Holbox
9. juni 2023, Mexico ⋅ ☀️ 30 °C
Heute fahren wir also ganz in den Norden Yucatans auf die Isla Holbox. Wir parken unser Auto in Chiquilá und setzen mit dem Expressboot über. Holbox ist eine autofreie Insel und man bewegt sich hauptsächlich mittels Golfcarts vorwärts. Vor 4 Tagen hat es hier stark geregnet und überall sind riesige Pfützen bzw. kleine Seen auf den Straßen. Wir nehmen ein Carttaxi zu unserer Unterkunft und gehen etwas essen. Das Meer ist türkisblau und die Atmosphäre entspannt. Wir fühlen uns endlich wieder wohl und können aufatmen. Wir leihen uns ein Golfcart und erkunden selber ein wenig die Gegend. Holbox ist aufregend, bunt und gleichzeitig entspannt und damit ein toller Ort zum abschalten. Die Kinder toben sich an einem Spielplatz aus und genießen es, mal Zeit "für sich" zu haben. Später fahren wir zum Hotel zurück und entspannen im Pool zum Sonnenuntergang. Wir warten bis es dunkel ist, denn wir haben noch etwas Besonderes vor. Von Juni bis September gibt es auf Holbox ein sehr seltenes Phänomen: die Bioluminescence. Hierbei strahlen Kleinstlebewesen im Meer bei Berührung Lichtsignale aus. Die Organismen erstrahlen zum Selbstschutz um Fische und andere Raubtiere zu irritieren und fern zu halten. Wir wollen also zum Playa de Coco, einem Strand an dem man dieses Phänomen besonders gut beobachten kann. Das sollte ein Abenteuer werden... Und was für eins! Wir machen uns zu Fuß zum Strand auf. Wir werden vor mehrere Probleme gestellt: 1. Mosquitos! Tausende, abertausende Plagegeister umkreisen uns trotz Mückenspray mit DEET 50! Und stürzen sich erbarmungslos auf jedes Stückchen ungeschützte Haut.
2. Überall riesige Pfützen/ Seen auf den Straßen. Wir müssen knietief, barfuß, im Stockfinstern (immerhin Taschenlampen haben wir dabei) durch die Seen laufen, die offenbar Zugang zum Meer haben. Um uns herum schwimmen Trompetenfische und wir sehen riesige Krabben.
3. K.O. Kriterium (vorerst) - ein Krokodilwarnschild.
An dem Punkt ist es aus bei den Kindern "Nein wir wollen nicht gefressen werden!!!". Wir laufen noch ein Stück aber die Kinder haben wirklich Panik und so drehe ich mit ihnen um, während Tobi sich allein weiter durch unwegsames Terrain kämpft. Wir drei laufen ein Stück zurück bis ein Restaurant in Sicht kommt und fragen dort nach, ob es wirklich Krokodile gibt (in der Hoffnung, es sei nur ein Fake Schild.. .) Aber ja. Zu meinem Entsetzen erklärt man mir: Es gibt hier wirklich Krokodile. Ca. 20 Stück bis zu 3 Meter lang. Und wir sind gerade noch dort durch knietiefes Wasser gewatet! Und Tobi ist noch dort - allein. Glücklicherweise sehen wir bald das Leuchten einer Taschenlampe und Tobi kommt wohlbehalten zurück. Er hat das Meeresleuchten tatsächlich gefunden! Wir fragen im Restaurant nach einem alternativen - krokodilsicheren- Weg. Es gibt Einen. Wir kämpfen uns wieder durch Pfützen und stehen schlussendlich tatsächlich am Strand! Dort sind noch viele weitere Menschen, die das Naturschauspiel beobachten wollen. Und tatsächlich: Unter einem atemberaubenden Sternenhimmel können wir durch leuchtendes Wasser waten und sogar baden! Es leuchtet und glitzert bei jedem Schritt um uns herum und es ist wie pure Magie. Vor allem Marik ist ganz aufgeregt und genießt dieses Wunder der Natur. Aber auch Leonora spielt mit dem glitzernden Wasser und ist fasziniert. Leider ließ es sich fotografisch nicht festhalten, deswegen gibts aus dem Internet geklaute Beispiel Bilder im Anhang :).
Rückzu finden wir mit viel Glück ein Cart Taxi, dass uns zurück zum Hotel bringt.Læs mere



















