• Big Buddha & Monsterbuilding

    4. marts 2025, Hong Kong ⋅ ☁️ 21 °C

    Da ich ja gewohnheitsmäßig auf der Suche nach Erleuchtung bin und leider immer noch warte, habe ich heute beschlossen, eine kleine, persönliche Pilgerfahrt zu machen. Zum „Big Buddha“, der zu den zehn wichtigsten buddhistischen Wallfahrtsorten der Welt gehört.

    Ich will es nicht damit vergleichen, auf den Knien rückwärts nach Mekka zu schrubben, nichtsdestotrotz wird erst die eine Fähre genommen, dann die Metro, dann die nächste Fähre und dann kommt’s: der Bus ist weg. Kurz gecheckt: 1 Stunde warten auf den Bus, 1 Stunde Fahrt zum Kloster – warum nicht ins Taxi steigen?🙈

    Wie ein herrenloses Reisbällchen werde ich auf der Rückbank herumgeworfen, die Luft ist dank Aircondition auf Gefriertruhenniveau. Während der Fahrer versucht, einen neuen Rekord aufzustellen. Wer jemals das Video von Walter Röhrl auf seiner Fahrt zum Pikes Peak gesehen hat, weiß wovon ich spreche.

    Ich atme erst durch, als die hier heimischen Rinder die Straße so blockieren, dass jegliches Auto hinter ihnen her schleichen muss. Gut, dass ich nichts gefrühstückt habe.

    Und der Anblick und die Präsenz des großen Buddha lohnt – vor dem wolkenverhangenen Himmel schaue ich nach vielen Stufen auf ein (Achtung Wortspiel) gottgütiges Lächeln und bin sehr froh, dass ich mich auf den Weg gemacht habe. Das betrifft auf den Besuch im Kloster in der Halle der 10.000 Buddhas. Ich mache nicht nur einen innerlichen Kniefall.

    Dass der geschäftstüchtig Chinese hier mal kurz eine Shopping Mall für das Kloster gepflanzt hat – verziehen. Rückfahrt mit dem regulären Bus, der den Taxifahrer nachzuahmen versucht. Ich bin froh, als ich am Ferryterminal sitze….😝

    Expressfähre zurück und dann gönne ich mir das, was ich mir fotografisch schon seit vielen Jahren versprochen habe: einmal das „Monster Building“ fotografieren. Das ist ein bisschen gemein, weil noch Leute darin wohnen. Ein Beispiel für die fürchterliche Housing – Kultur des Hongkong der Siebzigerjahre. Dieser Block (mitten in der Stadt) diente als Kulisse für einige Filme – und das waren keine Wellnesskreationen.

    Fotografieren ist offiziell verboten, aber ich kann es nicht lassen. Das unten im Innenhof auch noch ein Monster Shop ist, zeugt vom Humor der Chinesen.

    Ich besteige einen der Doppeldecker Busse und merke irgendwann, dass dies ein Fehler ist – Rush Hour in Hongkong ist nicht lustig. Am Ende schaffe ich es in ein japanisches Restaurant und gönne mir ein Luxus – Sushi. Den Preis verschweige ich; ich hatte vorher die Honorare der Institution nicht gecheckt. Aber lecker war’s…😝🥂
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