die sich schwindelerregend in die Höhe erheben. Straßenschluchten.
Das Wetter soll schlecht werden und ich beschließen, das zu tun, dass man bei guter Sicht tun sollte: zum Victoria Peak auf Hongkong Island zu fahren. Dort haben die Briten zuerst Anker gesetzt und nördliche von dort ist auf dem Festland Kowloon entstanden. Hinzu kommen viele Inseln, von denen offenbar einige wenig besiedelt sind.
Mein schlauer Reiseführer sagt: wer nicht auf dem Victoria Peak war, hat Hongkong nicht gesehen. Minibus geentert, mit der Oktopus Karte bezahlt (was für ein geniales Instrument…s.u.) und dann auf den Gipfel. Die Idee hatten auch andere. Das oben auf dem Gipfel ein komplettes Einkaufszentrum steht, hatte mein innerer Reiseleiter nicht erwartet. Offensichtlich kauft der Chinese gerne. Und ich weiß, dass es hier noch so viel mehr Shopping Malls gibt…
Mit der historischen Tram wieder nach unten und durch das Stadtviertel Soho gelaufen – Cafés, Restaurants, Galerien, Straßenmärkte, hektisches Treiben, Tempo, Düfte, Treppenstufen und immer wieder Treppenstufen. Und die längste Rolltreppe der Welt – die morgens und abends jeweils nur eine Richtung geschaltet wird, um die Pendler vom Berg in die City und umgekehrt wieder in den Feierabend zu befördern.
Es dunkelt und ich komme in die Gegend für Wellness und Prävention – ein Massagesalon neben dem andern. Die freundlichen Therapeutinnen stehen in den Hauseingängen und sind spärlich bekleidet – wahrscheinlich wegen der feuchten Hitze. Tatsächlich ist es so angenehm warm, dass man den ganzen Tag im T-Shirt herumlaufen kann. Wenigstens das fühlt sich nach Urlaub an.
Diese Szene wird abgelöst von unendlichen Verkaufsständen mit Sexspielzeugen, an denen heftig diskutiert und gehandelt wird. Rosa – und pinkfarbene Silikonkunstwerke liegen hier so aus wie bei uns Paprika und Kartoffeln. Vor lauter Vibratoren vergesse ich fast, dass ich noch essen wollte.
Vom touristischen Temple Food Market (wir sind jetzt übrigens von Hongkong Island wieder auf dem Festland in Kowloon angekommen) enttäuscht und nach einem mittelmäßig leckeren Sea food – Snack lande ich in einem Dim Sum-Restaurant, dass spannenderweise nur eine chinesische Speisekarte hat.
Und auch die Englischkenntnisse des freundlichen Personales sind eher limitiert. 😝 Ich bestelle einfach irgendetwas. Die Rechnung kann ich nicht lesen. Geschmeckt hat es wunderbar und ich darf gar nicht sagen, was dieses komplette Essen gekostet hat: 13 €.
Und nicht nur das ist fein – die Oktopus Karte ist ein absolut geniales Zahlungsmittel für alle Arten von öffentlichen Nahverkehr (lassen wir die Massage mal außen vor) Und vielerorts auch für andere Dinge. Und wer in der Bahn steht, bekommt durch kleine grüne Pfeile angezeigt, in welche Richtung die Bahn unterwegs ist. Genial!
Und da ich hier nur 20 Fotos pro Footprint hochladen kann, werde ich jetzt noch einen zweiten vom gleichen Tag einstellen und nur Fotos zeigen – es ist einfach zu spannend.😜Okumaya devam et





















GezginMein ultimativer Albtraum 👀
Thomas WimmersMeiner auch… aber schlimmer geht immer….😝
GezginWie Hongkong?!